Basketball – Erstes Saisonspiel der mU9

Am Sonntag ist unsere u9 mit einem Heimspiel gegen das Team Alba Berlin 5 gestartet. Die Freude, endlich wieder gegen andere Mannschaften spielen zu können, war allen anzusehen.

Gegen das von Marius Huth (ehemaliger u18 Jugend-Nationalspieler) trainierte Alba Team gelang ein guter Start und es hieß schnell 4:0. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem Alba zwar in Führung ging, der Vorsprung jedoch immer im Bereich von 6 Punkten lag.

Erst in der zweiten Halbzeit konnte sich Alba schrittweise absetzen. Am Ende hieß es dann 30:54. Die Jungs haben alles gegeben und das Zusammenspiel im Team funktionierte schon gut. Fallen bei den kommenden Spielen ein paar Würfe mehr in den Korb, können wir bald den ersten Sieg bejubeln.

Bastian Horn

IMG_1673-640x480

20150927_141723-800x450

IMG_1674-640x480

Print Friendly, PDF & Email

Basketball – mU11 – Saisonvorbereitungsturnier in Friedenau

Zu einem sehr gelungenen Zeitpunkt lud der TSC Friedenau zum „1. Mammut Turnier“ am 12. September nach Schöneberg.
Insgesamt traten 9 Mannschaften u11 und 3 Mannschaften u10 an, um sich auf die schon nächstes Wochenende beginnende neue Spielzeit einzustimmen.
Die 3 Spiele in der Vorrunde wurden von unserer u 11 alle gewonnen, auch das Viertelfinale gegen eine der Alba – Mannschaften konnte zu unseren Gunsten entschieden werden.
Im Halbfinale dann hieß es Farbe bekennen: es ging gegen Tusli. Einen schnellen Rückstand konnten unsere Spieler mit toller Moral ausgleichen, entscheidend absetzen aber konnten sie sich nicht. Recht unglücklich fiel wenige Sekunden vor Abpfiff der siegbringende Korb; Tusli hatte mit 26:27 gewonnen.
Wirklich enttäuscht aber war keiner, die gegen Tusli gezeigt Leistung macht große Lust auf die neue Saison.
Das Spiel um Platz 3 gegen Südwest konnte recht deutlich gewonnen werden, ein schicker Pokal war der verdiente Lohn für die gezeigte super Mannschaftsleistung.

Wir freuen uns sehr auf die neue Saison!

S. Fürstenberg

 

IMG_0367IMG_0377IMG_0394

Print Friendly, PDF & Email

Berliner Bären Cup der Trampoliner ein voller Erfolg

Das hatten sich die Trampolinverantwortlichen vom VfL Lichtenrade zwar erhofft, aber nicht unbedingt erwartet.

Der inzwischen 12. Berliner Bären Cup am 12.09. für den Nachwuchs im Trampolinturnen, hatte bereits drei Wochen vor Wettkampfbeginn einen so großen Zuspruch, dass keine Anmeldungen mehr angenommen werden konnten. So mussten wiederholt Trainer von anderen Vereinen vertröstet werden. Die Organisatoren wollten eigentlich „nur“ 180 Meldungen für Aktive annehmen. Daraus wurden jedoch dann 196. Ein absoluter Rekord. „Das ist aber auch die absolute Obergrenze um den Wettkampf in der Organisation noch beherrschbar zu machen“ sagte Axel Stanske. Die Veranstaltung ist der größte Wettkampf für den Nachwuchs in Deutschland und richtet sich insbesondere an die Trampolinturnerinnen und Turner, die noch nicht die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften oder den Deutschlandpokal des Deutschen Turnerbundes erreichen.

Der Wettkampf wurde wieder bei traditionell gutem Wetter in der Schulsporthalle der Ulrich-von Hutten-Oberschule (UvH) ausgerichtet. Wie in den Vorjahren standen zwei Wettkampfgerichte für die Bewertung der geturnten Elemente auf den vier Trampolingroßgeräten zur Verfügung. Für die Übernachtungsgäste konnten die beiden Turnhallen der Käthe-Kollwitz-Grundschule  und für das Frühstück die Cafeteria der UvH  genutzt werden.

Bereits am Vortag waren die vielen Helferinnen und Helfer gefordert. Von der UvH wurden Bühnenelemente, Tische und Stühle per LKW in die Wettkampfhalle gefahren. Mittags begann dann der Aufbau des Podiums für die Kampfgerichte und die Protokolle. Während die vier Trampoline für den Wettkampf sowie die drei Geräte für den Einturnbereich hergerichtet und die Sicherheitsmatten ausgelegt wurden, waren weitere fleißige Helferlein damit beschäftigt die Halle mit den Fahnen der Bundesländer zu schmücken und die Lautsprecher sowie die Musikanlage zu installieren. Das Zeitfenster war hierbei denkbar knapp, da bereits von 17:00 bis 21:00 Uhr das Einturnen beginnen sollte.

Am Samstag war es dann soweit. Nach dem Frühstück ab 07:30 Uhr waren die ersten Sportlerinnen und Sportler erwartungsvoll in der Wettkampfhalle. Hier gab es dann noch eine Einturnmöglichkeit bis 10:40 Uhr, so dass mit dem Wettkampf pünktlich um 11:00 Uhr begonnen werden konnte.

Im Vorkampf turnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Pflicht- und eine Kürübung mit jeweils 10 Übungsteilen. Die Besten aus jeder festgelegten Jahrgangsgruppe konnten sich damit für das Finale qualifizieren.

Die Startkategorien waren in Nachwuchs 1 (einfache P-Übungen) und Nachwuchs 2 (M-Übungen) eingeteilt. Vom VfL waren insgesamt 14 Aktive am Start, von denen sich insgesamt 5 für die Finals qualifizieren konnten.

Im Nachwuchs 1, Jahrgangsklasse 2003 bis 2005 der männlichen Jugend überraschte Moritz Windmüller mit seinem 8. Platz (43,6 Punkte). Lara-Luisa Götting konnte sich bei den weiblichen Vertreterinnen erwartungsgemäß für das Finale qualifizieren. Mit Ihrer Finalkür konnte sie sich nochmals um einen Platz verbessern und belegte mit nur 0,3 Punkten Rückstand den unbeliebten 4. Platz (57,7 Punkte). Pech hatte dagegen Carlotta Mende, die bis kurz vor Schluss des Vorkampfes noch den 9. Platz belegte, der zur Finalteilnahme ausreichte. Sie wurde jedoch noch von Konkurrentinnen aus anderen Vereinen abgefangen und belegte insgesamt einen für sie guten 14. Platz (32,0 Punkte). Vor dem Hintergrund, dass sie erst 3 Monate der Trampolinabteilung angehört eine starke Leistung. Mia Jacobi verturnte sich leider in ihrer Pflichtübung und musste so einen Abbruch hinnehmen. Schade, denn bei einer kompletten Übung hätte sie durchaus gute Chancen auf einen Finalplatz gehabt. Auch die erst kürzlich zu uns gestoßene Mariam Allabadi (1999-2002) qualifizierte sich souverän für das Finale und belegte den 7. Platz (54,4 Punkte). Annika Lorenczat (1997-1998) konnte sich aufgrund ihrer besseren Finalkür noch um einen Platz verbessern und belegte mit ihrer Konkurrentin zusammen punktgleich den 2. Rang (56,3 Punkte).

In der höheren Klasse Nachwuchs 2 erreichte Leandra Kohn als einzige das Finale und erturnte den 8. Platz.

Unsere Leistungsträger Yannis Herpolsheimer (1999-2002) und Antonia Bendschneider konnten leider die erwarteten Ziele nicht erreichen. Während Antonia wegen einer Erkrankung nicht antreten konnte, verturnte Yannis seine Pflichtübung und hatte somit keine Chance mehr auf eine Finalteilnahme.

Vor der Urkundenverleihung konnten dann alle noch ein Auftritt des Europameisterschafts-Cheerdance-Team vom CfL Berlin und deren Nachwuchs-Minis bewundern. Die vier Darbietungen fanden großen Anklang und ernteten nicht nur zum Schluss, sondern auch viel Zwisachenapplaus.

Highlight für die vielen Nachwuchstalente war dann noch vor der Siegerehrung das Abspielen der Nationalhymne.

Nach dem Wettkampf haben wir als Veranstalter von den Vereinen viel Lob hinsichtlich der Ausrichtung und Organisation erhalten. Ein Verein äußerte den Hinweis, dass der Berliner Bären Cup zwischenzeitlich bundesweit sehr an Reputation in der Trampolinszene in Deutschland gewonnen hat und als wichtige Veranstaltung für den Nachwuchs angesehen wird.

Die Platzierungen der VfL-Aktiven im einzelnen:

Nachwuchs 1
Jahrg. 2006 + w
21.  Yaira Kohn 30,9 Punkte
Jahrg. 2003-2005 m
8. Moritz Windmüller 43,6 Punkte
Jahrg. 2003-2005 w
4. Lara-Luisa Götting  57,7 Punkte
14. Carlotta Mende  32,0 Punkte
20. Leonie Timm  31,4 Punkte
21. Annika Kitzmann  31,1 Punkte
27. Julia Kitzmann  29,8 Punkte
32. Celina Helmig  25,0 Punkte
35. Mia Jacobi  20,6 Punkte
Jahrg. 1999-2003 w
7. Mariam Allabadi  54,4 Punkte
11. Melissa Estrella Abamonga  31,5 Punkte
17. Sarah Allabadi  28,3 Punkte
Jahrg. 1997-1998 w
2. Anika Lorenczat  56,3 Punkte

Nachwuchs 2
Jahrg. 2003-2005
8. Leandra Kohn  59,8 Punkte
Jahrg. 1999-2002 m
9. Yannis Herpolsheimer  29,2 Punkte

Link zur Gesamtergebnisliste
Link zur Bären Cup-Seite

 

Print Friendly, PDF & Email

Fahrt über die Teupitzer Seen des Gesundheitssportes im VfL am 17.08.2015

Allen bekannt ist bestimmt die bald wieder aktuelle Verszeile: „Alle Jahre wieder…“. In Abwandlung hieß es zu diesmal: „Alle vier Jahre wieder…“.

So lud das immer aktive Veranstaltungsteam des Gesundheitssportes im VfL wieder zur Zehn-Seen-Rundfahrt nach Teupitz ein.

Bei guter Laune und auch gutem Wetter starteten wir auf die Minute genau um 13:45 Uhr in Lichtenrade. Schnell erreichten wir die Autobahn und ehe man es sich versah, hatte uns der Bus nach einer knappen Stunde in Teupitz abgesetzt.

Brav marschierten wir zum Anlegesteg Bohr’s Brücke. Doch es war kein Schiff zu sehen. Die aufkommende leichte Unruhe verschwand aber schnell, denn die MS Schenkenland legte kurz darauf an. So ging es dann ohne Drängeln an Bord.

 

 

Platz für alle war genügend vorhanden, im gemütlichen Unterdeck sowie auf dem Oberdeck. Unter Anweisung der freundlichen Besatzung verteilten wir uns, je nach Wetterfestigkeit, auf die beiden Decks.

Wenige Minuten später stachen wir in See, begleitet von den interessanten Erläuterungen des Kapitäns. Die Wiederholungsteilnehmer konnten dabei doch einige Veränderungen feststellen. So zeigte sich das einst stolze Schloß Teupitz inzwischen total zugewuchert.

 

 

Zu den zehn Seen gehören der Teupitzer See, hier begann unserer kleine Kreuzfahrt, der Schweriner See, der Zemminsee, der Schulzensee, der Große und der Kleine Moddersee, das hört sich nach Modderpampe an, der Klein Köriser See, der Hölzerne See, da war aber nur Wasser zu sehen, keine Baumstämme, der Schmöldesee und der Huschsee, hier war die große Wende der Rundfahrt.

Ein Höhepunkt war die Durchfahrt eines Kanals bei Groß Köris mit seiner etwas abenteuerlichen Klappbrücke. Dabei mussten auf einer Seite des Oberdecks die Plätze geräumt werden. Danach wurde die Reling herunter geklappt. Nur so passte unser Schiff unter der sehr eng bemessenen Klappbrücke hindurch.

 

 

Unterwegs mussten die Fahrgäste auf dem Oberdeck immer wieder die Köpfe einziehen, da einige Brücken sehr niedrig waren. Die Passage war dann nur im Sitzen erlaubt.

Auf dem Huschsee kam es noch fast zu einem Zusammenstoß mit einem Ruderboot.

Eine Gruppe junger Ruderanfänger geriet in unser Fahrwasser. Offenbar völlig unerfahren, versuchten sie mit panischen Ruderschlägen eine Kollision abzuwenden.

Letztendlich gelang das Ausweichmanöver, wenn auch sehr knapp.

 

 

Endlich in Prieros angekommen wurden unter den kritischen Augen unseres Veranstaltungsteams die gut verpackten Zutaten zum Buffet eingeladen. Auch der Kapitän packte mit an.

 

 

Nach dem Ablegen, nun schon auf Heimkurs, wurde das mit Spannung erwartete Buffet im Unterdeck liebevoll aufgebaut. Dann war es endlich soweit: Es wurde zum gesitteten Angriff auf die Köstlichkeiten aufgerufen. Drängeln war unnötig. Es war reichlich aufgetischt worden.

 

 

Satt und entspannt genossen die Teilnehmer die Rückfahrt durch die ruhigen Seen zum Anleger in Teupitz, wo der Bus schon auf die VfL-Heimkehrer wartete.

Wieder war ein schöner Ausflug, gut geplant vom Veranstaltungsteam, zu Ende gegangen. Dafür bedanke ich mich als Gast ganz herzlich.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

 

Print Friendly, PDF & Email

Bericht zum Vortrag „Koronare Herzkrankheit: Behandeln und Vorbeugen“ beim VfL Lichtenrade am 20.04.2015

Zum 2. Mal wurde mir die Ehre zuteil, vor der Herzsportgruppe des VfL Lichtenrade einen medizinischen Vortrag zu halten. Für diesen Vortrag wurde mit Herrn Dieter Schewe diesmal das Thema der Herzkranzgefäßerkrankungen gewählt. Nicht zuletzt ist das die Erkrankung, die am häufigsten als Todesursache in Deutschland angegeben wird. Dieses ist zunächst insbesondere für betroffene Menschen eine beängstigende Tatsache.

Hier sollte aber nachgedacht werden. Warum ist denn diese Erkrankung so häufig Todesursache? Eine Statistik über Todesursachen sagt ja doch letztendlich über die Gefährlichkeit oder die Behandlungsmöglichkeiten gar nichts aus. Diese Erkrankung ist deswegen eine so häufige Todesursache, weil diese Krankheit einfach so häufig ist. Man kann tatsächlich von einer Volkskrankheit sprechen. Man muss leider dazu sagen, dass man durchaus an Durchblutungsstörungen des Herzens sterben kann – insbesondere dann, wenn ein akuter Herzinfarkt abläuft. Andererseits muss betont werden, dass man mit einer Herzkranzgefäßerkrankung – oder koronaren Herzkrankheit (KHK), wie wir Mediziner sagen – auch gut leben kann. Die Behandlungsmöglichkeiten sind immer besser geworden. Man möge sich nur vorstellen, dass noch vor 20 Jahren bei einem akuten Herzinfarkt doppelt so viele Menschen gestorben sind im Vergleich zu heute. Auch im langfristigen Verlauf hat eine gezielte und präzise medikamentöse Behandlung zu klaren Verbesserungen geführt.

Wir haben hier aber eine Erkrankung vor Augen, für die der betroffene Patient selbst sehr viel tun kann. Dieses sollte natürlich ein wichtiger Aspekt des Vortrages werden. Wenn man aber vor einer so „engagierten Truppe“ wie der Herzsportgruppe in Lichtenrade redet, trägt man eigentlich „Eulen nach Athen“. Hier merkt man deutlich, dass viele schon intensiv etwas für sich und ihre Gesundheit tun. Trotzdem bleibt das ein interessantes Thema.

Moderiert wurde der Vortrag wieder von meinem ehemaligen Oberarzt und kollegialem Freund Dr. Rudolf Henzgen, ehemaliger Chefarzt im Wenckebach-Krankenhaus.

Inhaltlich ging es zunächst um die Frage, wo die verursachende Erkrankung, die man medizinisch Arteriosklerose nennt, her kommt. Es liegt schon auch nicht nur an unseren Genen sondern auch daran, wie wir Menschen uns in einer Industrienation entwickelt haben. Vom aktiven „Jäger und Sammler“ sind wir eigentlich zu einem „Faultier“ geworden. Das Leben ist bequem, man muss keine Energie aufwenden, man geht – oder noch besser fährt einfach in den Supermarkt und kauft ein. Keiner sagt einem, was dabei gut oder schlecht für die Schlagadern und damit auch für die Herzkranzgefäße ist. Die klassischen vier Risikofaktoren für eine Herzkranzgefäßerkrankung und auch für Arteriosklerose anderer Lokalisation – Rauchen, erhöhtes Cholesterin, Bluthochdruck und die Zuckerkrankheit- sind allgegenwärtig, Stress und Übergewicht kommen als ergänzendes Risiko hinzu.

Die Verengung der Herzkranzgefäße führt zu Beschwerden im Brustkorbbereich. Typisch ist dabei eine Enge hinter dem Brustbein aber auch im Bereich des Magens und zwischen den Schulterblättern auch mit Ausstrahlung in beide Arme und den Unterkiefer. Treten diese Beschwerden nicht nur bei anstrengender körperlicher Belastung sondern auch aus Ruhe heraus auf ist Gefahr im Verzug. Dieses kann das Vorliegen eines Herzinfarktes bedeuten, bei dem lebensbedrohliche Komplikationen (z.B. durch Herzrhythmusstörungen u.a.) möglich sind. Ein Infarkt bedeutet, dass ein Herzkrankgefäß verschließt. Dadurch geht, wenn nichts passiert, unweigerlich Herzmuskelgewebe zugrunde. Der Herzmuskel kann einen solchen Zustand zwar 3 bis 6 Stunden aushalten, danach kann er sich auch bei Behandlung oft nicht erholen und eine Schwächung der Herzfunktion ist dann die Folge. „Zeit“ ist also bei einem akuten Herzinfarkt nicht „Geld“ sondern „Herzmuskel“!

Ein frisch in der Klinik diagnostizierter Infarkt wird heute umgehend in einem Herzkatheterlabor behandelt. Dabei wird ein Verschluss des Gefäßes mit einer Ballondehnung beseitigt und in aller Regel mit Einsetzen von kleinen Gefäßstützen sogenannte „Stents“ (wie ein kleines Maschendrahtröhrchen) gesichert. Wichtig bei Stents ist –ob nun mit oder ohne Herzinfarkt eingesetzt- die medikamentöse Nachbehandlung. Im Vordergrund stehen hier Medikamente, die die Blutplättchen am Verklumpen hindern und damit Blutgerinnseln im Stent vorbeugen. Diese Medikamente (sog. Thrombozytenaggregationshemmer), die wie vorgeschrieben eingenommen werden müssen, sind dann problematisch, wenn auch andere Gerinnungshemmer wie z.B. Marcumar u.ä. eingesetzt werden müssen. Dieses wäre z.B. bei künstlichen Herzklappen und/oder dem sog. Vorhofflimmern der Fall. Diesbezüglich müssen häufig fachlich schwierige individuelle Entscheidungen getroffen werden, die von Patient zu Patient unterschiedlich aussehen können. Die verschriebenen Blutplättchenhemmer, bei denen ASS (Acethylsalicylsäure) das häufigste Präparat ist, sollten genau wie angewiesen genommen werden und nicht ungefragt abgesetzt werden. ASS wird ohnehin bei einer Herzkranzgefäßerkrankung dauerhaft verschrieben.

Weitere wichtige Medikament sind die Cholesterinsenker, die sog. Statine. Diese haben an einer sehr großen Patientenzahl ihre positive Wirkung auf die Schlagadern erwiesen. Der Blutdruck und ggf. auch ein erhöhter Blutzucker sollten gut eingestellt sein. In den aktuellen Leitlinien sollte der Ruhe-Blutdruck unter 140/90 mmHg gesenkt werden. Nur bei Diabetikern und schweren Nierenerkrankung wird eine etwas intensivere Senkung gefordert. Der Merksatz „so niedrig wie möglich“ gilt bezogen auf den Blutdruck nicht mehr. Dennoch bleibt ein niedriger Blutdruck für das Herz ein „gute Sache“.

Was dem Herz jenseits der ärztlichen Behandlung aber am besten hilft ist das, was man selber tun kann. Bewegung im Ausdauerbereich, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die durchaus mediterran geprägt sein sollte, Nichtrauchen und Stressvermeidung sind hier wichtige Faktoren. Ein Glas (roter) Wein ist für den, der es mag und darf, auch nicht schlecht aber vorsicht…. wann bleibt es schon bei einem Glas und das kann wiederum problematisch sein, da Alkohol den Blutdruck erhöht, die Herzfrequenz ansteigen lässt und auch noch sehr kalorienreich ist.

Der Vortrag endete mit einer sehr intensiven Fragerunde. Die „engagierte Truppe“, wie ich alle Beteiligten oben schon mal genannt habe, stellte so gezielte und genaue Fragen, dass es für Dr. Henzgen und mich zu einer Herausforderung wurde, alles gut zu beantworten. Ich hoffe, dass es uns gelungen ist ausreichend über diese Volkskrankheit beraten zu haben, so das der Betroffene gut über die Behandlung informiert ist und der nicht Betroffene weiß, wie er einer Erkrankung vorbeugen kann.

Wie heißt es immer so schön…. „ Vorbeugung ist die beste Medizin“ und das gilt insbesondere für die Herzkranzgefäßerkrankung.

Ich danke allen Beteiligten für das Interesse am Thema, für die intensive Diskussion des Themas und vor allem danke ich Dieter Schewe für die Organisation. Mir bleibt nur zu sagen: „Vor einer solchen Zuhörerschaft immer wieder gerne“.

Dr. med. E. Langheim, Oberarzt Kardiologie Reha Zentrum Teltow, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen

Print Friendly, PDF & Email

Handball-Oberliga Ostsee Spree Männer – Spielankündigung

Die erste Saison in der Oberliga Ostsee Spree steht vor der Tür und die Männermannschaft ist gut vorbereitet. Nach einer anstrengenden spielfreien Zeit konnte die Mannschaft die mit Viertliga besetzten Turniere in Wolfen und Warnemünde gewinnen.
Somit kann die Saison kommen.
Das erste Heimspiel findet am Samstag, den 19.09.15 um 17:30 Uhr in der Reinhold-Meyerhof-Sporthalle statt.

Flyer

Print Friendly, PDF & Email