Gesundheitssportler machen in Politik

Turnusmäßig wie in allen vorangegangenen Jahren war auch in 2019 ein außergewöhnliches Programm mit zwei verschiedenen Schwerpunkten vorgesehen: Politik und Amüsement.

Angeregt, organisiert und auch bezahlt wurde dieses inzwischen allseits beliebte Ereignis durch unseren Lichtenrader CDU-Politiker und MdB (Mitglied des Bundestages) Herr Dr. Jan-Marco Luczak; er hat auch über seine BPA-Betreuer am Geschehen des Tages indirekt stets mitgewirkt. Am Nachmittag – und das wussten wir – war Herr Dr. Luczak selbst präsent und stand sozusagen vor uns “auf der Bühne”.

Oh, wir sind ja schon mitten drin; fangen wir doch lieber ganz von vorn an.

Um 8:15 Uhr versammelten sich am üblichen Treffpunkt P+R Parkplatz Steinstraße in Lichtenrade die an der Fahrt gemeldeten Teilnehmer des VfL-Gesundheitssports. Der Bus kam pünktlich und um 8:32 Uhr konnte das Abenteuer beginnen. Unser etwas wortkarger Busfahrer (wir sind ja anderes gewöhnt) jonglierte uns über fast staufreie Umwege sicher zum Ziel. Es war eine interessante Fahrt durch unser Berlin – Sightseeing inklusive. Solche Strecken durch sog. “freie” Zonen nannten wir früher “Alkoholschnellwege”. Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei.

Das erste Ziel des Tages war der BND (Bundesnachrichtendienst) im Besucherzentrum Habersaatstraße. Das war natürlich ein besonderes Highlight. Wir bei James Bond, seiner Majestät oberster Agent … dachten vielleicht manche.

Empfangen und begleitet und informiert wurden wir durch den Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit. Er selbst begann seinen sehr aufschlussreichen Vortrag bzw. die Vorstellung des Amtes mit der nicht gestellten Frage: Lässt sich Geheimdiensttätigkeit und Öffentlichkeit in Einklang bringen. Klar, ganz einfach:

         Das, was wir wissen dürfen, erzählt er,

         das, was wir nicht wissen dürfen, verschweigt er.

Typisch Geheimdienst! Ein Balanceakt für uns, ein “Klacks” für einen routinierten Vertreter des BND.

Der Vortragende hat mit Sachverstand, viel Witz und Humor inkl. einer Prise Ironie das Arbeiten in diesem Hause geschildert. Im Kern heißt das, Informationen sammeln, deuten, bewerten und sie dann an andere Stellen weiterleiten, z.B. an die Bundesregierung oder auch an die Bundeskanzlerin direkt.

Diese Arbeit hat viel mit Praxis, Erfahrung, Wissen und die Kenntnis der Verhältnisse “vor Ort”, also im Ausland, zu tun.

(Die beiden Worte “vor Ort” tauchten regelmäßig auf; ich habe sie 43 mal gezählt, dann habe ich mit dem Zählen aufgehört.)

Alles läuft natürlich nur in Zusammenarbeit, aber strenger Kompetenzverteilung mit anderen Einrichtungen wie Verfassungsschutz, Militärischer Abwehrdienst und Polizei. Hört sich einfach an, ist aber hochkompliziert. Wichtig für uns allein ist die Botschaft: Man kümmert sich um unsere Sicherheit – hier im Lande wie auch anderswo. Ist doch beruhigend, oder?

Die vielen Fragen aus dem Publikum – das waren nämlich wir – wurden ausreichend beantwortet, so dass wir alle mit einem guten Gefühl den Tatort verlassen haben.

Man darf durchaus sagen, dass wir sehr begeistert waren! Deshalb Applaus und Dank an jemanden, der seinen Job versteht und seine Schulaufgaben gut erledigt. Und ich meine hier nicht nur unseren Redner, sondern die Institution selbst.

Anschließend begann des Amüsements erster Teil: Mittagessen im Alt-Berliner Wirtshaus. Natürlich war ebenso hier alles perfekt vorbereitet, keiner musste warten, denn die bedienenden Mädels wussten Bescheid und waren “auf Draht” und “zackig”.

Die Pause bis zum nächsten politischen Ereignis nutzten wir bei leichtem Galopp zum Besuch des nahegelegenen Brandenburger Tores, ein Ort der Begegnung. Wir waren nicht allein, sondern von Touristen aus aller Welt umgeben.

Brandenburger Tor (Mittelpunkt deutscher Geschichte, heute auch Ort der Begegnung)

Pünktlich trafen wir um 14:30 Uhr zum Sicherheits-Check vor dem Bundestag/Reichtag ein. Denn jetzt sollte der Gang in die heiligen Hallen deutscher Politik erfolgen. Leider war die Besichtigung des Plenarsaals, also dem Zentrum demokratischer Macht, aus baulichen Gründen verwehrt, so dass wir uns in einem Nebengelass mit einer Gruppe von Schülern – wir, die grauen Panther links, sie, die jungen Wölfe rechts – zusammendrängen mussten.

Einchecken in den Bundestag

Der inhaltlich ausgewogene Vortrag über Geschichte und Bedeutung des Bundestages/Reichtages war leider durch die mangelnde Qualität des Vortragenden gemindert (wenig Emotion, wenig Humor, kein Lacher). Im Gegensatz zu dem “netten Kerl” beim BND hat dieser es nicht geschafft, die Meute zu begeistern. An einigen Stellen war es regelrecht einschläfernd (es war ja auch die übliche Zeit für einen Mittagsschlaf).

Mich hat nur eine Frage wachgehalten: “Wann gibt’s denn hier den Kaffee, eh?” Aber diese Frage kam nicht.

Fluchtartig haben wir diesen Tatort verlassen und uns dem nächsten Abenteuer gestellt, und das war natürlich das zweite Highlight.

Plenarsaal des deutschen Bundestages

Herr Dr. Jan-Marco Luczak hat uns empfangen, stand – wie eingangs schon geschildert – auf der Bühne vor uns und hat uns herzlich begrüßt. Seine stets erfrischende und offene Art hat uns wieder Mut gemacht, seinem Angebot, Fragen zu stellen, zu diskutieren und, und … mit Engagement zu begegnen. Und es gab viele Fragen, zumal die beiden Schwerpunkthemen (1) orientalische Clans und (2) Mietpolitik jeden von uns emotional bewegten.

Herr Dr. Luczak hat alle Fragen mit der politischen Intensität – wie wir sie uns immer wünschen – beantwortet, hat Erfolge und Zwänge geschildert, hat auch den politischen Alltag in all seinen Farben dargestellt und uns wissen lassen, dass politische Prozesse in einer Demokratie nicht nur Zeit beanspruchen sondern auch das Stehvermögen einzelner Kämpfer erfordern.

Er hat uns damit aber auch den Eindruck vermittelt, dass er in seiner Funktion als MdB und Jurist Aufgaben in unserem Sinne erfolgreich erledigen und sich damit für die Umsetzung unserer Interessen einsetzen möchte. Wir wünschen ihm für diese Herausforderung weiterhin gutes Gelingen und standhaftes Eintreten.

Die Diskussion, zu der uns Herr Dr. Luczak aufgefordert hat, zeigte, dass vernünftige Politik nicht immer den geraden Weg gehen kann oder den Sieg guter Ideen erwartet, sondern immer auch ein Wandeln “um die Ecke” und das Ergebnis guter Kompromisse sucht.

Zwischen den Veranstaltungen gab es natürlich das gewohnte Foto-Shooting. Die gesamte Mannschaft hat sich zusammen mit Herrn Dr. Luczak dem Fotografen gewissermaßen hingegeben.

Nach diesem sehr bewegenden Exkurs in praktische Politik folgte des Amüsements zweiter Teil: Eine Fahrt auf dem bekannten Musikdampfer der Reederei BRUNO WINKLER führte uns auf dem “innerstädtischen Pudding” (was das wohl heißen mag) vom Nachmittag in den Abend hinein.

“Es gab endlich wieder etwas zu essen und zu trinken”, werden einige erfreut geäußert haben. Andere haben es vielleicht nur gedacht und sich mehr des gemeinsamen Erlebnisses erfreut.

Um 20:30 Uhr war der erfolgreiche Tag zu Ende. Wir müssen gestehen, dass wir ganz schön geschafft waren. Viele neue Eindrücke, viel neues Wissen und viel Bewegung!

         Aber nicht jammern sondern kämpfen!

Ganz gleich, trotz unterschiedlicher Inhalte war dieser Tag – wie viele andere – ein Tag der Gemeinsamkeit. Wir waren mit anderen Leuten sozusagen unter uns. Und so soll es bleiben.

Organisationsteam

– Abteilung Gesundheitssport –

Wanderung nach Küstrin am 24. Mai 2019

Es waren 15 Amazonen und zwei edle Rittersmannen, die sich am 24. Mai anno 2019 auf den Weg machten, die an der Mündung der Warthe in die Oder errichtete Festung Kostrzyn (Küstrin) zu erobern. Ohne Verzögerung konnten sie die gut zweistündige Reise in Lichtenrade antreten und nach Küstrin Kietz fahren. Das Wetter war für diesen Frühlingsanfang schon fast zu warm, und der Fußmarsch zum Eingang in die Festungsanlage am Berliner Tor überraschend ungewohnt anstrengend.

Die nachfolgenden Beschreibungen stammen weitestgehend aus der offiziellen Broschüre des „Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark” 2017 mit Zitaten aus der von Dominika Piotrowska und dem touristischen Handzettel des Museums Kostrzyn. Sie befassen sich eher mit baugeschichtlichen Fakten einer Burg, einem späteren Schloss und der viel später (mitte des 16. Jh.) errichteten Festungsanlage.

Küstrin/Kostrzyn war die ehemalige Hauptstadt der Neumark. Das Stadtzentrum befand sich bis 1945 direkt an dem Fluss Oder, innerhalb einer Festung, deren Herz ein Schloss bildete. Dieses Schloss war der Residenzbau der Hohenzollern in der Neumark. Sein Architekt konnte nicht namhaft gemacht werden. Bekannt ist nur, dass Chiamarella de Gandino einer der Festungsbaumeister von Küstrin war. Die Stadt Küstrin erlebte ihre Blütezeit unter der Regierung des Markgrafen Johann von Brandenburg-Küstrin (1513-1571), der sie 1535 zu der ersten Festung der Neumark machte.

Während der Kriegshandlungen am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde fast die ganze Stadt zerstört. Die Überreste des Schlosses wurden im Jahr 1969 abgerissen. Bis heute sind nur Fundamente der ehemaligen Residenz und Überreste der Portale erhalten geblieben. Von einer Eroberung der Festung” durch das Lichtenrader Trüppchen kann also nicht berichtet werden, denn das gesamte durch Kriegseinwirkungen ruinöse Stadtgebiet innerhalb der Befestigungsanlagen wurde aus Sicherheitsgründen „dem Erdboden gleich” gemacht. Gleichwohl ist ein Besuch der Fundamente des Schlosses und der Marienkirche sowie ein Spaziergang durch die wieder freigelegten (mit den alten Straßennamen beschilderten) Straßen ein unvergessliches Erlebnis. Nicht zu Unrecht wird die Küstriner Altstadt auch das „Polnische Pompeji” genannt. 2007 wurde im rekonstruierten Berliner Tor ein Informationszentrum eröffnet.

Die mittelalterliche Burg war eines der prächtigeren Gebäude innerhalb der späteren (und heute abgerissenen) Altstadt. Sie wurde im nordwestlichen Teil der später entstandenen Festungsanlage, ca. 50 Meter vom Fluss Oder entfernt, gebaut. Möglicherweise geht die Burg schon auf eine Gründung des Templerordens zurück, der 1232 auf diesem Gebiet tätig war, und dem die Gründung eines Marktes zugestanden wird.

Nach dem Templerorden wechselten die Besitzer der Stadt mehrfach. In einer Urkunde von 1323 werden Stadt und Burg als „oppido et castello Custrin” erwähnt, aber ein genaueres Entstehungsdatum bleibt unbekannt. Von 1402 bis 1455 wurde die Neumark vom Deutschen Orden verwaltet, für den die Neumark von besonders großer strategischer Bedeutung war, weil das Gebiet auf dem Weg zwischen dem Deutschordensstaat und dem Reich lag. Wichtig war die Lage der Burg am Fluss, dank deren die schon 1390 entstandene Oderbrücke, die Zollstätte und die westliche Grenze des Ordensstaates vor militärischen Gefahren abgesichert werden konnte. (Die Entstehung des Deutschordensstaates, seine Begründung und Struktur ist ein besonders interessantes Kapitel deutscher Geschichte.)

Die Ordens-Anlage unterlag zahlreichen Bauphasen. Es gibt verschiedene Hypothesen über die Gestalt des mittelalterlichen Burgbaus, jedoch erst die Kriegszerstörungen von 1945 ermöglichten eine Teilrekonstruktion der Burg, deren einzelne Elemente später als Kern für den Bau des Renaissance-Schlosses für Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin dienten. Es ist hier nicht Platz und vielleicht auch nicht genügend baugeschichtliches Interesse, um auf viele Einzelheiten einzugehen.

Von geschichtlich interessierten Besuchern (auch in unserer Gruppe) wird immer wieder die Hinrichtungsstätte des Freundes und Fluchthelfers des Kronprinzen, Hans Hermann v. Katt, nachgefragt. Hinsichtlich des genauen Ablaufs dieses Ereignisses kann ich nur auf die Berichterstattung im Band „Oderland” von Fontanes „Wanderungen” (Kap. ,„Jenseits der Oder, Küstrin”) verweisen.

Nach dieser fand die Hinrichtung wahrscheinlich auf dem Hof der Bastion Brandenburg statt; wie vom Garnisonsprediger Besser berichtet: „Er (von Katt) entkleidete sich selbst bis aufs Hemd, entblößte den Hals, nahm seine Haartour vom Haupte, bedeckte sich mit einer weißen Mütze, welche er zuvor zu dem Ende sich gesteckt hatte, kniete nieder auf den Sandhaufen und rief: , Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!’ Und als er solchergestalt seine Seele in die Hände seines Vaters befohlen, ward das erlösete Haupt mit einem glücklich geratenen Streich durch die Hand und das Schwert des Scharfrichters Coblentz vom Leibe abgesondert; ein Viertel auf acht Uhr, den 6. November 1730. Das bei mir einfiel, was stehet 2. Makkabäer 7, Vers 40: ,Also ist dieser fein dahingestorben und hat seinen Trost allein auf Gott gestellt.’ ”

Fontane schreibt weiter: “Wo stand der Kronprinz? Wo fiel Kattes Haupt?”
Diese Fragen, hundertfältig erhoben, sind bis in die neueste Zeit hinein keineswegs auch nur mit annähernder Sicherheit beantwortet worden.

Wegen der Abwägungen und Hypothesen kann ich hier nur auf die zitierte Berichterstattung verweisen. Es gab mehrere Aussagen. Immerhin wurden auch rd. 200 Mann Soldaten zur Absicherung der Örtlichkeiten aufgestellt, so dass eine kleinräumige Hinrichtungsstätte ausgeschlossen war. Bei Fontane gibt es hierzu Skizzen.

Nach einer Besichtigung der Bastionen Brandenburg und Philipp, mit einem Blick auf die hitzeflirrende Oder und einem Rundgang durch die zerstörte Altstadt Küstrin machten wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof Küstrin. Wieder fand ein hitzegeplagter Fußmarsch statt, der kein Ende nehmen wollte. Aber es lockte die ersehnte Atzung und so fand auch dieser Tag noch einen eines weiteren Lobes werten Abschluss. Die Heimfahrt erfolgte dann wiederum ohne nennenswerte Probleme.

Rosi und Karl-Heinz Drescher, alle Teilnehmer dieser Exkursion in die Vergangenheit danken Euch tür die Mühen der Erkundung und Organisation.

Wolfgang Heurich

Busfahrt nach Luckau und zur Sielmannstiftung Wanninchen

Der Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 10.05.2019.

Diesmal waren Ziele von bescheidener Größe ausgewählt worden. Doch ist die wahre Größe eines Ortes nicht an seiner Ausdehnung bzw. Bürgermenge zu messen.

Luckau in der Niederlausitz hat etwa 9500 Einwohner und Freesdorf, dort wurde gespiesen, wird nur von 41 Einwohnern bevölkert.

Pünktlich wurde die schon wartende VfL-Gruppe um 8:30 Uhr vom bestellten Palm-Bus in Lichtenrade aufgegabelt. In gemütlicher Geschwindigkeit ging es dann auf der nicht zu vollen Autobahn gen Süden.

Nach circa einer Stunde wurde die Kleinstadt Luckau erreicht. Am Stadtgraben empfing uns erst eine Bronzestatue von Karl Liebknecht und danach am Heimatmuseum eine sehr beredte Stadtführerin, um uns die Historie und die architektonischen Schätze der schmucken Stadt näher zu bringen. Wir schlenderten kreuz und quer durch die engen Gassen, Nonnengasse, Rathausstraße, Kirchplatz. Gewaltig war die Klosteranlage. Hier entwickelten schon die Mönche und später die Stadtväter großes Geschick zum Wohle des Stadtsäckels. Mönche leben ja in Zellen. So wundert es nicht, dass nicht mehr benötigte Klosterteile zu Gefängniszellen umfunktioniert wurden. Die große Klosterkirche wird heute als Veranstaltungsort genutzt.

Luckau ist schon bemerkenswert. Die Stadt erlebte im Mittelalter ihren Aufschwung durch den Salzhandel. In der Neuzeit nach der Wende gab es hier eine Landesgartenschau. Dazu wurden die Grünanlagen rund um den Stadtwall herausgeputzt.

Trutzig und düster steht die Nikolaikirche aus dem 13.Jahrhundert mitten in der Stadt. Eine Besichtigung lohnt sich. Kurios ist z.B. eine Doppeltreppe, die zu den, nur für den Adel zugelassenen, Emporen führt. Da die Bevölkerung ständig wuchs, war auch bald die Kirche zu klein. Sie wurde einfach verlängert. Dieser Ausbau ist noch an den Ansätzen in der Deckenkuppel zu erkennen.

Das Stadtleben findet auf dem Marktplatz statt. Hier gibt es noch Stände mit Produkten aus der Umgebung. Der wichtigste Bau ist hier aber nicht das schmucke Rathaus, sondern der schlanke Hausmannsturm. Darin wohnte der „Hausmann“, dessen Aufgabe es war, für Ordnung zu sorgen.

Das nächste Ziel war der Schlabendorfer See mit der Sielmannstiftung in Wanninchen. Klingt wie Kaninchen. Betrachtet man die aufgewühlte Landschaft, so hat man das Gefühl, dass hier Riesenkaninchen am Werk waren. Doch die Berge und Seen sind das Ergebnis der Baggerungetüme, die hier im Tagebau Braunkohle förderten. Nun ist dieses Areal ein Naturschutzgebiet. Allmählich finden sich hier Insekten, Vögel und Kleintiere ein, um dieses Gebiet für sich zu erobern. Direkt vor unserer Nase konnten wir einer Holzbiene zusehen, wie sie sich an einem Insektenhotel zu schaffen machte. Von einem hölzernen Aussichtspavillon kann man ohne zu stören das Treiben in dieser einzigartigen, von Menschenhand geschaffenen Landschaft, beobachten. Besonders zur Zugzeit der Kraniche ist ein Ausflug hierher zu empfehlen.

Das viele Gucken machte nicht nur müde, es machte auch hungrig.

Also dann weiter nach Freesdorf.

Hier war der „Landgasthof zum Auerochsen“ schon bestens auf die Invasion durch unsere Busladung vorbereitet. Speisen und Getränke kamen zügig. An der „gefräßigen Stille“ war abzulesen, dass alle mit dem Endpunkt unseres Tagesausfluges zufrieden waren.

Das Dorf zeigte sich sehr idyllisch und naturbelassen. Rinderzucht dominiert. Als Sonderangebot war auf einer Wiese ein gebrauchter Heuwender zu erstehen. Doch wer braucht schon zu Hause solch ein Gefährt. Dazu wäre auch der Kofferraum des Busses zu klein gewesen.

Es kam einem schon komisch vor, plötzlich waren im Dorf mit seinen 41 Einwohnern mehr Gäste, nämlich 54 VfL-er, als Einheimische da.

Gegen 15:30 Uhr wurde zur Heimfahrt geblasen. Schnell deckten sich noch einige im Hofladen mit Wurst aus heimischer Produktion ein.

Mit dem folgenden Spruch, den ich an einer Scheune fand, schließe ich nun meinen Bericht:

Danke im Namen aller Mitfahrer an Herrn Schewe und seinem Team. Es war ein schöner und vielseitiger Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

2019-125

Informationsveranstaltung der Abteilung Gesundheitssport am 10. April 2019

Wie alljährlich fand auch im April 2019 die routinemäßige Informationsveranstaltung nach gewohnter Gangart statt: Eingangs ein medizinischer Vortrag zum Thema Herz und Kreislauf und einer anschließenden Mitgliederversammlung.

Dr. med. Alexander Dyck, Leitender Oberarzt im Vivantes Wenckebach-Klinikum der Abteilung Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin, ein gern gesehener Gast, referierte über das Thema Vorhof-Flimmern.

Vorhof-Flimmern ist die häufigste Rythmusstörung überhaupt. Insgesamt sind ungefähr 2% der Menschen in Deutschland betroffen. Das Vorhof-Flimmern kann zu einem sehr unangenehm sein und Herzklopfen, Unruhe oder Luftnot verursachen und ist eine nicht zu unterschätzende Ursache für Schlaganfälle – insbesondere für ältere und multi-morbide Menschen. Deshalb bedarf es bei Menschen mit erhöhtem Schlaganfallrisiko einer Blutverdünnung.

Zur Vorbeugung eines Vorhof-Flimmerns sollte der Betroffene auf ein normales Gewicht, ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung (am besten mediterran) und moderaten Alkoholkonsum achten; Tabakverzicht selbstverständlich.

Vorträge dieser Art sind gewürzt mit Fachausdrücken, die zum medizinischen Sprachalltag gehören. Herr Dr. Dyck hat mit Erfolg vieles “Partei-Chinesisch” in für den normalen Menschen-verstand gewohnte Umgangssprache übertragen. Sind wir zwar alle keine Fachleute, so sind wir Beteiligte und sitzen zusammen mit der Ärzteschaft in einem Boot. Es lässt sich sagen:

“Gäbe es uns nicht, gäbe es keine Kardiologen, gäbe es keine Kardiologen, gäbe es uns nicht!”

Die danach eröffnete Mitgliederversammlung hatte zwei Schwerpunktthemen:

         (1) Bericht über das Jahr 2018

         (2) Neuwahl der Abteilungsleitung und des Organisations-Teams

Der Sportbetrieb verlief reibungslos, ohne Zwischenfälle und in der gewünschten Konsequenz. Dank der einsatzfreudigen und stets bestens gelaunten Übungsleiterinnen/Übungsleiter war eine rege Beteiligung zu beobachten. Hervorragende Ärztinnen/Ärzte haben das Geschehen sorgsam begleitet, sodass sich jeder aufgehoben und sicher fühlen konnte. Es ist wunderbar, wenn man sich um uns kümmert.

Das gesamte Gebäude wird natürlich von unserer lieben “Chefin” Susanne Wilking zusammen-gehalten. Sie plant, organisiert, hält die Fäden in der Hand und berücksichtigt alle Details. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Tabellen, Formulare und Stundenpläne erstellen, Kontakte zu vielen Außenstellen pflegen und die Zusammenarbeit in der VfL-Geschäftsstelle mit unserer charmanten Geschäftsführerin Manuela Fritz-Dessau und ihrer rechten Hand Katrin suchen, … denn es geht auch um Finanzen, und da ist gemeinsamer Fraueneinsatz gefordert.

Wir sind Susanne dankbar, dass sie sich mit Liebe, Freude und Sachverstand für unsere Belange einsetzt und stark macht – auch wenn die Übungen manchmal schmerzhaft sind, aber wir als gesundheitsbewusste teilnehmende Personen zwischen 39 und 93 Jahren mischen dennoch kräftig mit (unser Durchschnittsalter liegt bei 73, Jahrgang 1946; für uns völlig normal, für andere Abteilungen “biblisch”).

Der Sportbetrieb wird durch viele weitere Veranstaltungen für Kopf und Seele ergänzt. Unser Organisations-Team mit Hans-Dieter Schewe, Gerhard Gebell und ihrer reizenden Chefin Monika Gebell bereiten jedes Jahr ein umfangreiches Programm mit gemeinsamen Treffen bei Eisbein, Gänsekeule, Lichterfahrt durch Berlin und anschließendem Besuch des Brauhauses Spandau mit Bier und Haxe und wunderschönen Fahrten in die Mark Brandenburg vor. Das Team plant die Fahrten akribisch und inspiziert alle Reiseziele ausgiebig vorher. Sind die Gegebenheiten etwas für uns, kann man dort laufen, sitzen oder einfach genießen? Gibt es ein Restaurant mit ausreichender Zahl von Plätzen – und was verspricht die Speisekarte? Auch für die Wissenserweiterung wird etwas getan; wir lernen Land und Leute kennen und hie und dort auch historische Zusammenhänge. Glück haben wir, begleitet uns ein ortskundiger Reiseleiter und ein gesprächiger Busfahrer.

Eigentlich müssen wir nur noch in den Bus steigen und los geht’s!

Der Tagesordnungspunkt Neuwahl wurde durch zügiges Vorgehen schnell erledigt. Sowohl die Abteilungsleiterin Susanne Wilking als auch ihr Stellvertreter Reinhard Heilmann wurden einstimmig in ihrem Amte bestätigt. Ebenso wurde auch das Organisations-Team einstimmig wiedergewählt. Hier wurde die freigewordene Lücke durch Reinhard Heilmann geschlossen, so dass sich die Dreierbande wieder in eine Viererbande wandelte.

Hans-Dieter Schewe hat die Mitglieder zu einer Schweigeminute in Erinnerung an unseren verschiedenen Sportkameraden Wolfgang Krüger, Bürgermeister A.D., aufgerufen. Auch das gehört zum Alltag der Gesundheitsabteilung, dass uns liebe und nette Menschen, Freunde und Zeitgenossen für immer verlassen.

Die Beteiligung an der Informationsveranstaltung war wie immer groß. Es hat sich auch wieder gezeigt, dass wir eine Gemeinschaft darstellen, die nach Harmonie, Eintracht und Friedfertigkeit strebt und Freude und Erholung an außergewöhnlichen Abenteuern genießt. Wie immer zählt das WIR!

Das abschließende gemeinsame Abendbrot hat uns allen gutgetan.

Abteilung Gesundheitssport

mB Jugend Pokalsieger 18/19

mA ist Berliner Meister und mB ist Berliner Pokalmeister

1. Männer sicher Berliner Vizemeister, bei Punktgleichheit mit dem Zweiten ist der Berliner Meister und damit verbundene Aufstieg in die Oberliga-Ostsee-Spree mehr als möglich (18.05.19, 18:00 Uhr – Finalspiel in der Reinhold-Meyerhof-Schulsporthalle).

1. und 2. Frauen steigen vorzeitig in die Stadtliga und Bezirksliga auf.

Die Saison 2018/2019 ist ein überragendes Jahr!
Die Handballabteilung setzt sich in der Berliner Handballgemeinschaft in der Spitzengruppe fest und wird für den Handball-Verband Berlin ein wichtiger Garant für die sportliche Außenwirkung. Über die Lichtenrader Grenzen hinaus ist der VfL Lichtenrade wieder zu einer konstanten Größe im leistungsbezogenen Handballsport gewachsen. Diese positive Entwicklung lässt die Handballabteilung wachsen und der gesamte VfL Lichtenrade partizipiert.
Zum Saisonabschluss am 18.05.19 ab 13:00 Uhr – mit Live Musik und vielem mehr – lädt die Handballabteilung die “Lichtenrader Sportgemeinde” gerne ein!

Eure Abteilungsleitung Handball

 

mB ist Pokalsieger!

Ohne Trainer Stefan Krai, der das wichtige Männerspiel gegen NARVA zur sicheren Vizemeisterschaft betreute, aber mit Marvin Mahlow als erfolgreichen Finaletrainer, konnte die mB gegen die Füchse Berlin mit 32:20 Toren die HvB Pokalmeisterschaft gewinnen.

Ein weiterer schöner Erfolg für die Handball-Jugendabteilung!

Thorsten Schillkowski

Weihnachtsfeier des Gesundheitssportes am 15.12.2018

Allen bekannt sind die gängigen Weihnachtslieder. Genauso bekannt ist unter den Mitgliedern des VfL-Gesundheitssportes das alljährliche Weihnachtsfest im Saal des Lichtenrader Gemeinschaftshauses.

Wieder waren die Tische im Saal und die Bühne weihnachtlich geschmückt.
Um 17:00 Uhr begrüßte Herr Schewe die vielen Mitglieder und deren Gäste.

Diesmal sorgte das Duo aus Frau Walburger Raeder, Gesang, und Herrn Bert Mario Temme, Piano, für den musikalischen Rahmen mit schönen und bekannten Liedern aus Operette und Film sowie mit flotten Couples. Teils mitsingend oder mitsummend lauschten die Saalgäste den Darbietungen bei Kaffee und weihnachtlichen Knabbereien.

Nach diesem Programmpunkt folgten Ansprachen von Frau Wilking, der 1. Vorsitzenden der Gesundheitssportabteilung und Herrn Kowalewski.
Selbstverständlich gab es wieder Präsente als Dank an die fleißigen ehrenamtlichen Helfer, Therapeuten und Ärzte sowie Gestalter der zahlreichen Aktivitäten in 2018.

Durch den weiteren Abend führte dann wieder Herr Schewe.
So verging sehr rasch die Wartezeit auf das ersehnte Buffet wie im Fluge.

Dann endlich gegen 18:30 Uhr erfolgte der Aufruf zur Stürmung des Buffets mit vielen warmen und kalten kulinarischen Köstlichkeiten. Die Ausstattung hatte auch diesmal das bekannte Küchenteam unter der Leitung von Oliver Lupp.

Es war für jeden etwas dabei: Kartoffelsuppe mit Würstchen, diverse Fleischgerichte, dazu Gemüse, Salate, Räucherfisch, eine vielseitige Käseauswahl sowie Rote Grütze als Abschluss.

Allmählich kehrte Ruhe im Saal ein, geschuldet der Hingabe der Gäste an die Buffetgenüsse.

Der schöne Abend klang dann langsam aus.

Man führte noch untereinander Gespräche, dabei klang schon die Vorfreude auf zu erwartende Veranstaltungen und Ausflüge im Jahr 2019 durch.
Auch das kommende 125-jährige Jubiläum des VfL war ein Thema.

Als Gast bedanke ich mich herzlich für diesen festlichen Abend.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.