Weihnachtsfeier des Gesundheitssportes am 07.12.2019

Was ist das: Ein voller Saal und gute Stimmung? Richtig, es findet das alljährliche Weihnachtsfest im Saal des Lichtenrader Gemeinschaftshauses statt.


Pünktlich um 17:00 Uhr wurden die vielen Mitglieder und deren Gäste begrüßt.

Auf der Bühne sorgte das Flotte Duo Simone und Holger mit viel Schwung und beliebten sowie bekannten Liedern und Rhythmen aus den Jahrzehnten, die bei den meisten Gästen zu den „Sturm- und Drangjahren“ zählen mochten, für eine ausgelassene Stimmung.

Die Melodien waren so mitreißend, dass sogar einige Paare zum Tanzen animiert wurden. So verging die Wartezeit bis zur Buffeteröffnung wie im Fluge.

 
Da nichts selbstverständlich ist, gab es auch wieder Präsente als Dank an die unermüdlichen, fleißigen ehrenamtlichen Helfer, Therapeuten und Ärzte sowie Gestalter der zahlreichen Aktivitäten in 2019.

Ein Beitrag von Herrn Dr. Helmut Rahner (Kardiologe) zum Thema Gesundheitssport rundete diese schöne Gepflogenheit ab.


Die Moderation des Abends erfolgte diesmal durch Herrn Dr. Heilmann, dem 2. Vorsitzenden.

Dann endlich gegen 18:45 Uhr durfte der Ansturm auf das Buffets mit vielen warmen und kalten kulinarischen Köstlichkeiten erfolgen. Die Ausstattung hatte auch diesmal das bewährte Küchenteam unter der Leitung von Oliver Lupp.


Es fehlte an Nichts: Warme Suppe mit Einlage, leckere Fleischgerichte, dazu Gemüse, Salate, Räucherfisch, diverse Käsesorten, und als Nachtisch, für den Fall, dass noch etwas Platz im Magen gelassen wurde, Rote Grütze mit Vanillesoße.

Im Saal folgte anschließend die berühmte „gefräßige Stille“. Demnach hatte der Küchenchef seinen Kochlöffel zur Zufriedenheit der Gäste geschwungen.

Gegen 20:00 Uhr ging die gemütliche Adventsfeier dem Ende entgegen.

Als Gast bedanke ich mich ganz herzlich für diesen festlichen Abend.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Gesundheitssport – Lichterfahrt 2019

Nicht nur Adel sondern auch Tradition verpflichtet!

Wie jedes Jahr stand die berühmte und allseits beliebte Lichterfahrt auf dem Programm. Da das Interesse wieder groß war, erfolgte die Fahrt an zwei Tagen, Montag, dem 02.12. und Mittwoch, dem 04.12.2019.

Die “Meute” stand abfahrtbereit – leicht unterkühlt aber erwartungsfreudig, und dann kam endlich der Bus: Einsteigen, Türen schließen und los ging’s.

Die erste Etappe war ein Kaffeekränzchen im Hotel WALDORF ASTORIA in einer gemütlichen Umgebung. Der Name des Hotels war schon Klang, und wir fühlten uns auch ein wenig wie VIPs.

Der Kuchen war verzehrt, die Kaffeekannen leer, somit ein guter Grund, sich ein wenig die Füße zu vertreten. Und das natürlich auf dem nahegelegenen Weihnachtsmarkt am Fuße des immer noch beeindruckenden Restes der Gedächtniskirche. Weihnachtsmarkt heißt, gucken, kaufen, naschen einen Glühwein trinken und vieles mehr. Was jeder einzelne von uns wirklich gemacht hat, bleibt ein Geheimnis, aber man traf sich hie und da. Vom Weihnachtsbaum in seiner majestätischen Gestalt waren alle begeistert.

Die Zeit war kurz und wir mussten uns schnell für das eigentliche Event – wie man heute zu sagen pflegt – zum Bus begeben. Denn nun begann die Lichterfahrt durch das interessante und auch jedem bekannte Kernstück Berlins.

Unser Busfahrer Uwe – die Hamburger sagen wohl “uns Uwe” – hat uns mit Geschick und dem Blick auf Wesentliches durch enge Gassen und kurvenreiche Straßen kutschiert. “Hut ab” vor seinen beneidenswerten Fahrkünsten! Uwe hat jeden Ort, Platz oder Ereignis und jeden Stein mit gutem Berliner Hintergrundwissen kommentiert, was allen Teilnehmern wohl sehr gefallen hat, denn man vergisst ja doch im Laufe der Jahrzehnte gewisse Kleinigkeiten.

Der weihnachtlich erleuchtete Kurfürstendamm – wie immer in derselben Art illuminiert – war eines der Höhepunkte, obwohl man alles schon kannte und schon einmal gesehen hatte. Einfach toll!

Jemand sagte mir, die Busfahrt sei ein heimisches Vergnügen, als sitze man in seiner guten Stube und sehe sich einen berauschenden Film an. Stimmt, da hat der Mann recht!

“Uns Uwe” hat uns dann sorgfältig über Schleichwege zum zweiten kulinarischen Teil der Lichterfahrt gewissermaßen befördert: Gemeinsames Essen im Spandauer Brauhaus.

Wir sind einmarschiert wie eine Kohorte siegreicher Gladiatoren; niemand hat bemerkt, dass wir eigentlich nur Hunger, Durst und einfach Appetit hatten. Die Dienerschaft hat seine Lordschaft – nämlich uns – gut und schnell versorgt und bewirtet. Es war wieder köstlich, denn ein schöner und ereignisreicher Nachmittag endete mit einem Wohlbefinden für Leib und Seele.

Gestärkt, aber auch ein wenig müde haben wir dann den Bus gesucht oder aufgesucht – wer weiß – ruhig unsere Plätze eingenommen und uns auf die Heimfahrt gefreut. Viel Sehen und viel Neues Erfahren kostet auch Kraft. Glücklich und wohlbehalten sind wir dann im Heimathafen am Parkplatz Steinstraße eingetrudelt.

Unser Busfahrer – so haben wir erfahren – hat die Fahrt zusammengestellt. Er ist also nicht nur ein guter Chauffeur sondern auch ein Mann, der weiß, was andere mögen.

Wir sagen DANKE für wundervolle Stunden und für gemeinsam Erlebtes.

Abteilung Gesundheitssport
Organisationsteam
Reinhard Heilmann

Busfahrt des Gesundheitssports nach Altdöbern am 16. und 18.09.2019

Der Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 16.09.2019. Diesmal ging die Fahrt Richtung Süden, nicht etwa in die Wärme, sondern nach Altdöbern. Das Motto war wohl: Unbekanntes bekannt zu machen. Denn wer kennt schon die vielen kleinen, aber interessanten Dörfer und Ortschaften in der Lausitz. Wie gewohnt, holte uns um 9:00 Uhr ein Bus der Fima Palm in der Steinstraße in Lichtenrade bei leicht tröpfelndem Regen ab. Erst über die Autobahn, dann über einige Landstraßen erreichten wir unser Ziel.

Altdöbern ist ein Dorf mit ca. 2440 Einwohnern und einem etwas in die Jahre gekommenen Schloss. Im weiträumigen Schlosspark versteckt sich ein kleines, aber feines Restaurant. Hier gab es erst einmal willkommene Erleichterung für die Blase. Anschließend begrüßte uns die Wirtin, Frau Wettig, zur Führung durch den Park.

Mit vielen historischen Informationen und einigen Anekdoten würzte sie den Rundgang bei leichtem Nieselregen. Es ging rund um das Schloss zum Heckentheater durch den Französischen Garten mit Kegelbahn.

In diesem Garten steht ein besonderer Baum, eine Gurkenmagnolie. Am Ende ging es noch zum Barocken Neptunbrunnen.

Schon etwas fußlahm und hungrig eroberte die Gruppe das Restaurant „Orangerie Altdöbern“. Hier war alles schon sehr gediegen eingedeckt. Bevor dann das warme Buffet im Nebenraum gestürmt werden konnte, wurden die durstigen Kehlen versorgt.

Die leckeren Speisen fanden guten Absatz. So herrschte eine Weile die berühmte „gefräßige Stille“. Danach wurde der verspielt angelegte Garten besichtigt, auf den die Wirtin besonders stolz war. Sie hatte als gelernte Floristin dieses Schmuckstück selbst angelegt.

Als weiteren Höhepunkt des Ausfluges wurde der Ort Fürstlich-Drehna mit seinem Wasserschloss angesteuert. Der Ort und das Schloss mit seinem großen schönen Park grenzt an einen abgebaggerten und inzwischen gefluteten Braunkohlentagebau. Die Zeit reichte aber nur für einen kurzen Rundgang um das Schloss herum. Darin war nach der Wende ein Hotel eingezogen. Auch ein Blick in die Eingangsgewölbe war möglich. Zum Schloss gehört noch die Schlossbrauerei.

Den Kopf voll mit den vielen Eindrücken des heutigen Ausfluges, brachte der Bus die Gruppe um ca. 17:00 Uhr wieder zurück nach Lichtenrade.

Danke im Namen aller Mitfahrer an Herrn Schewe und seinem Team. Es war ein schöner und erlebnisreicher Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Gesundheitssportler machen in Politik

Turnusmäßig wie in allen vorangegangenen Jahren war auch in 2019 ein außergewöhnliches Programm mit zwei verschiedenen Schwerpunkten vorgesehen: Politik und Amüsement.

Angeregt, organisiert und auch bezahlt wurde dieses inzwischen allseits beliebte Ereignis durch unseren Lichtenrader CDU-Politiker und MdB (Mitglied des Bundestages) Herr Dr. Jan-Marco Luczak; er hat auch über seine BPA-Betreuer am Geschehen des Tages indirekt stets mitgewirkt. Am Nachmittag – und das wussten wir – war Herr Dr. Luczak selbst präsent und stand sozusagen vor uns “auf der Bühne”.

Oh, wir sind ja schon mitten drin; fangen wir doch lieber ganz von vorn an.

Um 8:15 Uhr versammelten sich am üblichen Treffpunkt P+R Parkplatz Steinstraße in Lichtenrade die an der Fahrt gemeldeten Teilnehmer des VfL-Gesundheitssports. Der Bus kam pünktlich und um 8:32 Uhr konnte das Abenteuer beginnen. Unser etwas wortkarger Busfahrer (wir sind ja anderes gewöhnt) jonglierte uns über fast staufreie Umwege sicher zum Ziel. Es war eine interessante Fahrt durch unser Berlin – Sightseeing inklusive. Solche Strecken durch sog. “freie” Zonen nannten wir früher “Alkoholschnellwege”. Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei.

Das erste Ziel des Tages war der BND (Bundesnachrichtendienst) im Besucherzentrum Habersaatstraße. Das war natürlich ein besonderes Highlight. Wir bei James Bond, seiner Majestät oberster Agent … dachten vielleicht manche.

Empfangen und begleitet und informiert wurden wir durch den Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit. Er selbst begann seinen sehr aufschlussreichen Vortrag bzw. die Vorstellung des Amtes mit der nicht gestellten Frage: Lässt sich Geheimdiensttätigkeit und Öffentlichkeit in Einklang bringen. Klar, ganz einfach:

         Das, was wir wissen dürfen, erzählt er,

         das, was wir nicht wissen dürfen, verschweigt er.

Typisch Geheimdienst! Ein Balanceakt für uns, ein “Klacks” für einen routinierten Vertreter des BND.

Der Vortragende hat mit Sachverstand, viel Witz und Humor inkl. einer Prise Ironie das Arbeiten in diesem Hause geschildert. Im Kern heißt das, Informationen sammeln, deuten, bewerten und sie dann an andere Stellen weiterleiten, z.B. an die Bundesregierung oder auch an die Bundeskanzlerin direkt.

Diese Arbeit hat viel mit Praxis, Erfahrung, Wissen und die Kenntnis der Verhältnisse “vor Ort”, also im Ausland, zu tun.

(Die beiden Worte “vor Ort” tauchten regelmäßig auf; ich habe sie 43 mal gezählt, dann habe ich mit dem Zählen aufgehört.)

Alles läuft natürlich nur in Zusammenarbeit, aber strenger Kompetenzverteilung mit anderen Einrichtungen wie Verfassungsschutz, Militärischer Abwehrdienst und Polizei. Hört sich einfach an, ist aber hochkompliziert. Wichtig für uns allein ist die Botschaft: Man kümmert sich um unsere Sicherheit – hier im Lande wie auch anderswo. Ist doch beruhigend, oder?

Die vielen Fragen aus dem Publikum – das waren nämlich wir – wurden ausreichend beantwortet, so dass wir alle mit einem guten Gefühl den Tatort verlassen haben.

Man darf durchaus sagen, dass wir sehr begeistert waren! Deshalb Applaus und Dank an jemanden, der seinen Job versteht und seine Schulaufgaben gut erledigt. Und ich meine hier nicht nur unseren Redner, sondern die Institution selbst.

Anschließend begann des Amüsements erster Teil: Mittagessen im Alt-Berliner Wirtshaus. Natürlich war ebenso hier alles perfekt vorbereitet, keiner musste warten, denn die bedienenden Mädels wussten Bescheid und waren “auf Draht” und “zackig”.

Die Pause bis zum nächsten politischen Ereignis nutzten wir bei leichtem Galopp zum Besuch des nahegelegenen Brandenburger Tores, ein Ort der Begegnung. Wir waren nicht allein, sondern von Touristen aus aller Welt umgeben.

Brandenburger Tor (Mittelpunkt deutscher Geschichte, heute auch Ort der Begegnung)

Pünktlich trafen wir um 14:30 Uhr zum Sicherheits-Check vor dem Bundestag/Reichtag ein. Denn jetzt sollte der Gang in die heiligen Hallen deutscher Politik erfolgen. Leider war die Besichtigung des Plenarsaals, also dem Zentrum demokratischer Macht, aus baulichen Gründen verwehrt, so dass wir uns in einem Nebengelass mit einer Gruppe von Schülern – wir, die grauen Panther links, sie, die jungen Wölfe rechts – zusammendrängen mussten.

Einchecken in den Bundestag

Der inhaltlich ausgewogene Vortrag über Geschichte und Bedeutung des Bundestages/Reichtages war leider durch die mangelnde Qualität des Vortragenden gemindert (wenig Emotion, wenig Humor, kein Lacher). Im Gegensatz zu dem “netten Kerl” beim BND hat dieser es nicht geschafft, die Meute zu begeistern. An einigen Stellen war es regelrecht einschläfernd (es war ja auch die übliche Zeit für einen Mittagsschlaf).

Mich hat nur eine Frage wachgehalten: “Wann gibt’s denn hier den Kaffee, eh?” Aber diese Frage kam nicht.

Fluchtartig haben wir diesen Tatort verlassen und uns dem nächsten Abenteuer gestellt, und das war natürlich das zweite Highlight.

Plenarsaal des deutschen Bundestages

Herr Dr. Jan-Marco Luczak hat uns empfangen, stand – wie eingangs schon geschildert – auf der Bühne vor uns und hat uns herzlich begrüßt. Seine stets erfrischende und offene Art hat uns wieder Mut gemacht, seinem Angebot, Fragen zu stellen, zu diskutieren und, und … mit Engagement zu begegnen. Und es gab viele Fragen, zumal die beiden Schwerpunkthemen (1) orientalische Clans und (2) Mietpolitik jeden von uns emotional bewegten.

Herr Dr. Luczak hat alle Fragen mit der politischen Intensität – wie wir sie uns immer wünschen – beantwortet, hat Erfolge und Zwänge geschildert, hat auch den politischen Alltag in all seinen Farben dargestellt und uns wissen lassen, dass politische Prozesse in einer Demokratie nicht nur Zeit beanspruchen sondern auch das Stehvermögen einzelner Kämpfer erfordern.

Er hat uns damit aber auch den Eindruck vermittelt, dass er in seiner Funktion als MdB und Jurist Aufgaben in unserem Sinne erfolgreich erledigen und sich damit für die Umsetzung unserer Interessen einsetzen möchte. Wir wünschen ihm für diese Herausforderung weiterhin gutes Gelingen und standhaftes Eintreten.

Die Diskussion, zu der uns Herr Dr. Luczak aufgefordert hat, zeigte, dass vernünftige Politik nicht immer den geraden Weg gehen kann oder den Sieg guter Ideen erwartet, sondern immer auch ein Wandeln “um die Ecke” und das Ergebnis guter Kompromisse sucht.

Zwischen den Veranstaltungen gab es natürlich das gewohnte Foto-Shooting. Die gesamte Mannschaft hat sich zusammen mit Herrn Dr. Luczak dem Fotografen gewissermaßen hingegeben.

Nach diesem sehr bewegenden Exkurs in praktische Politik folgte des Amüsements zweiter Teil: Eine Fahrt auf dem bekannten Musikdampfer der Reederei BRUNO WINKLER führte uns auf dem “innerstädtischen Pudding” (was das wohl heißen mag) vom Nachmittag in den Abend hinein.

“Es gab endlich wieder etwas zu essen und zu trinken”, werden einige erfreut geäußert haben. Andere haben es vielleicht nur gedacht und sich mehr des gemeinsamen Erlebnisses erfreut.

Um 20:30 Uhr war der erfolgreiche Tag zu Ende. Wir müssen gestehen, dass wir ganz schön geschafft waren. Viele neue Eindrücke, viel neues Wissen und viel Bewegung!

         Aber nicht jammern sondern kämpfen!

Ganz gleich, trotz unterschiedlicher Inhalte war dieser Tag – wie viele andere – ein Tag der Gemeinsamkeit. Wir waren mit anderen Leuten sozusagen unter uns. Und so soll es bleiben.

Organisationsteam

– Abteilung Gesundheitssport –

Busfahrt des Gesundheitssports nach Babelsberg und Glindow am 17. und 19. Juni 2019

Unser geschätzter Berichterstatter Jürgen Fritsche war an beiden Tagen verhindert, so dass ich von Dieter Schewe kurzfristig angesprochen wurde, mit der Frage, ob ich die Berichterstattung für diese Fahrten übernehmen könnte. Gesundheitliche Probleme bremsten mich immer wieder aus. Aber jetzt möchte ich versuchen, einen Umriss des Ausfluges zu beschreiben.

Am Montag, den 17.Juni 2019 war wie immer Treffpunkt am P+R Parkplatz in der Steinstraße in Lichtenrade.

Wie wir alle wissen, gibt es einige Baustellen vor Ort, so dass es für den Busfahrer des Unternehmens „Palmreisen“ nicht einfach war, uns vom Treffpunkt abzuholen. Mit dabei war Andrea unsere kompetente und oft begleitende Stadtführerin.

Nachdem alle MitfahrerInnen ihren Platz eingenommen haben, ging es los. An diesem Tag waren wieder einmal Staus auf den Autobahnen gemeldet, so entschied Andrea kurzerhand die Stadtroute zu fahren. Der Weg führte uns aus Lichtenrade über Marienfelde, Lichterfelde, Zehlendorf Wannsee über die Glienicker Brücke zum Schlosspark Babelsberg.

Erwähnenswert ist der Bezirk Lichterfelde mit seinen vielen Stadtvillen rechts und links der Mariannenstraße. Wir erfuhren hierbei, dass dieser Bezirk erst vor ca. 100 Jahren, wie einige Außenbezirke der Stadt Berlin, zu Großberlin eingemeindet wurden.

Wir fuhren ab Zehlendorf-Mitte in Richtung Wannsee auf dem Königsweg. Dieses war auch die Wegführung zur Sommerresidenz Kaiser Wilhelm I, natürlich nicht so breit und komfortabel asphaltiert, wie wir die Straße heute vorfinden.

In Babelsberg angekommen, leitete Andrea den Bus durch das ebenso schöne Altstadtvillen-Viertel, in denen Industrielle wie Siemens und Schindler ihr Zuhause fanden.

Am Schlosspark angekommen und der Busfahrer eine Haltemöglichkeit fand, stiegen wir voller Erstaunen aus. Nun muss erwähnt werden, dass wir einen sehr heißen Sommerausflugstag bestreiten mussten.

Ein aussichtsreicher Landschaftspark

Der Landschaftspark Babelsberg liegt malerisch am Havelufer und gewährt seinen Besuchern spektakuläre Blicke u.a. auf die Glienicker Brücke und hinüber zum Schlosspark Glienicke.

Entstanden ist die Anlage ab 1833 im Auftrag des Prinzen Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) und seiner Gemahlin Augusta. Die Gestaltung des Parks ist gleich zwei bedeutenden Gartenkünstlern zu verdanken: Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau.

Rund um das neogotische Schloss Babelsberg beleben reich geschmückte Gartenterrassen das Bild, es schließt sich der Pleasureground mit seinen Ziersträuchern, Blumengärten und Wasserspielen an. Auf den zahlreichen Fußwegen im Park öffnen sich immer neue Aussichten auf die Havellandschaft und die Silhouette der Stadt Potsdam. Ein künstliches Wassersystem versorgt die Parkvegetation sowie die künstlichen Seen, Wasserfälle und Bachläufe.

Verschiedene Denkmäler im Park sind nicht nur reizvolle Ziele für Spaziergänger. Sie thematisieren auch die militärischen Erfolge des preußischen Prinzen, Königs und Kaisers Wilhelm. So wurde auf dem höchsten Punkt der Babelsberger Anlage die Siegessäule als preußisches Siegeszeichen errichtet. Hier mag auch der Kaiser mit seinem Reichskanzler Otto von Bismarck das faszinierende Panorama der alten Residenzstadt Potsdam betrachtet haben. Der Park Babelsberg übernimmt mit diesen Denkmälern neben seiner hohen gartenkünstlerischen Bedeutung auch die Funktion einer Erinnerungslandschaft für die Epoche zwischen den Revolutionsjahren 1848/49 und der Deutschen Einigung 1871.

Seit den 1960er Jahren wird der heute im Herzen – des UNESCO Welterbes gelegene Park als Gartendenkmal gepflegt. Nach dem Mauerfall konnte der durch Grenzanlagen schwer geschädigte nördliche Uferbereich wiederhergestellt werden.

Nachdem 2015 bereits die Hüllensanierung des Schlosses Babelsberg – sie umfasste Fassade und Dach – abgeschlossen werden konnte, sind nun sind auch die fünf Terrassen, die das Schloss umgeben, mit ihren Brunnen, Setzstufen und Stützmauern aus Naturstein fertig gestellt.

Wiederhergestellt wurden auch 10 Kilometer des insgesamt ca. 20 Kilometer langen gusseisernen Leitungsnetzes, das nun wieder die Wasserspiele speist und der Bewässerung des Parks Babelsberg dient: Zur Ausstattung des Parks, der wesentlich durch Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) gestaltet wurde, gehören nämlich zahlreiche Brunnen und Fontänen, Seen und Teiche, Bachläufe und Wasserfälle. Die meisten dieser Anlagen waren nach dem Ende der Monarchie 1918 stillgelegt worden und sind nun erstmals wieder zu erleben.

So zeigt sich die ehemalige Sommerresidenz Wilhelms I. (1797–1888), die seit 1990 zur UNESCO-Welterbe Stätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ gehört, wieder ganz in der kaiserzeitlichen Pracht der Ära zwischen 1870 und 1890.

Das Schloss war für uns Besucher nicht zugänglich. Schade! Wir liefen die Pfade durch den Park, um im beschriebenen Teil die Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Schmal gewundene Fußwege verbinden die Gärten, wie eine Art nuanciert geführte Melodie.

Kontrapunkte setzen zahlreiche ovale Blumenbeete mit üppiger Sommerblumenpracht. Am Havelufer angekommen, haben wir einen weiten Blick in Richtung Potsdam gehabt. Was mir persönlich sehr gefallen hat, dass das Ufer der Havel zum Baden, der Öffentlichkeit freigegeben ist.

Nach einstündigem Spaziergang durch den Park ging unsere Busfahrt weiter nach Glindow zur Elisabethhöhe zum Siedlerhof vom Bauer Schulz.

Hier wurden wir zum Spargelessen erwartet. Nach dem Essen gab es noch die Möglichkeit hochwertige handgemachte Spirituosen einzukaufen.

Um ca. 16 Uhr ging es zurück in die Lichtenrader Steinstraße. Ich denke, von der Hitze angestrengt, aber von den vielen unterschiedlichen Eindrücken geprägt, fuhren die Teilnehmer zufrieden nach Hause.

Es ist eine sehr persönliche Zusammenfassung des Tages geworden. Da ich keinen Fotoapparat mitführte, gebe ich ein paar Bilder aus dem Internet preis.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und dem Organisationsteam danken. Danken für das jahrelange Engagement in der Organisation und Ausführungen der Aktivitäten, die sie uns, den Herzsportteilnehmern anbieten. Ohne dieses Team wäre der Gesundheitssport um Einiges ärmer.

Vielen herzlichen Dank Dieter Schewe, Reinhardt Heilmann, Monika und Gerhard Gebell.

Für diese Berichterstattung trage ich als Herzsportlerin die Verantwortung.

Wanderung nach Küstrin am 24. Mai 2019

Es waren 15 Amazonen und zwei edle Rittersmannen, die sich am 24. Mai anno 2019 auf den Weg machten, die an der Mündung der Warthe in die Oder errichtete Festung Kostrzyn (Küstrin) zu erobern. Ohne Verzögerung konnten sie die gut zweistündige Reise in Lichtenrade antreten und nach Küstrin Kietz fahren. Das Wetter war für diesen Frühlingsanfang schon fast zu warm, und der Fußmarsch zum Eingang in die Festungsanlage am Berliner Tor überraschend ungewohnt anstrengend.

Die nachfolgenden Beschreibungen stammen weitestgehend aus der offiziellen Broschüre des „Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark” 2017 mit Zitaten aus der von Dominika Piotrowska und dem touristischen Handzettel des Museums Kostrzyn. Sie befassen sich eher mit baugeschichtlichen Fakten einer Burg, einem späteren Schloss und der viel später (mitte des 16. Jh.) errichteten Festungsanlage.

Küstrin/Kostrzyn war die ehemalige Hauptstadt der Neumark. Das Stadtzentrum befand sich bis 1945 direkt an dem Fluss Oder, innerhalb einer Festung, deren Herz ein Schloss bildete. Dieses Schloss war der Residenzbau der Hohenzollern in der Neumark. Sein Architekt konnte nicht namhaft gemacht werden. Bekannt ist nur, dass Chiamarella de Gandino einer der Festungsbaumeister von Küstrin war. Die Stadt Küstrin erlebte ihre Blütezeit unter der Regierung des Markgrafen Johann von Brandenburg-Küstrin (1513-1571), der sie 1535 zu der ersten Festung der Neumark machte.

Während der Kriegshandlungen am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde fast die ganze Stadt zerstört. Die Überreste des Schlosses wurden im Jahr 1969 abgerissen. Bis heute sind nur Fundamente der ehemaligen Residenz und Überreste der Portale erhalten geblieben. Von einer Eroberung der Festung” durch das Lichtenrader Trüppchen kann also nicht berichtet werden, denn das gesamte durch Kriegseinwirkungen ruinöse Stadtgebiet innerhalb der Befestigungsanlagen wurde aus Sicherheitsgründen „dem Erdboden gleich” gemacht. Gleichwohl ist ein Besuch der Fundamente des Schlosses und der Marienkirche sowie ein Spaziergang durch die wieder freigelegten (mit den alten Straßennamen beschilderten) Straßen ein unvergessliches Erlebnis. Nicht zu Unrecht wird die Küstriner Altstadt auch das „Polnische Pompeji” genannt. 2007 wurde im rekonstruierten Berliner Tor ein Informationszentrum eröffnet.

Die mittelalterliche Burg war eines der prächtigeren Gebäude innerhalb der späteren (und heute abgerissenen) Altstadt. Sie wurde im nordwestlichen Teil der später entstandenen Festungsanlage, ca. 50 Meter vom Fluss Oder entfernt, gebaut. Möglicherweise geht die Burg schon auf eine Gründung des Templerordens zurück, der 1232 auf diesem Gebiet tätig war, und dem die Gründung eines Marktes zugestanden wird.

Nach dem Templerorden wechselten die Besitzer der Stadt mehrfach. In einer Urkunde von 1323 werden Stadt und Burg als „oppido et castello Custrin” erwähnt, aber ein genaueres Entstehungsdatum bleibt unbekannt. Von 1402 bis 1455 wurde die Neumark vom Deutschen Orden verwaltet, für den die Neumark von besonders großer strategischer Bedeutung war, weil das Gebiet auf dem Weg zwischen dem Deutschordensstaat und dem Reich lag. Wichtig war die Lage der Burg am Fluss, dank deren die schon 1390 entstandene Oderbrücke, die Zollstätte und die westliche Grenze des Ordensstaates vor militärischen Gefahren abgesichert werden konnte. (Die Entstehung des Deutschordensstaates, seine Begründung und Struktur ist ein besonders interessantes Kapitel deutscher Geschichte.)

Die Ordens-Anlage unterlag zahlreichen Bauphasen. Es gibt verschiedene Hypothesen über die Gestalt des mittelalterlichen Burgbaus, jedoch erst die Kriegszerstörungen von 1945 ermöglichten eine Teilrekonstruktion der Burg, deren einzelne Elemente später als Kern für den Bau des Renaissance-Schlosses für Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin dienten. Es ist hier nicht Platz und vielleicht auch nicht genügend baugeschichtliches Interesse, um auf viele Einzelheiten einzugehen.

Von geschichtlich interessierten Besuchern (auch in unserer Gruppe) wird immer wieder die Hinrichtungsstätte des Freundes und Fluchthelfers des Kronprinzen, Hans Hermann v. Katt, nachgefragt. Hinsichtlich des genauen Ablaufs dieses Ereignisses kann ich nur auf die Berichterstattung im Band „Oderland” von Fontanes „Wanderungen” (Kap. ,„Jenseits der Oder, Küstrin”) verweisen.

Nach dieser fand die Hinrichtung wahrscheinlich auf dem Hof der Bastion Brandenburg statt; wie vom Garnisonsprediger Besser berichtet: „Er (von Katt) entkleidete sich selbst bis aufs Hemd, entblößte den Hals, nahm seine Haartour vom Haupte, bedeckte sich mit einer weißen Mütze, welche er zuvor zu dem Ende sich gesteckt hatte, kniete nieder auf den Sandhaufen und rief: , Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!’ Und als er solchergestalt seine Seele in die Hände seines Vaters befohlen, ward das erlösete Haupt mit einem glücklich geratenen Streich durch die Hand und das Schwert des Scharfrichters Coblentz vom Leibe abgesondert; ein Viertel auf acht Uhr, den 6. November 1730. Das bei mir einfiel, was stehet 2. Makkabäer 7, Vers 40: ,Also ist dieser fein dahingestorben und hat seinen Trost allein auf Gott gestellt.’ ”

Fontane schreibt weiter: “Wo stand der Kronprinz? Wo fiel Kattes Haupt?”
Diese Fragen, hundertfältig erhoben, sind bis in die neueste Zeit hinein keineswegs auch nur mit annähernder Sicherheit beantwortet worden.

Wegen der Abwägungen und Hypothesen kann ich hier nur auf die zitierte Berichterstattung verweisen. Es gab mehrere Aussagen. Immerhin wurden auch rd. 200 Mann Soldaten zur Absicherung der Örtlichkeiten aufgestellt, so dass eine kleinräumige Hinrichtungsstätte ausgeschlossen war. Bei Fontane gibt es hierzu Skizzen.

Nach einer Besichtigung der Bastionen Brandenburg und Philipp, mit einem Blick auf die hitzeflirrende Oder und einem Rundgang durch die zerstörte Altstadt Küstrin machten wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof Küstrin. Wieder fand ein hitzegeplagter Fußmarsch statt, der kein Ende nehmen wollte. Aber es lockte die ersehnte Atzung und so fand auch dieser Tag noch einen eines weiteren Lobes werten Abschluss. Die Heimfahrt erfolgte dann wiederum ohne nennenswerte Probleme.

Rosi und Karl-Heinz Drescher, alle Teilnehmer dieser Exkursion in die Vergangenheit danken Euch tür die Mühen der Erkundung und Organisation.

Wolfgang Heurich