Busfahrt des Gesundheitssports nach Babelsberg und Glindow am 17. und 19. Juni 2019

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Unser geschätzter Berichterstatter Jürgen Fritsche war an beiden Tagen verhindert, so dass ich von Dieter Schewe kurzfristig angesprochen wurde, mit der Frage, ob ich die Berichterstattung für diese Fahrten übernehmen könnte. Gesundheitliche Probleme bremsten mich immer wieder aus. Aber jetzt möchte ich versuchen, einen Umriss des Ausfluges zu beschreiben.

Am Montag, den 17.Juni 2019 war wie immer Treffpunkt am P+R Parkplatz in der Steinstraße in Lichtenrade.

Wie wir alle wissen, gibt es einige Baustellen vor Ort, so dass es für den Busfahrer des Unternehmens „Palmreisen“ nicht einfach war, uns vom Treffpunkt abzuholen. Mit dabei war Andrea unsere kompetente und oft begleitende Stadtführerin.

Nachdem alle MitfahrerInnen ihren Platz eingenommen haben, ging es los. An diesem Tag waren wieder einmal Staus auf den Autobahnen gemeldet, so entschied Andrea kurzerhand die Stadtroute zu fahren. Der Weg führte uns aus Lichtenrade über Marienfelde, Lichterfelde, Zehlendorf Wannsee über die Glienicker Brücke zum Schlosspark Babelsberg.

Erwähnenswert ist der Bezirk Lichterfelde mit seinen vielen Stadtvillen rechts und links der Mariannenstraße. Wir erfuhren hierbei, dass dieser Bezirk erst vor ca. 100 Jahren, wie einige Außenbezirke der Stadt Berlin, zu Großberlin eingemeindet wurden.

Wir fuhren ab Zehlendorf-Mitte in Richtung Wannsee auf dem Königsweg. Dieses war auch die Wegführung zur Sommerresidenz Kaiser Wilhelm I, natürlich nicht so breit und komfortabel asphaltiert, wie wir die Straße heute vorfinden.

In Babelsberg angekommen, leitete Andrea den Bus durch das ebenso schöne Altstadtvillen-Viertel, in denen Industrielle wie Siemens und Schindler ihr Zuhause fanden.

Am Schlosspark angekommen und der Busfahrer eine Haltemöglichkeit fand, stiegen wir voller Erstaunen aus. Nun muss erwähnt werden, dass wir einen sehr heißen Sommerausflugstag bestreiten mussten.

Ein aussichtsreicher Landschaftspark

Der Landschaftspark Babelsberg liegt malerisch am Havelufer und gewährt seinen Besuchern spektakuläre Blicke u.a. auf die Glienicker Brücke und hinüber zum Schlosspark Glienicke.

Entstanden ist die Anlage ab 1833 im Auftrag des Prinzen Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) und seiner Gemahlin Augusta. Die Gestaltung des Parks ist gleich zwei bedeutenden Gartenkünstlern zu verdanken: Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau.

Rund um das neogotische Schloss Babelsberg beleben reich geschmückte Gartenterrassen das Bild, es schließt sich der Pleasureground mit seinen Ziersträuchern, Blumengärten und Wasserspielen an. Auf den zahlreichen Fußwegen im Park öffnen sich immer neue Aussichten auf die Havellandschaft und die Silhouette der Stadt Potsdam. Ein künstliches Wassersystem versorgt die Parkvegetation sowie die künstlichen Seen, Wasserfälle und Bachläufe.

Verschiedene Denkmäler im Park sind nicht nur reizvolle Ziele für Spaziergänger. Sie thematisieren auch die militärischen Erfolge des preußischen Prinzen, Königs und Kaisers Wilhelm. So wurde auf dem höchsten Punkt der Babelsberger Anlage die Siegessäule als preußisches Siegeszeichen errichtet. Hier mag auch der Kaiser mit seinem Reichskanzler Otto von Bismarck das faszinierende Panorama der alten Residenzstadt Potsdam betrachtet haben. Der Park Babelsberg übernimmt mit diesen Denkmälern neben seiner hohen gartenkünstlerischen Bedeutung auch die Funktion einer Erinnerungslandschaft für die Epoche zwischen den Revolutionsjahren 1848/49 und der Deutschen Einigung 1871.

Seit den 1960er Jahren wird der heute im Herzen – des UNESCO Welterbes gelegene Park als Gartendenkmal gepflegt. Nach dem Mauerfall konnte der durch Grenzanlagen schwer geschädigte nördliche Uferbereich wiederhergestellt werden.

Nachdem 2015 bereits die Hüllensanierung des Schlosses Babelsberg – sie umfasste Fassade und Dach – abgeschlossen werden konnte, sind nun sind auch die fünf Terrassen, die das Schloss umgeben, mit ihren Brunnen, Setzstufen und Stützmauern aus Naturstein fertig gestellt.

Wiederhergestellt wurden auch 10 Kilometer des insgesamt ca. 20 Kilometer langen gusseisernen Leitungsnetzes, das nun wieder die Wasserspiele speist und der Bewässerung des Parks Babelsberg dient: Zur Ausstattung des Parks, der wesentlich durch Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) gestaltet wurde, gehören nämlich zahlreiche Brunnen und Fontänen, Seen und Teiche, Bachläufe und Wasserfälle. Die meisten dieser Anlagen waren nach dem Ende der Monarchie 1918 stillgelegt worden und sind nun erstmals wieder zu erleben.

So zeigt sich die ehemalige Sommerresidenz Wilhelms I. (1797–1888), die seit 1990 zur UNESCO-Welterbe Stätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ gehört, wieder ganz in der kaiserzeitlichen Pracht der Ära zwischen 1870 und 1890.

Das Schloss war für uns Besucher nicht zugänglich. Schade! Wir liefen die Pfade durch den Park, um im beschriebenen Teil die Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Schmal gewundene Fußwege verbinden die Gärten, wie eine Art nuanciert geführte Melodie.

Kontrapunkte setzen zahlreiche ovale Blumenbeete mit üppiger Sommerblumenpracht. Am Havelufer angekommen, haben wir einen weiten Blick in Richtung Potsdam gehabt. Was mir persönlich sehr gefallen hat, dass das Ufer der Havel zum Baden, der Öffentlichkeit freigegeben ist.

Nach einstündigem Spaziergang durch den Park ging unsere Busfahrt weiter nach Glindow zur Elisabethhöhe zum Siedlerhof vom Bauer Schulz.

Hier wurden wir zum Spargelessen erwartet. Nach dem Essen gab es noch die Möglichkeit hochwertige handgemachte Spirituosen einzukaufen.

Um ca. 16 Uhr ging es zurück in die Lichtenrader Steinstraße. Ich denke, von der Hitze angestrengt, aber von den vielen unterschiedlichen Eindrücken geprägt, fuhren die Teilnehmer zufrieden nach Hause.

Es ist eine sehr persönliche Zusammenfassung des Tages geworden. Da ich keinen Fotoapparat mitführte, gebe ich ein paar Bilder aus dem Internet preis.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und dem Organisationsteam danken. Danken für das jahrelange Engagement in der Organisation und Ausführungen der Aktivitäten, die sie uns, den Herzsportteilnehmern anbieten. Ohne dieses Team wäre der Gesundheitssport um Einiges ärmer.

Vielen herzlichen Dank Dieter Schewe, Reinhardt Heilmann, Monika und Gerhard Gebell.

Für diese Berichterstattung trage ich als Herzsportlerin die Verantwortung.

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