Die Pflicht

...
Im Trampoliturnen sind in der Pflichtübung 10 Einzelelemente oder sogenannte Einzelsprünge zu turnen.

Hierbei ist darauf zu achten, dass diese Sprungkombinationen hintereinander und aneinandergereiht zu turnen sind. Zwischensprünge (z.B. Srecksprünge) sind nicht zugelassen, sofern sie nicht ausdrücklich in der vorgeschriebenen Sprungkombination vorgesehen sind.

So sind die Plichtübungen der Leistungsklassen L1 bis M7 in einer festgelegten Reihenfolge zu absolvieren. Dagegen sind die Übungen M8 bis M10 sog. Pflichtküren, wo neben vorgegebenen auch frei wählbare Elemente geturnt werden dürfen.

Hierfür sind vor dem Wettkampf entsprechende Wettkampfkarten von den Aktiven auszufüllen.

Die Ausführung der Sprünge wird von den Kampfrichtern anhand der geturnten Haltung benotet.
...

Trampolin Pflichtübungen

..........   

L3

...........  1.    Sitzsprung
2.    Stand
3.    Grätsche
4.    1/2 Schraube zum Sitz
5.    1/2 Schraube zum Stand
6.    Hocke
7.    Sitz
8.    1/2 Schraube zum Sitz
9.    Stand
10.  1/2 Schraube zum Stand
..........

M5

...........  1    3/4 rückwärts a zum Bauch
2.    Sprung zum Stand
3.    Grätsche
4.    Salto rückwärts c
5.    Barani (frei)
6.    Bücke
7.    Salto rückwärts b
8.    Hocke
9.    Salto rückwärts zum Rücken
10.  1/2 Schraube zum Stand
   

L4

  1.    Rückensprung
2.    Stand
3.    Grätsche
4.    1/2 Schraube zum Sitz
5.    1/2 Schraube zum Stand
6.    Hocke
7.    Sitzsprung
8.    1/2 Schraube zum Sitz
9.    Stand
10.  Bucke
 

M6

  1.    3/4 rückwärts a zum Bauch
2.    Sprung zum Stand
3.    Salto rückwärts c
4.    Barani gestreckt (a)
5.    Salto rückwärts a
6.    Grätsche
7.    Salto rückwärts c zum Sitz
8.    Sprung zum Stand
9.    3/4 Salto vorwaärts
10.  1/2 Schraube zum Stand
 

L5

1.    Bücke
2.    1/2 Schraube zum Sitz
3.    1/2 Schraube zum Stand
4.    Grätsche
5.    Rückensprung
6.    1/2 Schraube zum Stand
7.    Sitz
8.    Stand
9.    Hocke
10.  Salto rückwärts gehockt
      (Salto c)
 

M7

  1.    3/4 rückwärts a zum Bauch
2.    Cody c
3.    Grätsche
4.    Salto rückwärts b
5.    Barani a
6.    Salto rückwärts a
7.    Hocke
8.    Salto rückwärts c
9.    3/4 Salto vorwärts a
10.  Baby-Fliffis c
   

L6

1.    Salto c
2.    1/2 Schraube zum Sitz
3.    1/2 Schraube zum Stand
4.    Grätsche
5.    Rückensprung
6.    1/2 Schraube zum Stand
7.    Hocke
8.    1/2 Schraube
9.    Bücke
10.  Salto rückwärts gebückt
      (Salto b)
 

M8

  Die folgenden Sprünge müssen in einer 10-teiligen Übung in beliebiger Reihenfolge enthalten sein.
Es müssen 10 verschiedene Sprünge sein. Die anderen Übungsteile können frei gewählt werden, jedoch darf maximal ein Sprung weniger als 270 Grad Soltorotation aufweisen.
1.  Schraubensalto
2.  Baby-Fliffis b
3.  Cody (frei)
4.  Salto rückwärts a
5.  3/4 Salto vorwärts (frei)
 

L7

1.    Salto rückwärts b
2.    Grätsche
3.    Salto rückwärts zum Sitz (c)
4.    1/2 Schraube zum Sitz
5.    Sprung zum Stand
6.    Bauchsprung
7.    Stand
8.    1/2 Schraube
9.    Hocke
10.  Salto vorwärts b
 

M9

  10 verschiedene Übungsteile, mindestens 9 davon mit mindestens 270 Grad Saltorotation
1.  Ein Sprung in die Bauch- oder Rückenlage
2.  Ein Sprung aus dem Bauch oder Rücken in Kombination mit Bedingung 1
3.  Ein Doppelsalto vorwärts oder rückwärts mit oder ohne Schrauben
4.  Ein Sprung mit mindestens 540 Grad Schraubenrotation
 

L8

1.    1/2 Schraube zum Bauch
2.    Sprung zum Stand
3.    Hocke
4.    Salto rückwärts zum Sitz
5.    1/2 Schraube zum Stand
6.    Bücke
7.    Salto rückwärts b
8.    Grätsche
9.    Salto rückwärts b
10.  Barani (frei)
 

M10

  10 verschiedene Übungsteile, jedes mit einem Minimum von 270 Grad Saltorotation.

Zwei Übungsteiel, welche auf der Wettkampfkarte mit einem Sternchen markeirt werden, gehen mit ihrem Schwierigkeitsgrad zusätzlich in die Pflichtwertung ein.

Keiner dieser Sprünge darf in der 1. Kürübnung wiederholt werden, ansonsten zählt der Schwierigkeitsgrad des wiederholten Sprunges nicht.