Handballabteilung verabschiedet Schulweltmeistermannschaft / Final Four in Lichtenrade?

Die erste Männermannschaft des VfL Lichtenrade verabschiedete am Mittwoch das SLZB (Schul- und Leistungssportzentrum Berlin) zur Schulweltmeisterschaft in Frankreich.

Der Mannschaft wurde ein kulinarisches Angebot gereicht und in aller Freundschaft auch Handball gespielt.

Es ist schön, dass rund 100 Zuschauer in Lichtenrade der jungen Mannschaft um Bob Hanning viel Glück und Erfolg wünschten.

 

Der VfL Lichtenrade hat sich um das Final Four der Erwachsenenmannschaften beworben.

Die Verhandlungen zeigen das gemeinsame Interesse des HvB und des VfL Lichtenrade, diese Veranstaltung im Berliner Süden durchführen zu wollen.

Termin: 23/24.04.2016, Samstag: 12:00 Uhr, Sonntag 09:00 Uhr

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Erste Handball-Männermannschaft des VfL Lichtenrade weiter im Aufwind!

Der Aufsteiger in die Ostsee-Spree-Liga (4. Liga) sorgt weiter für Furore. So wurde dem GW Grünheide, als eine der etablierten Mannschaften der OSS vor 300 Zuschauern, ein Remis abgerungen (21:21).

Eine Woche zuvor wurde auch das zweite Südderby beim TSV Rudow mit 32:27 Toren gewonnen. Die Mannschaft steht nun auf Platz acht der Tabelle. Viele Fans werden die Mannschaft nach Bad Doberan begleiten und dann hoffentlich den Verbleib in der 4. Liga feiern können. Spannend ist es nur aus einem Grund, es steigen zu viele Mannschaften zur Zeit aus der dritten Liga in die OSS ab. So reicht im Moment nicht einmal der 10. Tabellenplatz zum Klassenerhalt. Die Mannschaft braucht daher bei den nächsten Heimspielen jede Unterstützung. Gute Laune erhält jeder Zuschauer beim reichhaltigen Catering-Angebot, spannende Spiele sind garantiert.

Die nächsten Heimspiele:

12.03.16 Lübbenau 17:30 Uhr

09.04.16 Schöneberg 17:30 Uhr

30.04.16 Altlandsberg 18:00 Uhr

Schaut vorbei!

 

Liebe Freunde des Lichtenrader Handballsports!

Unsere erste Männermannschaft liegt mit 19:21 Punkten auf einem sehr guten 8. Tabellenplatz. Aber die Situation ist durch die Absteiger aus der 3. Liga kompliziert. Steigen dort drei Mannschaften aus unserer Region ab, so sind es in der OSS fünf Mannschaften. Somit würde der zehnte Tabellenplatz nicht für den Verbleib in der OSS reichen. Sieht man sich die Abstände in unserer Liga an, kann sich selbst Brandenburg/West nicht sicher fühlen.

Somit heißt es für unsere Mannschaft weiter Volldampf geben. Vor allem die Konzentration und Ruhe im Spielaufbau muss bei allem Willen und Motivation unser Spiel begleiten. Mit den drei Punkten gegen Rudow auswärts und Grünheide hier in der Hölle-Süd sind wir absolut auf Linie. Die Maßgabe 20 Punkte am Ende der Saison war für einen Aufsteiger ambitioniert, kann und sollte aber auch weit überschritten werden, sodass wir hoffentlich schnell ein Punktpolster für den Abstand zu Platz zehn erreichen.

Dazu muss natürlich heute gegen eine in der Saison sehr unglücklich spielende Gästemannschaft aus Lübbenau der Grundstein gelegt werden. Das Hinspiel war sehr knapp und konnte erst am Spielende in Lübbenau für uns entschieden werden. Daher wird die Mannschaft unsere Gäste nicht unterschätzen, alles geben und so dem Ziel Klassenerhalt einen weiteren Schritt näher kommen.

Auch die Weichen für die Saison 2016/2017 werden schon gestellt. Es sind gute Gespräche geführt, Näheres wird die Lichtenrader Fangemeinde bei Vollzug erfahren.

P.S.: Nur zur Info, wegen vieler Nachfragen: Die Mannschaft schaut auf Platz acht!

Sollte es zu einem Show Down mit Rudow um einen vakanten Abstiegsplatz kommen, bei Punktgleichheit, sind wir aufgrund der Spiele gegeneinander die besser platzierte Mannschaft.

Bei zwei Siegen unserer Mannschaft muss Rudow von den sechs ausstehenden Spielen viermal gewinnen und einmal zumindest Unentschieden spielen, nur dann würde Rudow uns überholen können.

So ist es für uns wichtig auf uns selbst zu schauen, dann braucht man nicht zu rechnen. Den Service geben wir aber gerne an unsere VfL’er weiter.

Ach ja- steigt Hannover aus der 3. Liga ab, reicht Platz zehn und somit zwei Siege, um vor dem TSV Rudow zu sein!

Dies wollen wir auch gegen Neubrandenburg (29:27 in Lichtenrade) erreichen.

Bad Doberan (17:33) wird sehr schwer.

Grünheide (1:3 Punkte sind wir schlechter, es fehlte ein Tor)

Brandenburg/West (4:0 Punkte) sind wir besser platziert.

Loitz mit 11 Punkten Rückstand bei 6 Spielen sollte keine Möglichkeit haben und sie können uns mit Preußen und Lübbenau nicht mehr überholen.

Auf geht’s Freunde des Lichtenrader Handballsports und Unterstützer der Mannschaft. Wir sind nah dran am Klassenerhalt! Lasst es uns gemeinsam noch mal heute, am 09.04.16 gegen OSF und am 30.04.16 gegen Altlandsberg krachen.

Die Mannschaft wird sich sechs Spiele zerreißen.

Dann wird unser aller Ziel auch erreicht werden!

Red Nation

Ein Verein Eine Liebe

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Neustart Eltern-Kind-Turnen

HURRA!!!

Ab dem 03.03.2016 startet ein Eltern-Kind-Turnen für 2- bis 5-Jährige.

Trainingszeiten: donnerstags von 17:15 Uhr bis 18:15 Uhr im Rackebüllerweg 70, 12305 Berlin (Sporthalle der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule)

Gerne könnt Ihr zum Probetraining vorbei schauen. Wir freuen uns auf Euch!

Für Rückfragen stehen wir Euch gerne zur Verfügung. Bitte ruft dazu in der Geschäftsstelle (Tel.: 030/7440477) in unseren Sprechzeiten (Mo. und Mi. von 10:00 bis 13:00 Uhr und am Do. von 17:00 bis 19:00 Uhr) an oder schreibt uns eine E-Mail an info@vfl-lichtenrade.de

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Wanderung nach Friedrichshagen mit Besichtigung des Wasserwerks

Am 12.02.2016 haben sich 17 interessierte Wanderer um 10:00 Uhr am S-Bhf. Lichtenrade getroffen, mit dem Ziel, das Wasserwerk in Friedrichshagen mit Führung zu besichtigen.

Vor Ort wurden wir über die Wasserversorgung unserer Stadt informiert. Nach einem Videofilm gingen wir in die Maschinenhalle, in der sich riesige Filterbecken und Pumpen befanden.

Das Berliner Wasser ist sehr sauber und enthält wichtige Mineralien und als Beweis bekamen wir alle eine Kostprobe.

Danach wurden wir über den historischen Teil des Wasserwerkes geführt, dessen Bauten unter Denkmalschutz stehen.

 

Das Wasserwerk Friedrichshagen befindet sich in Berlin-Köpenick im Ortsteil Friedrichshagen.

Nach der Fertigstellung im Jahre 1893 galt die Anlage als das modernste Wasserwerk Europas.

Auf einem Areal von 55 Hektar standen sechs Maschinenhäuser, 34 Langsamsandfilter und zahlreiche Nebengebäude sowie vier Wohnhäuser.

 

Zur Trinkwassergewinnung wurde das Oberflächenwasser aus dem Müggelsee entnommen. Heute wird Wasser nur noch aus Grundwasser verwendet mit einer max. Leistung von 230.000 qm am Tag.

Karl-Heinz

Wasserwerk1

Unterirdische Filteranlage im alten Wasserwerk Friedrichshagen

Unterirdische Filteranlage im alten Wasserwerk Friedrichshagen

Wasserwerk3

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Stadtführung in Berlin für die Wandergruppe am 20.01.2016

Das Zeitungsviertel von Berlin-Kreuzberg

Wir trafen uns um 10:00 Uhr an der S-Bahn in Lichtenrade und fuhren mit unserer „Stadtführerin Andrea Wodke“ bis zum Anhalter Bahnhof. Oben am Ausgang entdeckten wir gleich das Bürohaus des „TAGESSPIEGEL“ und schräg gegenüber die Verlagsräume der „Zeit“.

Wir wanderten die Kochstraße entlang zum Redaktionsgebäude der „taz“. Dort besichtigten wir an der Ostfassade des Hauses das provokante Relief „Friede sei mit Dir“, auch bekannt als „Pimmel über Berlin“, das am 15. Nov. 2009 hier montiert wurde. Hauptgegenstand des Reliefs ist eine Karikatur von Kai Diekmann mit einem fünfstöckigen Penis. Im Titel des Kunstwerkes bezieht sich der Künstler Lenk auf die Bild-Verlegerin Friede Springer. Hintergrund für die Plastik ist ein Rechtsstreit um die im Mai 2002 in der taz-Reihe „Die Wahrheit“ erschienenen Satire „Sex-Schock! Penis kaputt?“ Deren Autor Gerhard Henschel dichtete Diekmann eine missglückte Operation zur Penisverlängerung an.

An der Hauswand sind außerdem Bild-Schlagzeilen zweifelhaften Inhalts angebracht: „Erstes Tor mit Penis geschossen“ oder „Vom Dackel der Schwiegermutter entmannt“.

 

Wir überquerten die Markgrafenstraße und sahen am Ende der Straße die Fassade des 1735 errichteten Kammergerichts, in dem sich heute der Eingang des Jüdischen Museums befindet.

 

Wir liefen weiter in die Rudi-Dutschke-Straße und machten einen Abstecher in die Fellner Straße und sahen uns hier ein „Wohnkarree“ an.

Zur Internationalen Bauausstellung 1987 war der Bezirk Kreuzberg ein Schwerpunk, und in diesem Rahmen wurden hier Häuser saniert und auch neue gebaut. In der Zeit wurde die sog. Blockrandbebauung“ wieder modern (schon im 17. Jahrhundert wurden großstädtische Blockrandstrukturen geschaffen). Man bezeichnet damit eine städtebauliche Gruppierung von Wohngebäuden in geschlossener Bauweise um einen gemeinsamen Hof. Die Häuser (wir besichtigten einen Wohnblock mit „niedrigen“, vierstöckigen Bauten) wurden in aufgelockerter Bauweise mit viereckigen und achteckigen Mieterhöfen und auch Mietergärten geplant und gebaut. Diese halböffentlichen Flächen sind im Allgemeinen begrünt und abgewandt vom Straßenlärm bzw. den Gebäudevorderseiten.

 

Später sahen wir noch einmal einen Gebäudekomplex – „Quartier Schützenstraße“ von dem italienischen Architekten Aldo Rossi – in der Blockrandbebauung, in den Jahren 1994 – 1998 auf einer Brache der Berliner Mauer errichtet. Diese Parzellenstruktur und Traufhöhe entspricht der alten Vorkriegsbebauung mit 7 Etagen, 4 Innenhöfen, davon einen achteckigen.

In eine Hausfassade wurden denkmalgeschützte Überreste eines Mietshauses integriert, die Fassade eines anderen Hauses erhielt ein verkürztes, originalgetreues Abbild des Eingangsbereichs des Palazzo Farnese in Rom von Michelangelo, die Gestaltung einiger grauer Dachgeschosse gibt es auch in Paris. Ansonsten sind die Fassaden modern, in den Farben leuchtend grün, rosa und grau gehalten.

 

Wir kehrten wieder zurück zur Rudi-Dutschke-Straße. In dieser Gegend von Kreuzberg befand sich früher das Zeitungsviertel, 147 Zeitungsverlage gab es hier um 1920, es war wohl in jener Zeit das größte Zeitungsviertel der Welt. Die Zeitungen erschienen damals täglich – morgens, mittags und abends – und dazu noch Extrablätter.

Wir machten unseren nächsten Halt am Hochhaus des Axel Springer Verlags. Zwischen 1959 und 1966 entstand hier quer zur damaligen Kochstraße (heute Rudi-Dutschke-Straße) mit dem goldfarbenen Gebäudeteil der erste Flügel des heutigen Hauses (während des Mauerbaus!).

1961 wurde zum Zweck des Neubaus die Ruine der dort befindlichen Jerusalemkirche gesprengt. Heute erinnert an dieses Gotteshaus ein in die Straße eingelassener (zickzackförmiger) Grundriss aus Pflastersteinen.

 

1966 wurde das 19-geschossige und 78 Meter hohe Hochhaus eingeweiht. Zur Einweihungsfeier des Verlagsgebäudes bezeichnete Axel Springer den Bau des Hauses in unmittelbarer Nähe der Sektorengrenze als einen „Schrei gegen den Wind“ – im Grunde genommen sollte es eine Provokation nach Ostberlin sein. Im Gegenzug entstand 1968 auf der Ost-Berliner Seite der Komplex der Leipziger Straße. Der Volksmund gebrauchte für die besonders hohen Bauten die Bezeichnung „Springerdecker“, da vermutet wurde, sie seien u.a. errichtet worden, um die großen Werbeanzeigen der Springerpublikationen Bild, Morgenpost, HÖR ZU und BZ auf dem Dach des Hochhauses des Axel-Springer Verlags zu verdecken.

 

Zwischen 1992 und 1994 entstand der parallel zur Rudi-Dutschke-Straße verlaufende zweite Flügel des Hochhauses, der durch seine ganzflächige Verglasung dominiert. Davor stehen drei Bronze-Portrait-Büsten von Altbundeskanzler Helmut Kohl, Russlands Ex-Präsidenten Michail Gorbatschow und dem ehemaligen US Präsidenten George Bush – ein Denkmal von Sorge Mangin mit dem Titel Väter der Einheit. Die drei Staatsmänner wurden mit einer unterschiedlichen Mimik dargestellt. Kohl erhielt einen „weitsichtigen, ernsten Ausdruck“, Gorbatschow eine „offenherzige Mimik“ und Bush ein „angedeutetes väterliches Schmunzeln“. Dieses Kunstwerk wurde 2010 zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung vom Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizäcker eingeweiht. Helmut Schmidt lobte bei seiner Festrede das herausragende Engagement der drei Politiker mit den Worten: „Ohne den Mut Gorbatschows, ohne die Umsicht von Bush Senior und ohne Kohls Entschlusskraft wäre die Einheit nicht gelungen“. Der Vorsitzende der Axel-Springer AG, Mathias Döpfner würdigte die „Väter“ mit den Worten: „Kohl habe Fakten geschaffen, Gorbatschow habe bewusst das Risiko des Machtverlusts in Kauf genommen und Bush habe im richtigen Moment Ja gesagt“. Neben diesem Denkmal erinnert seit vielen Jahren eine „Eule“ an den Ullstein Verlag.

 

Um das Gebäude herum befindet sich an der Axel-Springer-Straße die Skulptur „Balanceakt“ von Stephan Balkenhol. Das Werk besteht aus einem Mann mit einer schwarzen Hose, der auf einem Mauerstück der Berliner Mauer balanciert sowie elf um den Mann herum platzierten, originalen Mauerteilen. Die Figur ist aus Beton und bemalter Bronze gefertigt.

Das Denkmal soll an die „Deutsche Wiedervereinigung“ und hier besonders an den Mauerfall erinnern.

Westlich des Balanceaktes befindet sich seit dem 12. Juni 2012 eine Gedenktafel für Ronald Reagan, die zum 25. Jahrestag an seine berühmten Worte vor dem Brandenburger Tor erinnert: “Mr. Gorbatschow, open this gate. Mr. Gorbatschow, tear down this wall.“

 

Wir gingen auch in das Axel-Springer-Haus hinein. Bis 1995 befand sich hier die Druckerei des Springerverlags, dann wurde sie nach Spandau in eine neue Halle mit modernerer Ausrüstung verlegt. Das alte Druckereigebäude wurde abgerissen und dafür entstand an dieser Stelle die jetzige „Springer Passage“ als achtgeschossiges Geschäftshaus, das Hochhaus blieb weiterhin als Verlagshaus bestehen.

 

Auf der gegenüber liegenden Seite befindet sich das Mossehaus, das im 2. Weltkrieg stark beschädigt wurde, doch war es das einzige Gebäude der Straße, das das Bombardement wenigstens in Rudimenten überstanden hatte. Zu DDR-Zeiten wurde ein Teil des Gebäudes stark vereinfacht wieder aufgebaut. Nach der Wende wurde es aufwendig restauriert und der unmittelbar an der Jerusalemer Straße gelegene Teil rekonstruiert. Seit 2006 haben hier das Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaften und das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung ihren Sitz.

 

In der Zimmerstraße schauen wir uns den „Gedenkort von Peter Fechter“ an. Am 17. August 1962 wurde Peter Fechter an dieser Stelle von Grenzsoldaten der DDR erschossen, als er mit einem Arbeitskollegen versuchte, die Mauer in Richtung West-Berlin zu übersteigen. Zwei Kugeln trafen Fechter in Lunge und Bauch, so dass er schwer verletzt und vor Schmerzen schreiend am Fuß der Mauer zusammenbrach – dem Kollegen gelang die Flucht. 50 Minuten lang lag der 18-Jährige dort, ohne dass ihm jemand half. Polizeibeamte aus dem Westen klettern auf eine Leiter und fragten den Verletzten nach seinem Namen. Hinüber zu steigen, um dem Sterbenden zu helfen, das wagten sie nicht. Ein US-Leutnant verbot seinen Soldaten strikt jede Fluchthilfe. Auch die Vopos holten Fechter nicht aus der Todeszone heraus. Nachdem die DDR-Grenzer den Flüchtling endlich unter dem Schutz von Nebelkerzen geborgen hatten, konnte im Krankenhaus nur noch sein Tod festgestellt werden.

 

Zunächst erinnerte ein Holzkreuz an dieses Geschehen. Seit dem 13. August 1999 kennzeichnet eine Stele aus Basaltstein diesen Ort, gestiftet vom Axel Springer Verlag. Eine runde Pflastermarkierung aus dem gleichen Material auf der Fahrbahn davor kennzeichnet den Ort, an dem Peter Fechter starb. Daneben verläuft die mit Pflastersteinen gekennzeichnete Markierung des Mauerverlaufs.

 

Wir schlendern weiter zum Bethlehemkirchplatz an der Mauer-Ecke Krausenstraße und schauen uns die annähernd kugelförmige Skulptur an, die ein Bündel zusammengebundenen Hausstands von verschiedenen Möbeln und anderen Gegenständen darstellt – den Houseball. Die Skulptur ist 11 Meter hoch und wurde von den Bildhauern Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen geschaffen. Houseball stellt symbolisch den Hausstand eines Exilanten dar und nimmt Bezug auf das Relief „Böhmische Einwanderer“ am Denkmal Friedrich Wilhelms I. in Berlin Neukölln und das Bündel, welches dort von einer Frau getragen wird. Gleichzeitig symbolisiert es den Toleranzgedanken des preußischen Herrscherhauses und das Leid der evangelischen Exilanten aus Böhmen, die 1737 in ihrer Heimat aufgrund ihres Glaubens vertrieben wurden und sich in Böhmisch Rixdorf (heute Neukölln) mit der Erlaubnis Friedrich Wilhelm I. niederließen.

 

Unmittelbar vor dem Houseball befindet sich der aus Pflastersteinen gelegte Grundriss der ehemaligen Böhmischen Bethlehemskirche, die als zentrales Gotteshaus der Rixdorfer Böhmen 1737 in Berlin gebaut wurde, die aber 1963 aufgrund von starken Kriegsschäden abgerissen wurde.

 

Seit 2012 steht auf dem Platz eine 60 Tonnen schwere und 30 m hohe Stahlskulptur des spanischen Künstlers Juan Garaizabal, die die Umrisse der ehemaligen Kirche darstellt. Nach Streitigkeiten um eine sichere Verankerung der Stahlkonstruktion hat das Bezirksamt jetzt eine Genehmigung für die dauerhafte Aufstellung der Skulptur „Wandering Church“ bis vorerst 2024 genehmigt.

 

So langsam meldet sich der Hunger und Appetit auf ein Mittagessen. Im Vorbeigehen werfen wir von Weitem einen Blick auf das Informationszentrum für Politische Bildung an der Kronen-/ Ecke Friedrichstraße.

 

In der Taubenstraße sehen wir ein ockerfarbenes Gebäude – zwei Drittel des noch erhaltenen Pfarrhauses der Dreifaltigkeitskirche, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Auf einer Gedenktafel wird an Daniel Friedrich Schleiermacher erinnert, der hier teilweise wohnte, von 1808 – 1834 an der Dreifaltigkeitskirche als Prediger agierte und Mitbegründer und späterer Rektor der Berliner Universität war.

 

Nach zwei Stunden Stadtführung haben wir uns einen deftigen Imbiss verdient. Im „Maximilians“ – einem Bayerischen Restaurant an der Kronen- / Ecke Friedrichstraße – stillen wir unseren Durst mit einem bayerischen Bier und den Appetit mit „Bayerischen Schmankerln“.

 

Vielen Dank, liebe Andrea, für die interessante Führung! Ich – und ich denke auch alle anderen Teilnehmer – haben bei dieser Führung wieder einmal von einem Bezirk Berlins viele interessante Dinge erfahren und auch Sehenswertes gezeigt bekommen, was man vorher nur wage kannte oder über das man nicht genau Bescheid wusste. Ich freue mich schon auf die nächste Stadtführung im kommenden Jahr – ich kann nur sagen „das Mitgehen lohnt sich sehr“!!!

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