Busfahrt nach Neuhardenberg am 14. und 15.06.2016

Dieser Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 14.06.2016.

Zu diesem Ausflug hätte es eigentlich einer Anreise hoch zu edlem Ross bedurft. Denn der Besuch galt einem hochherrschaftlichem Orte, der eng mit der Geschichte Preußens verbunden ist: dem Schloß Neuhardenberg.

Aber eine bequeme Beförderung im gemütlichen modernen Reisebus, der schon oft gebuchten Reisebusfirma Palm, tat es schließlich auch. So ging die Fahrt durch die Mark Brandenburg über Autobahn und Landstraßen in weniger als zwei Stunden zum Zielort.

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Dort gab es erst einmal den wichtigen Gang zu den Toiletten. Herr Schewe versprach zur Beruhigung der Businsassen, er werde dort zeigen, wie es geht.
Mit dieser ungewollten Humoreinlage war das gute Gelingen des Tages eingeleitet.

Das Gut Neuhardenberg hieß einst Herrensitz Quilitz und war ursprünglich ein Geschenk Friedrichs des Großen an seinen Rittmeister von Prittwitz als Dank für die Rettung Friedrichs in der Schlacht bei Kunersdorf 1759.
1811 wurde Quilitz wieder an die königliche Krone zurückverkauft. Es ging im selben Jahr als königliche Dotation vom König Friedrich Wilhelm III an den Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg. Dann erst erhielt es den heutigen Namen Neuhardenberg. Er ist vom Stammsitz der Fürstenfamilie, Burg Hardenberg in Niedersachsen, abgeleitet.

In der Zeit von 1949 bis 1990 hieß der Ort Marxwalde. Die Umbenennung sollte die Abkehr von allen früheren preußischen Feudalgedanken demonstrieren. Ab 1954 wurde Marxwalde zu einem sozialistischen Musterdorf entwickelt. Ein Relikt aus dieser Zeit ist der ehemalige Militärflugplatz der NVA im Norden des Ortes, heute ein Zivilflughafen.

Im würdevollen schwarzen Anzug empfingen uns zwei Schlossführer. Wegen der großen Gruppenstärke gab es eine Aufteilung: Ein Teil begann mit der Schinkelkirche, der andere Teil besuchte zuerst das Schloss.

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Beginnen wir mit der Schinkelkirche, 1809 gebaut auf dem Fundament einer abgebrannten Kirche aus dem 14.Jahrhundert. Sie trägt, nach teilweiser Entstellung zu DDR-Zeiten, wieder die eindeutigen Züge des genialen und fleißigen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel.

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Sparsam und wirkungsvoll zugleich ist die Gestaltung des Innenraumes. Säulen und Ornamente nach antikem Vorbild sind nur aufgemalt, nicht real vorhanden. Das handwerklich aufwendig gefertigte, mehrteilige Taufbecken aus Eisenguss verdient besondere Beachtung.

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Als Kuriosität ist das mumifizierte Herz des Erstbesitzers Joachim Bernhard von Prittwitz in einem Glasgefäß unter dem Altar zu besichtigen.

Im zweiten Teil der Führung kam das stolze Schloss an die Reihe. Nach einleitenden Worten im Vestibül besichtigten wir die schmuck hergerichteten Räume.

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Während der Schlossbau Schinkels Handschrift trägt, wurden die Innenräume von Carl Gotthard Langhans gestaltet. Besonders einladend hergerichtet zeigte sich der Gartensaal, in dem auch Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder andere große Feiern, durchgeführt werden.

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Das originale Mobiliar des Schlosses war im Laufe der volkseigenen Nutzung während der DDR-Zeit abhanden gekommen.

Die heutigen Einrichtungsgegenstände wurden im zeitgemäßen Stil nachgekauft. Im Ahnenzimmer hingen früher die Portraits der einstigen Schlossbewohner. Heute ist nur noch als Besonderheit ein altes Landschaftsbild zu bestaunen, das aus winzigen Mosaiksteinchen geschaffen wurde.

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An der Parkseite des Schlosses steht eine riesige Platane, gepflanzt zu Zeiten des Erstbesitzers von Prittwitz. Wie in die Zukunft schauend, sprießen kleine junge Sprosse aus dem dicken Stamm des ehrwürdigen alten Baumes empor.

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In der Orangerie war für unsere inzwischen hungrige Gruppe festlich gedeckt worden. Schnell wurde aufgetischt. Die Speisen waren mit Pfiff angerichtet und recht schmackhaft. Dummerweise war bei unserem Tisch das Bierfass leer. Die Nachlieferung war dadurch stark verzögert. Das erinnerte ein wenig an vergangene Zeiten.

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Nach dem Essen folgte der obligatorische Verdauungsspaziergang durch den Park. Je nach Kondition erkundete man das weite Areal im kleinen oder großen Umfang.

Die Parkanlage wurde von den Herren Hermann von Pückler-Muskau und Peter Joseph Lenné gestaltet. Die leicht hügelige Landschaft ist durch die Eiszeit geprägt und ist von den Gartenbauern mit Sichtachsen und bogenförmigen Wegen aufgewertet worden.

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Zu Ehren Friedrichs des Großen thront ein Denkmal auf einer künstlich angelegten Insel.

Zwischen Götterfiguren aus der griechischen Antike, der Minerva und dem Mars, ist das Portrait des Monarchen versteckt eingebettet.

Schwer zu entdecken waren auch die Reste des Eiskellers. Sie wurden etwas verdeckt durch überlebensgroße Holzbilder der Prinzessinnen Luise und ihrer Schwester, angelehnt an die berühmte Figurengruppe des Bildhauers Schadow.

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Pünktlich zur Kaffeezeit setze ein kurzer aber heftiger Gewitterguss ein und machte damit jedem weiteren Rundganggedanken ein Ende.

Bis zur Abfahrt war noch etwas Zeit für weitere Erkundungen. So konnten der kleine Sommergarten neben der Orangerie und das elegante Hotel Schloß Neuhardenberg, untergebracht in den früheren Wirtschaftsgebäuden, in Augenschein genommen werden.

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Auf dem Schinkelplatz stehen junge Linden zweireihig in preußisch-akkurater Manier. Sie führen zu einem Obelisken mit Erinnerungsplaketten zur Historie des Ortes.

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Um 16:00 Uhr sammelte uns der Bus in der Karl-Marx-Allee wieder zur Rückfahrt ein. Netterweise wählte der Busfahrer eine etwas andere Route als bei der Hinfahrt. Nach gut einer Stunde waren wir schon wieder in Berlin.

Vielen Dank an das Organisationsteam für den historisch und landschaftlich sehr interessanten Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Trampolin Vereinsmeisterschaft

Am Samstag, 25.06. veranstaltet die Trampolinabteilung wieder die beliebte Vereinsmeisterschaft.

Teilnehmen können alle Mitglieder der Abteilung. Hier wird den Zuschauern und Eltern gezeigt was man schon alles gelernt hat. Selbst die noch keine vollständigen Übungen können, egal welcher Altersgruppe, beweisen sich auf dem Trampolingroßgerät.

Entsprechend dem Können und  den bereits geturnten Wettkämpfen wird die Gruppeneinteilung vorgenommen. Außer für die Anfänger wird wird eine Pflicht- und eine Kürübung geturnt.

Zuschauer sind herzlich willkommen.

Veranstaltungsort: Schulsporthalle der Ulrich-von-Hutten-Oberschule in der Briesingstr.

Beginn: Einturnen ab 10:00 Uhr, Wettkampfbeginn gegen 13:00 Uhr

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Fernsehbericht über Trampolinturnen

Wie bereits in den früheren News berichtet, hat ein Fernsehteam am 02.05.2016 die Trampolinabteilung  besucht. Es handelt sich hierbei umd den Internet-Sportsender „Sportfanat.de„, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Sportarten der Sportbegeisterten Internetgemeinde vorzustellen. Hierbei werden Vereine ausgewählt, Nachwuchssportler porträtiert und Hintergründe des Sports beleuchtet. Nach dem Trainingsbesuch übt sich der Moderator in einem Selbstversuch. Die Videos werden ausschließlich im Internet präsentiert.

Der Besuch wurde natürlich von den vielen kleinen Trampolinern sehnlicht erwartet. Oft wurde die Frage gestellt „Wann kommen die denn nun zum Training?“
Aber auch die Jugendlichen waren sehr gespannt was denn da auf sie zukommt.

Am avisierten Tag wäre dann der Besuch fast noch geplatzt. Das Team stand im dicken Stau. Mit etwas Verspätung waren sie dann aber doch noch da. Zuerst wurden die Wünsche des Videoteams besprochen und im Gegenzug unsere Möglichkeiten aufgezeigt. Da wir ja bereits Fernseherfahrung hatten, haben wir hierzu zur vollen Zufriedenheit des Berichtsteams Vorarbeiten in der Halle geleistet (gesondertes Gerät, Interviewpartner, Aufnahmesituationen etc.). Die Aufregung von unseren jüngsten Aktiven war natürlich groß und so wurde manch interessierter Blick während des Trainings dem Videoteam gewidmet.

Während der Dreharbeiten sollte natürlich der Traininmgsbetrieb möglichst „wie immer“ im Hintergrund weiterlaufen.
Nach einem Interview mit dem 1. Vorsitzenden des Vereins Axel Stanske über die Abteilung Trampolin wurden einige Trainingsaufnahmen gefertigt. Anschließend wurde ein Interview mit der Nachwuchssportlerin Antonia Bendschneider geführt, die bereits Erfahrung mit überregionalen und Wettkämpfen auf hoher Ebene des Deutschen Turnerbundes hatte. Von ihr und Yannis Herpoldsheimer wurden auch Sequenzen aus dem Trainingsbetrieb aufgenommen.
Die Enttäuschung einer ganz kleinen Trampolinturnerin stand nach den Dreharbeiten im Raum: „Die haben mich ja gar nicht interviewt.“

Zum Schluss dann der obligatorische Selbstversuch des Moderators unter den Hinweisen von Yannis.

Für die Trampolinabteilung war der Besuch und die jetzige Veröffentlichung im Internet natürlich auch eine hervorragende Werbemöglichkeit, nicht nur für die Abteilung und dem Trampolinsport, sondern auch für den Gesamtverein. Da der Bericht auch über Youtube läuft bekommt er hoffentlich eine große Fangemeinde.

Wer möchte, kann sich das Video mit dem folgenden Link ansehen:

 

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Unser Herz ist schon faszinierend

Die Herzfunktion und wie kann man sie diagnostizieren

Eine Zusammenfassung des Vortrages für die Gesundheitssportgruppe des VfL Lichtenrade vom 06.04.2016

 

Dieter Schewe hatte mich bereits 2015 gebeten doch noch mal einen Vortrag für die Gesundheitssportgruppe des VfL Lichtenrade zu halten. Erneut war ich beeindruckt, wie viele Menschen sich dem Thema Herzmedizin annähern wollen. Der Saal im Gemeinschaftshaus Lichtenrade war gut gefüllt, was sicherlich Dieter Schewe und dem von ihm organisierten Programm auch im Anschluss an den Vortrag zu verdanken ist.

Diesmal wollte ich nicht über Krankheiten erzählen, sondern einfach mal darüber berichten, wie ein Herz eigentlich so funktioniert. Und da das ja eigentlich, wenn man es nicht zu detailliert betrachtet, relativ einfach ist, dachte ich mir: „Auch die Bedeutung der ganzen Untersuchungen, die ein Kardiologe macht, könnte interessant sein.“

Vier „Sachen“ braucht ein Herz, um arbeiten zu können:

  1. Die Herzmuskulatur
  2. Herzklappen
  3. Herzkranzgefäße
  4. Elektrischer Taktgeber (Reizbildung und Reizleitung)

Übertragen auf einen Motor könnte man auch sagen: Motor, Ventile, Benzinleitungen und Zündkerzen…

Unsere Herzmuskulatur umgibt vier Herzhöhlen, die durch Scheidewände und Klappen voneinander getrennt werden. Da gibt es die Vorhöfe (Atrium) und die Kammern (Ventrikel) jeweils einmal rechts und einmal links. Die Vorhöfe haben die Aufgabe das Blut zu sammeln und an die Kammern weiter zu geben, die Kammern machen die eigentliche Pumparbeit. Das Herz ist der Motor unseres Kreislaufes. Fangen wir mal mit der linken Herzkammer an. Diese wurde gerade vom linken Vorhof über eine Herzklappe (Mitralklappe) mit sauerstoffangereichertem Blut gefüllt. Die linke Kammer pumpt (Systole) das Blut über die Aortenklappe in unsere Schlagadern, dehnt sich dann wieder, um sich dabei erneut zu füllen (Diastole). Durch dieses ständige Pumpen wird das sauerstoffreiche Blut zu unseren Organen transportiert, der Sauerstoff wird an die Zellen des Körpers abgegeben und dient der Gewinnung von Energie in unserem Körper. Dieses ist der elementare lebenswichtige Vorgang in unserem Körper. Gleichzeitig entsteht bei der Energiegewinnung Kohlendioxid (sozusagen als Abfallstoff), dieses Kohlendioxid wird über die Venen zum Herzen transportiert, gelangt in den rechten Vorhof, von dort über eine Klappe (Trikuspidalklappe) in die rechte Kammer und die pumpt das Blut über die sogenannte Pulmonalklappe wieder in die Lunge. Dort wird Kohlendioxid abgegeben und wieder Sauerstoff aufgenommen. Das Blut sammelt sich wieder im linken Vorhof… und das Ganze geht von vorne los. Die vier Herzklappen haben dabei die Aufgabe, dem Blut die richtige Richtung vorzugeben. Eigentlich muss man ja auch von zwei Kreisläufen sprechen und zwar vom Körper- und vom Lungenkreislauf. Deswegen ist unser Herz auch in eine rechte und eine linke Hälfte aufgeteilt.

 

Aber warum schlägt unser Herz überhaupt? Wie bekommt es den „Befehl“ dazu? Dieses ist ein Thema, über das Vielen nicht so viel bekannt ist. Der Vorgang ist sehr beeindruckend. Am Dach unseres rechten Vorhofes sitzt eine Ansammlung von spezialisierten Zellen, die wir Sinusknoten nennen. Diese Zellen sind tatsächlich in der Lage, einen elektrischen Strom zu produzieren. Dieser Strom fließt über dafür spezialisierte Bahnen sehr schnell zu unseren Herzmuskelzellen. Immer wenn der Strom fließt, ziehen sich unsere Herzmuskelzellen zusammen und das Herz pumpt. Man könnte es auch anders herum sagen. Sollte der Strom nicht fließen, schlägt unser Herz auch nicht… ein lebenswichtiger Vorgang also, der sich 100.000-mal am Tag, 36.000.000-mal im Jahr und in einem 80-jährigen Leben ungefähr 2.880.000.000-mal abspielt.

Kann man die Ströme die am Herzen fließen eigentlich sehen oder messen? Diese Frage wurde natürlich von diesen Zuhörern umgehend beantwortet… „In einem EKG (Elektrokardiogramm)“. Aber auch das wissen eben nicht alle. Viele denken, das EKG hat was mit der Bewegung des Herzens „oder so“ zu tun. Es zeigt allerdings nur die Stromflüsse an unserem Herzmuskel, die man von der Körperoberfläche ableiten kann. Dennoch hat das EKG dadurch eine hohe Aussagekraft bezüglich einer Herzschädigung und insbesondere bei Herzrhythmusstörungen. Dieses Thema war eine gute Überleitung zur Diagnostik des Herzens. Das EKG sagt ja auch etwas zur Herzdurchblutung aus. Dabei ist es allerdings ratsam, das EKG insbesondere unter körperlicher Belastung durchzuführen (Belastungs-EKG). Wenn man den Motor und seine Benzinleitungen testen will, dann muss man eben Gas geben. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft bezüglich eventueller Herzkranzgefäßprobleme. Ist ein Mensch von einer Herzkranzgefäßerkrankung betroffen, so sollte regelmäßig z.B. alle 6 Monate ein Belastungs-EKG durchgeführt werden, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Um Bilder von unserem Herzen zu erhalten, eignet sich besonders gut die Echokardiographie. Dabei werden mit Hilfe von harmlosem Ultraschallbildern des sich bewegenden Herzens gemacht. Die Echokardiographie sagt uns viel über die Funktion und Kraft unserer Herzkammern aus und stellt auch die Herzklappen sehr gut dar. Die Messung der Pumpleistung, insbesondere der linken Herzkammer, erfolgt über die sog. Ejektionsfraktion. Dieser Wert sagt aus, wie viel Prozent die vollgefüllte linke Herzkammer auswerfen kann. Das kann also niemals 100 % sein, da sich das Herz dann ja komplett leeren müsste. Der Normwert liegt bei > 55 %. Sie glauben ja gar nicht, wie viele erschreckte Gesichter ich schon gesehen habe, wenn ich Patienten gesagt habe, dass Ihre Pumpleistung bei 60% liegt. Dabei ist das ein hervorragender Wert. Eine Sache sieht man im Herzecho allerdings nicht, die Herzkranzgefäße. Zur Darstellung der Herzkranzgefäße wird daher eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig. 1929 hat Werner Forßmann sich selbst im Krankenhaus Eberswalde einen Katheter zum Herzen geschoben, um zu beweisen, dass man damit in Zukunft das Herz untersuchen und vielleicht auch behandeln kann. Keine 100 Jahre später ist ein Herzkathetereingriff eine Routineuntersuchung, bei der Verengungen oder sogar Verschlüsse der Herzkranzgefäße mit Gabe von Röntgenkontrastmittel in die Kranzgefäße festgestellt und dann auch gleich behandelt werden können. Auch moderne Verfahren wie die Kernspintomographie – auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt – und die Computertomographie des Herzens spielen dabei heute eine zunehmend Rolle. Dabei ist es auch möglich, Bilder von den Herzkranzgefäßen zu bekommen, ohne dass ein Herzkatheter eingeführt werden muss. Im Falle einer festgestellten relevanten Engstelle wäre aber auch im Gegensatz zu einer Herzkatheter-Untersuchung keine direkte Behandlung möglich.

Im Vortrag wurden viele Bilder zu den Untersuchungen gezeigt, die auf hohes Interesse gestoßen sind. Wie interessiert diese Gruppe ist, zeigte sich einmal mehr in der an den Vortrag anschließenden Fragerunde. Dabei war es mir wieder ein Vergnügen, die gut überlegten und auch durchaus komplizierten Fragen zu beantworten. Ich hoffe erneut, dass die Teilnehmer aus diesem Vortrag wichtige Informationen mitnehmen konnten. Ich habe bei diesem Vortrag selbst immer nur ein Ziel… unser Herz ist ein unglaublich faszinierendes und solides Organ, welches in einem langen Leben wie oben angegeben 3.000.000.000-mal schlägt. Wir sollten es respektvoll behandeln!

 

Dr. E. Langheim (Internist, Kardiologe, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen)

Oberarzt am Reha-Zentrum Seehof in Teltow

Herz

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Sommerferiencamp 2016

Vielen Dank für die zahlreichen Anmeldungen, die bei uns eingegangen sind!

Leider können wir keine weiteren Anmeldungen mehr entgegen nehmen, da durch zahlreiches Interesse an unserem diesjährigen Sommerferiencamp alle Plätze belegt sind.

Wir versuchen auch im nächsten Jahr das Sommerferiencamp wieder auf die Beine zu stellen und hoffen dann auf zahlreiches Interesse.

Für 7 bis 11-jährige Kinder

Mo., 29.08.2016 bis Fr., 02.09.2016
Täglich von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Montag in der Reinhold-Meyerhof-Sporthalle (Schulsporthalle der Ulrich-von-Hutten-Oberschule)

Dienstag bis Freitag in der Sporthalle der Carl-Zeiss-Oberschule


Das fünftägige Sommercamp (in der letzten Sommerferienwoche) des VfL Lichtenrade bietet den Kids die Möglichkeit, in verschiedene Sportarten hinein zu schnuppern.

Folgende Sportarten werden angeboten:

Basketball    Leichtathletik    Handball    Trampolin    Volleyball    Turnen    Badminton    HipHop

GruppeP1011754

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Busfahrt nach Adlershof, Köpenick und Müggelsee des Gesundheitssportes im VfL am 03. und am 04.05.2016

Die Ankündigung der Fahrt klingt sehr vielversprechend. Doch genau genommen kurvten wir nur in einem einzigen, wenn auch dem flächenmäßig größten, Berliner Bezirk, umher: In Treptow-Köpenick.
Eingesammelt wurde die neugierige VfL-Schar wieder in Lichterade und pünktlich um 10:00 Uhr ging die Fahrt los. Mit von der Partie war unsere bekannte Stadtführerin Frau Wodke.
Die Fahrt führte erst einmal raus aus Berlin über die Autobahn vorbei an Schönefeld mit altem und zukünftigem Flughafen.
Von Süden her tauchten wir in die völlig neu gestaltete Berliner Stadtlandschaft Adlershof ein. In Erinnerung schwebt einem noch der erste Berliner Flughafen Johannisthal gleich nebenan vor. Dieser wurde auf Befehl von Kaiser Wilhelm II hier draußen angelegt. So entstand der zweite Motorflugplatz in Deutschland. Das Tempelhofer Feld wurde damals noch als Truppenübungsplatz gebraucht.
Unser Bus kreuzte nun durch das ehemalige Gelände des historischen  Aerodynamischen Parks, errichtet 1920 bis 1930, und den neu entstandenen Gebäuden des Universitätsquartiers der Humboldt-Universität.

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Bestaunt wurde der Trudelturm, der Windkanal, der Motorenprüfstand sowie die Isothermischen Kugellabore, alle aus den Anfängen des Areals. Zwischen den modernen Gebäuden waren noch alte Hallen zu entdecken. Aus den DDR-Zeiten stehen die Fernseh-Sende- und Studiogebäude, teils mit modernen Erweitungsbauten.

Originell waren die sich drehenden Köpfe auf dem Forum des Humboldt-Campus.

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Adlershof ist heute nicht mehr eine abgeschottete Forschungs- und Industriestätte, sondern zieht heute wieder junges Leben an. Die Anbindung an Berlins Mitte mit Straßenbahn und S-Bahn ist eine wichtige Voraussetzung dafür.

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Weiter ging es nach Oberschöneweide, einem weiteren Bezirksteil von Treptow-Köpenick. Vorbei ging die Fahrt an den ehemaligen AEG-Hallen und dem Kraftwerk Oberspree. Zum Teil sind hier Lehreinrichtungen der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) untergebracht.

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Ein wenig die Füße vertreten konnten wir uns am Ende der Wilhelminenhofstraße. Am Ufer der Spree begrüßte uns ein ausgedienter Kran, heute als Kranhauscafe eingerichtet. Das im Krieg teils zerstörte Gelände beherbergt wieder einige Industrie. Am Spreeufer liegt ein Neubau der HTW. Ganz versteckt zeigte sich die Rathenau-Villa. Walter Rathenau war nicht nur der Gründer des Industriegiganten AEG, sondern auch in der Politik sehr aktiv. 1922 wurde er Opfer eines politischen Attentates.

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Etwas mittagsmüde kutschierte uns der Bus an den erholsamen Müggelsee. Im Restaurant Rübezahl gab es die ersehnten Stärkungen.

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Ein wenig Zeit war noch, um sich kurz unter lautem Gezeter der Rohrammer im Schilf am Seeufer die Beine zu vertreten. Bald darauf steuerten wir das Endziel an, die Köpenicker Altstadt.

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In zwei Gruppen aufgeteilt, zeigte uns Frau Wodke einige interessante Ecken und Plätze mit historischem Hintergrund. Der Rundgang begann auf der Schloßinsel mit dem Schloß Köpenick, gebaut 1558.

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Der Weg führte vorbei am Denkmal für Henriette Lustig, der ersten Waschfrau des Ortes Köpenick. Sie betrieb ab 1835 die erste Lohnwäscherei und legte damit den Grundstein zur Waschküche Berlins.

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Früher wurde hier am Ufer der Dahme, einem Spreearm, die Wäsche im Flusswasser gewaschen. Daher wird diese Bucht der Frauentog genannt.

Dem legendären Waschdrang der Köpenickerinnen sind an den Hauseingängen der Häuser gegenüber an der Müggelheimer Straße, Ecke Amtsstraße, einige humorvolle Reliefs gewidmet.

 

Vom Kiez aus führte der Rundgang zum Alten Markt mit dem Heimatmuseum und der Gedenktafel für Henriette Lustig. Nach einem Blick zur Spree überquerten wir den Futranplatz und landeten schließlich am Rathaus. Dort begrüßte uns der Hauptmann von Köpenick, in Bronze gegossen. Ein Blick in das Rathaus lohnte sich der schönen Buntglasfenster im Treppenhaus und natürlich des leeren Tresorraumes wegen, aus dem damals der Schuster Wilhelm Voigt, als Hauptmann von Köpenick, der Inhalt der Stadtkasse ausgehändigt wurde.

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Nach all den vielen Eindrücken vom Besuch des großen Bezirkes Teltow-Köpenick brachte uns müde Ausflügler der Bus wieder nach Hause.

 

Die Ankündigung hatte also nicht zu viel versprochen. Vielen Dank an das Organisationsteam.

 

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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