Nachruf auf “Adi”

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Die Handballer der „Alten Herren u100“ trauern um Adolf Zägenhagen.

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Viel zu früh verloren wir mit ihm nicht nur einen geschätzten, fachkundigen und engagierten ehemaligen Mitspieler, sondern vor allem auch einen liebenswerten Freund. Die vielen schönen Stunden, die wir mit ihm verleben konnten, werden unvergessen bleiben.

Er war unser langjähriger Sportkamerad und Weggefährte. Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten seiner Frau Hanne und seiner Familie.

„Adi“, wie er von uns allen genannt wurde, trat am 01.09.1949 als Zehnjähriger in die Handball-Abteilung des VfL ein und durchlief als jugendlicher Spieler die damaligen 4 verschiedenen Altersklassen Knaben, Schüler, Jugend und Jungmannen.

Nach einem nahezu nahtlosen Übergang in die 1. Herrenmannschaft spielte er auf dem Großfeld als „Läufer“ in der Abwehr und in der Halle erwarb er sich im Laufe der Jahre bei uns Mannschaftskameraden hohes Ansehen als „Cheforganisator“ der 5:1 Abwehr auf der Hinten-Mitte-Position. Seine Aktionsschnelligkeit und sein vorausschauendes Spielverständnis flößte auch den gegnerischen Mannschaften viel Respekt ein und brachte ihm hohe Anerkennung.

Nach vielen Saisons in den höchsten oder zweithöchsten Männerligen des Handball-Verbandes Berlin wechselte er dann in den 80ziger Jahren verdienter Maßen in die „Alte Herren-Mannschaft“ ü32/40, in der er noch viele Jahre seinem Lieblingssport frönte und u. a. sogar „Berliner Kleinfeld-Meister“ wurde.

Erst im stolzen Alter von über 50 Jahren wurde er von der damaligen Handball-Abteilungsleitung beim letzten Heimspiel in der Nahariyastraße feierlich vom aktiven Handballsport verabschiedet.

In den Jahren 1975 und 2000 erhielt Adi die silberne und goldene Ehrennadel für ununterbrochene 25- bzw. 50 –jährige Mitgliedschaft im VfL.

Adi beschränkte seine Mitgliedschaft nicht nur auf die Teilnahme am Spielbetrieb, er brachte sich auch aktiv in das Geschehen der Handballabteilung ein. Es war ihm eine Herzensangelegenheit, in den durch die Teilnahme an der 2. Bundesliga geprägten Jahren 1983 bis 1986 als Betreuer der 1. Männermannschaft ganz nah an den jungen Spielern und „seinem“ Sport zu sein. Aufgrund seines Sachverstandes redete er, wenn notwendig, Klartext mit dem Trainer. Für die Spieler war er das wichtige Bindeglied zum Trainer und zur Abteilungsleitung, ein hilfreicher und sorgender Zuhörer, Ratgeber in allen Lebenslagen sowie Kritiker und Motivator zugleich.

Dabei war Adi nie um einen Spruch oder eine verrückte Aktion zur rechten Zeit verlegen, sofern es der Sache diente. Legendär ist der Rückflug aus Leverkusen nach dem ersten Auswärtssieg in der 2. Bundesliga, den Adi mit geföhntem, gegeltem und bunt eingefärbtem Haarkranz antreten musste. Er hatte es der Mannschaft versprochen.

Adi lebte das Abenteuer 2. Bundesliga als wäre er selber noch aktiver Spieler gewesen. Er genoss die Spiele, die Stimmung in den Hallen und die gemeinsamen Abende nach den Auswärtsspielen. Gerne auch mal ausgiebig und mit großen Augen die unzähligen Puddingvarianten der „Familie Vogeley“ bei einem Sponsorenabend in Hameln. Adi kämpfte, litt, lachte und feierte mit der Mannschaft. Er war ein wesentlicher Teil von ihr und hochangesehen bei allen Spielern.

Adolf hat sich neben seinen sportlichen Aktivitäten auch in die Organisation der Handballabteilung eingebracht. Dreizehn Jahre lang arbeitete er in der Abteilungsleitung und zusätzlich verwaltete er die Kasse der Handballabteilung.

Du wirst immer in unseren Gedanken ein Teil unseres Teams bleiben.

Deine Freunde und Sportskameraden der „Alten Herren  u100“ vom VfL Lichtenrade

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