Busfahrt des Gesundheitssportes im VfL zum Wörlitzer Park am 21. und 28.06.2017

Der Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 28.06.2017.

„Franz heißt die Kanaillie“. So steht es in Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“.

Einem anderen Franz, nämlich Fürst Franz (1740 – 1817), dem damaligen Landesherrn Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, ist es zu verdanken, dass im 18. Jahrhundert aus einer Sumpfbrache zwischen Elbe und dem Ort Wörlitz, dem Standort seines Schlosses, ein fast verwunschener Landschaftspark entstand.

Zwei, zu seiner Zeit bekannten Gartenbaumeister, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, zuständig für die Bauten, und Hofgärtner Johann Friedrich Eyserbeck, zuständig für die Landschaft, waren die Gestalter der Anlagen nach Italienischen und Englischen Vorbildern.

Die Busfahrt führte über die Autobahn A9, mit Fahrt über die Elbe, direkt in den Wörlitzer Park. Einladend empfing uns der prächtige Torbau des historischen Gästehauses „Zum Eichenkranz“, 1787 fertiggestellt.

Wie immer nach einer längeren Fahrt waren als erstes Ziel die Toiletten. Dann ging es aber schnurstracks an den Wörlitzer See zur Gondelstation.

Während die Mitfahrer der ersten Busfahrt noch ungehindert mit den Gondeln durch die See- und Kanallandschaft gondeln konnten, war für uns bei der zweiten Fahrt nur ein stark eingeschränktes Areal zu befahren. Grund war ein vorangegangener Gewittersturm, bei dem ca. 30 z. T. sehr alte Bäume, darunter eine 350 Jahre alte Eiche, abgebrochen oder entwurzelt worden waren.

Nur aus der Ferne waren das filigrane Palmenhaus sowie das Englisch-Italienische Gotische Haus zu sehen. Trotzdem war die Bootsfahrt bei strahlender Sonne ein Genuss. Erholsame Aussichten gab es auf den Schlosspark mit dem Schloss, den Weinberg , die Synagoge und die Rosenlaube auf dem Kleinen Heger. Vom Ufer aus grüßte die steinerne Muschelnymphe herüber. Zwischendurch zeigte sich mehrmals der schlanke, fremdartige Turm der Petrikirche.

Nach der Gondelfahrt war noch Zeit, einen kurzen Blick auf des Schloss, erbaut 1773, zu werfen.

Zum Essen ging es in das „Cafe Zum Eichenkranz“. Zügig wurden Getränke und Speisen aufgetischt. Der Nachmittag stand zur individuellen Gestaltung zur Verfügung.

Ein Spaziergang im weitläufigen Park wurde von einigen Mitgliedern in Erwägung gezogen. Doch ein rasch aufziehendes Gewitter machte einen dunklen Strich durch die Rechnung. So blieb nur der Besuch der Petrikirche aus dem 12. Jahrhundert, dessen Turm schon bei der Gondelfahrt entdeckt wurde, oder eine Schlossbesichtigung übrig. Im nahe gelegenen Küchenhaus, 1771 errichtet, konnte man auf der überdachten Terrasse auf das Regenende bei aufwärmendem Kaffee warten.

Kein Gewitter dauert ewig. So war es möglich, noch einige Schritte auf den aufgeweichten Parkwegen zu unternehmen. Umso schöner strahlten die zarten hellrosa Blüten der Seerosen.

Kurz vor 16:00 Uhr wurde zur Rückfahrt geblasen. Unterwegs trübte wieder so mancher Regenschauer die Aussicht.

Trotz des wetterbedingten, eingeschränkten Aktionsradius konnte man einen guten Eindruck von dieser herrlich romantischen Landschaft gewinnen.

Vielen Dank an das Organisationsteam für die Einblicke in ein kleines grünes Paradies.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Busfahrt des Gesundheitssportes nach Bernau und an den Gorinsee am 02. und 04.05.2017

Der Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 04.05.2017.

Im Programm stand der Besuch der Stadt Bernau bei Berlin. Auf diesen Zusatz sind die Bernauer besonders stolz.

Bei dem Namen Bernau kommt man auf die Idee, mal bei Zickenschulze vorbeischauen zu können. Die bekannte Ballade „Zickenschulzes Hochzeit“ von Fredy Sieg beginnt mit den Zeilen:

            Zickenschulze aus Bernau
            nahm sich schon de vierte Frau,
            und nun ham wer dann de Nacht
            ooch de Hochzeit mitjemacht.

Die Stadt aber auch einiges an Historie zu bieten. Das galt es zu erkunden.

Bei feuchtem Wetter brachte uns der Bus schnell an unser Ziel. Vom trockenen Bus aus war das Bauhausdenkmal aus den 1930-er Jahren vor den Toren der Stadt zu entdecken.

Es folgte eine Rundfahrt kreuz und quer durch die kleine Stadt. Am Einkaufscenter teilte sich die Gruppe.

Der wetterfeste Teil begann einen Rundgang zu Fuß in Bernau bei unaufhörlichem Regen. Der andere Teil wurde mit dem Bus zum Restaurant Schwarzer Adler, einem ehemaligen Bethaus der Kalandsbrüder aus dem 15. Jahrhundert, gebracht.

Immer an der Mauer entlang erkundete die wackere Fußgängergruppe, unter bewährter Führung von Frau Wodke, die Altstadt. Zu der Stadtmauer gehören imposante Stadttore, wie das Steintor aus dem 12. Jahrhundert und das 2013 nachgebaute Mühlentor.

Hier befindet sich nicht nur ein Kriegerdenkmal (1890), sondern auch ein Deserteurdenkmal (1998).

Dass die Stadtväter auf Sauberkeit bedacht sind, sah man an einer extra angelegten Hundetoilette direkt an der Stadtmauer. Fehlt hier eigentlich auch eine öffentliche Bedürfnisanstalt für die Besucher.

Historisch interessante Bauten, wie die Marienkirche (1519), das Rathaus (1805), der Pulverturm (12. Jahrhundert) und das berühmt-berüchtigte Henkerhaus (17. Jahrhundert), waren zu sehen. In der Nähe dieses etwas unheimlich anmutenden Hauses, heute ein Museum, steht ein Hexendenkmal (2005). Weniger grausig nimmt sich dagegen eine uralte Wasserpumpe an der Stadtmauer aus.

Nach dieser Exkursion trafen sich die Gruppen wieder und marschierten gemeinsam, am Goethepark vorbei, zum Bahnhof. Hier steht das Denkmal des VEB Schichtpressstoffwerkes in Form einer Digitaluhr (1988).

Wieder am Einkaufscenter angelangt, konnte endlich der trockene Bus bestiegen werden.

Zum Aufwärmen und zum Hungerstillen erreichte der Bus nach kurzer Fahrt durch die grüne regennasse Bernauer Heide das Gasthaus am Gorinsee.

Die vorbestellten leckeren Gerichte und die ersehnten, teils kühlen, teils warmen, Getränke sorgten schnell für eine behagliche Stimmung.

Wer nach dem Essen noch etwas Bewegung brauchte, folgte Frau Wodke zum Rundgang um den kleinen Gorinsee, einem Überbleibsel aus der jüngsten Eiszeit.

Als ortskundiger Führer begleitete uns der Wirt des Restaurants, zusammen mit seinem munteren Jagdhund. So konnten wir uns nicht verlaufen und erfuhren ganz nebenbei einige interessante Dinge rund um dieses Waldgebiet. Als Kuriosum sahen wir die ehemalige Pferdebadestelle, heute ein kleiner Badestrand und Angelplatz für die Einheimischen. Das Alles bei nur noch leichtem Nieselregen. Aber pünktlich zum Ende der Wanderung hörte der Regen auf. Die Rückfahrt wurde dann doch wieder vom Regen begleitet!

Nun hatten wir Zickenschulze doch nicht besucht, wie anfangs in Erwägung gezogen.

Nicht so schlimm. Wie das Ende der Hochzeit ausging, schildern die letzten Zeilen:

            Doch bald herrschte wieder Einigkeit im Saal
            und nu freu‘n sich alle schon auf‘s nächste Mal.
            Wenn sich Zickenschulze nu wieder scheiden lässt –
            Kinnerkins, dann jibt‘s noch mal so‘n schönes Fest.

Ein schöner Ausflug war es auch für uns trotz des vielen Regens.

Vielen Dank an das Organisationsteam für den historisch wertvollen Ausflug.

Fazit von Herrn Gebell vom Organisationsteam:

                                    Das Wetter war ja großer Mist.

                                    Aber man kann es auch positiv ausdrücken:

                                    Es war ein schöner Mist!

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Busfahrt des Gesundheitssportes im VfL nach Leipzig am 05.10.2016

Jeder kennt bestimmt das leckere Gericht: Leipziger Allerlei. Die Zutaten sind sicher bekannt. Sie bestehen aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln. Weniger publik ist die originale Beigabe von Lorcheln, eines Pilzes, der bei unsachgemäßer Zubereitung giftig ist.

Bei dieser Busfahrt der Herzsportgruppe ging es aber nicht um einen Kochkurs, sondern um einen kurzweiligen Ausflug in die geschichts- und literaturträchtige Großstadt im Herzen des Bundeslandes Sachsen.

Bei bester Laune und sehr pünktlich, trotz der Frühe, diesmal schon um 8:00 Uhr, startete der Bus der Fa. Palm gen Süden. Mit an Bord war auch Frau Wodke, die uns ihren früheren Studienort näherbringen wollte.

Nach etwa zwei Stunden gemütlicher Fahrt erreichten wir das erste Ziel in Leipzig, den Parkplatz direkt am großen Hauptbahnhof.

Die gewaltige Architektur des Bauwerkes war weniger von Interesse, sondern die Möglichkeit, bequeme Toiletten aufzusuchen. Wer sich außerdem im Inneren des Bahnhofes umsah, konnte eine Parade alter AEG-Elektrolokomotiven, eine Güterzug-Dampflokomotive und den legendären Dieselschnell-Triebzug der Baureihe 137 aus den 30-iger Jahren entdecken. Wem der Sinn weniger nach Technik stand, stöberte in den „Promenaden“, einer bunten Einkaufsmeile im Untergeschoß des Bahnhofes.

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Bald hieß es dann Einsteigen zur Rundfahrt. Wir durchfuhren die Stadtteile Gohlis, das Waldviertel, Plagwitz, Messe und landeten zum Schluss wieder im Zentrum.

Wir fuhren vorbei am Zoo mit dem eindrucksvollen Gondwanaland, einer frei begehbaren Urwaldlandschaft. In Gohlis sahen wir im Poetenweg das kleine Gohliser Schlösschen aus dem Jahre 1756, einst als Landhaus erbaut. Darin ist heute ein Restaurant untergebracht. Die nächste Sehenswürdigkeit stellte das Haus des ehemaligen Schokoladenfabrikanten Wilhelm Felsche in der Menckestraße 33 dar. An seinem Giebel prangt stolz der Schriftzug „VEB Goldeck“.

In der selben Straße hielten wir kurz vor dem Haus Nr. 42 an. Es ist das Schillerhaus, gebaut 1717. Der bekannte Dichter wohnte hier viele Jahre und schrieb 1785 das Lied an die Freude. Eine Kuriosität ist die ehemalige Drogerie, Ecke Schillerweg. Die Nashornköpfe über den Schaufenstern zieren heute die Fassade eines Kunsthauses mit Cafe.

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Bei der Fahrt durch das Waldviertel überquerten wir das Elsterbecken und erreichten den Industriebezirk Plagwitz. Hier stehen noch Fabrikgebäude aus der Anfangszeit der Industrialisierung. Nach dem Großindustriellen Heine ist ein von ihm erbauten Kanal benannt.

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Die Fahrt ging weiter durch die Szene-, Schlemm- und Trinkmeile, der Karl-Liebknecht-Straße. Hier reiht sich ein originelles Restaurant an das andere.

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Es folgte die MDR-City. Auch das 91 Meter hohe Völkerschlachtdenkmal, errichtet 1913, wurde nicht ausgelassen. Es soll an die Völkerschlacht 1813 vor den Toren von Leipzig erinnern. Sie führte während der Befreiungskriege zur Niederlage Napoleons gegen die Truppen Österreichs, Preußens, Russlands und Schwedens.

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Große Bedeutung erlangte Leipzig als Messestadt. Der Bus durchquerte das alte Messegelände mit dem markanten Doppel-M über der Einfahrt. Gleich darauf gelangten wir zur Deutschen Nationalbibliothek, gebaut 1912. Hier lagert von jedem Buch, dass jemals in Deutschland erschienen ist, ein Exemplar. Dieses Haus ist für jeden offen, zum Lesen bzw. Studieren.

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Auf dem Weg in das Zentrum streiften wir noch den Bayerischen Bahnhof. Er wurde 1842 von der Saechsischen Bayerschen Staats-Eisenbahn gebaut. Heute beherbergt er unterirdisch eine hochmoderne S-Bahn-Station.

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Über den Tröndlinring drehten wir noch eine Innerstadtrunde. Zu sehen waren das Reichsgericht, die Thomaskirche, der Augustusplatz mit dem Gewandhaus, das Augusteum, das Theater und das Krochhochhaus in der Goethestraße.

Nun war unser Wissensdurst ausreichend gestillt, inzwischen aber der Hunger umso größer. Zu Fuß erreichten wir in der Altstadt den berühmten Auerbachs Keller, in dem schon der große Deutsche Dichter Goethe getafelt hatte. Es ist die zweitälteste Gaststätte Leipzigs. Hier ersann er die Geschichten rund um den Professor Faust und Teufel Mephisto. Für uns war in dem stets gut besuchten Lokal reserviert worden und die ausgewählten Speisen kamen zügig auf die Tische. Beeindruckend waren die Wandbilder rund um das Thema Faust. Es war, als schauten uns die illustren Gestalten beim Essen zu. Wer etwas Kleingeld übrig hatte, konnte den Mephisto als Glasfigur für einige Hundert Euro erwerben.

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Nach der Mittagspause wanderte Frau Wodke mit zwei Gruppen nacheinander zu einigen interessanten Sehenswürdigkeiten durch die Altstadt. Der enge Stadtkern misst nur etwa 1 km im Quadrat. So war der Weg gut zu bewältigen. Leider gab es zwischendurch so manchen Regenschauer. Trockenen Fußes wurden die diversen Passagen erkundet, angefangen mit der Mädler-Passage. Gegenüber von Auerbachs Keller befindet sich der Markt mit dem historischen Rathaus aus dem Jahre 1558. Gleich dahinter liegt der Naschmarkt mit der alten Börse.

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Des Weiteren begrüßten wir Herrn Bach auf seinem Denkmalsockel vor der Thomaskirche. Neben der Kirche steht das Goldverzierte Haus der Commerzbank.

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Das als Messehaus 1894 erbaute Städtische Kaufhaus, heute das älteste Kaufhaus der Stadt, steht am Neumarkt. Im Hof winkt sein Förderer, Kaiser Maximilian I, von der Hauswand herab.

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Es folgte der Besuch des Neuen Augusteums, der über die Grenzen Sachsens hinaus bekannten Universität. In die moderne Architektur wurden Teile aus den, im 2.Weltkrieg zerstörten, alten Gebäuden eingebaut.

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Am Ende ging es noch zur Nikolaikirche mit der imposanten Nikolaisäule davor. 1989 begann hier die friedliche Revolution in der DDR.

So pünktlich wie die Fahrt begann, folgte um 16:00 Uhr die Rückfahrt. Müde, aber zufrieden mit dem heutigen Tage, ließen wir noch einmal die vielen Eindrücke dieses Ausfluges im Geiste Revue passieren.

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Vielen Dank an das Organisationsteam für den vielseitigen und interessanten Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Busfahrt nach Sacrow und Potsdam am 03. und am 04.08.2016

Dieser Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 04.08.2016.

Wenn Engel reisen, lacht der Himmel. Doch offenbar waren nicht nur Engel in der Gruppe, denn nach anfänglichem Sonnenschein gegrüßte uns der Ort Sacrow mit unfreundlichem Schauerwetter.

Während der Busfahrt wurde eine Programmänderung verkündet: Es geht nicht durch die Stadt über Charlottenburg und Kladow ans Ziel, sondern die Anfahrt erfolgt über den Berliner Ring und Potsdam. Das war eine kluge Entscheidung. Denn einerseits wären wir im Berliner Verkehrsgewühl kaum termingerecht in Sacrow angekommen. Andererseits ist die Fahrt über Potsdam viel abwechslungsreicher.

Kurz vor 11:00 Uhr entließ uns der Busfahrer in den Schloßpark.

Pech hatte nur, wer seinen Regenschirm im Bus ließ. So konnte zwar der Schirm nicht nass werden, dafür sein Besitzer umso mehr. So kam es dann auch. Kaum, dass wir das Schloß Sacrow, eigentlich ein Gutshaus, und die 1000-jährige Eiche bewundert hatten, bescherte uns Petrus seinen nassen Segen.

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Der nächste Besichtigungshöhepunkt war die kleine Heilandskirche am Ufer des Jungfernsees, einem Teil der Havel. Hier wurden wir vom Besucherbetreuer Herrn Drozd empfangen. Er führte uns in die Geschichte des Schlosses, des Parks dazu und der Kirche ein.

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Die Heilandskirche wurde 1841-1844 vom Preußischen Hofbaumeister Persius erbaut.

Die Kirche liegt wie ein Schiff halb im Wasser. Der Bauherr König Friedrich Wilhelm IV besuchte sie regelmäßig von Potsdam aus. Der einzeln stehende Glockenturm diente 1897 den Physikern und Technikpionieren Adolf Slaby und Georg Graf von Arco für die ersten Funkversuche in Preußen. Eine Asphalttafel am Turm würdigt dieses Ereignis.

Nichts erinnert mehr an die Aussperrung zu DDR-Zeiten. Die Kirche lag ab 1961 nach dem Mauerbau im Sperrgebiet und konnte daher nicht mehr betreten werden. Allmählich zerfiel das einzigartige Gebäude. Erst 1985 konnte mit Mitteln der Bundesrepublik auf Betreiben des damaligen Berliner Bürgermeisters Richard von Weizäcker das Äußere der Kirche zur Substanzsicherung wiederhergestellt werden. Doch bis zur Wende 1989 dämmerte sie ungenutzt vor sich hin.

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Heute erstrahlt das Innere wieder im alten schlichten Gewand. Beachtlich ist die Kirchendecke. Sie ist mit einem Sternenhimmel aus Stoff ausgekleidet. Dadurch wirkt die Kirche innen viel höher als sie in Wirklichkeit ist. Auch die Adler an den Lesepulten täuschen den Besucher. Sie sehen aus, als wären sie aus Holz geschnitzt. Doch sie sind aus bemaltem Zinkguss.

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Nach der Kirchenbesichtung teilte sich die Gruppe. Wer gut beschirmt war, folgte Frau Wodke, unserer bekannten Reiseleiterin, zur Halbinsel Medehorn. Der Rest wanderte auf kurzem Weg durch den Schloßpark zum Bus.

Der Park wurde nach dem Muster aller Potsdamer Gärten vom Gartengenie Peter Joseph Lenné angelegt. Immer wieder öffnen sich Sichtachsen zu markanten Potsdamer Punkten wie Schloß Babelsberg, Marmorpalais, Pfingstberg und Nikolaikirche. Schade nur, dass der Regen die Sicht etwas vernebelte.

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Auch der Gang über die Halbinsel Medehorn war ein feuchtes Vergnügen. Diese Halbinsel lag zu DDR-Zeiten ebenfalls im Sperrgebiet und konnte nur mit Sondergenehmigung von ausgesuchten Bewohnern betreten werden. An der Verbindungsstraße zwischen Potsdam und Kladow erinnert ein Wegweiser am heutigen Mauerweg an die Teilung Deutschlands.

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Gemeinsamer Treffpunkt war zwecks Mittagsessen das Restaurant zum Sacrower See in Sacrow, inzwischen ein Ortsteil von Potsdam. Hier war es richtig gemütlich. Die Stimmung, die wie die Temperaturen nach dem Regenabenteuer langsam im Keller angekommen war, hob sich merklich. Die Getränke kamen genauso zügig wie die vorbestellten Essen. Der Mittagsschlaf konnte dann während der Busfahrt nach Potsdam abgehalten werden.

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Mitten auf dem Alten Markt wurde die Busfuhre auf historischem Boden abgeladen. Auch hier ergab sich eine Gruppenteilung. Die inzwischen Wettererprobten folgten Frau Wodke zum wieder aufgebauten Stadtschloß, dem heutigen Sitz des Brandenburger Landtages. Die anderen Gruppenmitglieder erkundeten die Cafes in der Nähe.

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Die Stadtführung ging vom Alten Markt aus hinüber zum Neuen Markt. Mitten darin steht die alte Stadtwaage, heute ein Italienisches Restaurant. Weiter zogen wir zum Kutschstall. Über seinem Portal thront ein steinernes Kutschgespann in Erinnerung an den etwas waghalsigen Leibkutscher Friedrichs des Großen.

Vorbei am Marstall, in dem das Filmmuseum untergebracht ist, erreichten wir den Lustgarten. Bei Nieselregen begrüßte uns Neptun mit seinen Gefährten und angedeuteter Barke im Bassin des ehemaligen Festplatzes, einst angelegt für die Verlustierung der Preußischen Untertanen. Nach dem 2. Weltkrieg war diese Figurengruppe zugeschüttet worden. An Stelle des Lustgartens wurde das Ernst-Thälmann-Stadion gebaut, das nun wieder verschwunden ist. So ändern sich die Zeiten!

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Der Rückweg erfolgte an der Havel entlang, der Alten Fahrt, über die Freundschaftsinsel.

Balsam für das Auge waren die zahlreichen schönen Blumenbeete. Unter anderem entdeckten wir ein Bronze-Pärchen mit Regenschirm, passend zum Wetter.

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Gegen 16:30 Uhr wurde zur Rückfahrt geblasen. Wieder auf dem Alten Markt wartete schon der Bus der Firma Palm. Er stand zwischen dem preußisch klassisch gestalteten Wiederaufbau des Stadtschloßes und der modernen, nun aber unansehnlich gewordenen Universitätsbibliothek in DDR-Architektur. Größer kann ein Kontrast nicht sein.

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Trotz des teilweise sehr feuchten Klimas war es ein gelungener Ausflug zu einigen Prachtstücken aus der Preußischen Vergangenheit.

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Vielen Dank an das Organisationsteam. Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Busfahrt nach Neuhardenberg am 14. und 15.06.2016

Dieser Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 14.06.2016.

Zu diesem Ausflug hätte es eigentlich einer Anreise hoch zu edlem Ross bedurft. Denn der Besuch galt einem hochherrschaftlichem Orte, der eng mit der Geschichte Preußens verbunden ist: dem Schloß Neuhardenberg.

Aber eine bequeme Beförderung im gemütlichen modernen Reisebus, der schon oft gebuchten Reisebusfirma Palm, tat es schließlich auch. So ging die Fahrt durch die Mark Brandenburg über Autobahn und Landstraßen in weniger als zwei Stunden zum Zielort.

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Dort gab es erst einmal den wichtigen Gang zu den Toiletten. Herr Schewe versprach zur Beruhigung der Businsassen, er werde dort zeigen, wie es geht.
Mit dieser ungewollten Humoreinlage war das gute Gelingen des Tages eingeleitet.

Das Gut Neuhardenberg hieß einst Herrensitz Quilitz und war ursprünglich ein Geschenk Friedrichs des Großen an seinen Rittmeister von Prittwitz als Dank für die Rettung Friedrichs in der Schlacht bei Kunersdorf 1759.
1811 wurde Quilitz wieder an die königliche Krone zurückverkauft. Es ging im selben Jahr als königliche Dotation vom König Friedrich Wilhelm III an den Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg. Dann erst erhielt es den heutigen Namen Neuhardenberg. Er ist vom Stammsitz der Fürstenfamilie, Burg Hardenberg in Niedersachsen, abgeleitet.

In der Zeit von 1949 bis 1990 hieß der Ort Marxwalde. Die Umbenennung sollte die Abkehr von allen früheren preußischen Feudalgedanken demonstrieren. Ab 1954 wurde Marxwalde zu einem sozialistischen Musterdorf entwickelt. Ein Relikt aus dieser Zeit ist der ehemalige Militärflugplatz der NVA im Norden des Ortes, heute ein Zivilflughafen.

Im würdevollen schwarzen Anzug empfingen uns zwei Schlossführer. Wegen der großen Gruppenstärke gab es eine Aufteilung: Ein Teil begann mit der Schinkelkirche, der andere Teil besuchte zuerst das Schloss.

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Beginnen wir mit der Schinkelkirche, 1809 gebaut auf dem Fundament einer abgebrannten Kirche aus dem 14.Jahrhundert. Sie trägt, nach teilweiser Entstellung zu DDR-Zeiten, wieder die eindeutigen Züge des genialen und fleißigen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel.

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Sparsam und wirkungsvoll zugleich ist die Gestaltung des Innenraumes. Säulen und Ornamente nach antikem Vorbild sind nur aufgemalt, nicht real vorhanden. Das handwerklich aufwendig gefertigte, mehrteilige Taufbecken aus Eisenguss verdient besondere Beachtung.

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Als Kuriosität ist das mumifizierte Herz des Erstbesitzers Joachim Bernhard von Prittwitz in einem Glasgefäß unter dem Altar zu besichtigen.

Im zweiten Teil der Führung kam das stolze Schloss an die Reihe. Nach einleitenden Worten im Vestibül besichtigten wir die schmuck hergerichteten Räume.

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Während der Schlossbau Schinkels Handschrift trägt, wurden die Innenräume von Carl Gotthard Langhans gestaltet. Besonders einladend hergerichtet zeigte sich der Gartensaal, in dem auch Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder andere große Feiern, durchgeführt werden.

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Das originale Mobiliar des Schlosses war im Laufe der volkseigenen Nutzung während der DDR-Zeit abhanden gekommen.

Die heutigen Einrichtungsgegenstände wurden im zeitgemäßen Stil nachgekauft. Im Ahnenzimmer hingen früher die Portraits der einstigen Schlossbewohner. Heute ist nur noch als Besonderheit ein altes Landschaftsbild zu bestaunen, das aus winzigen Mosaiksteinchen geschaffen wurde.

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An der Parkseite des Schlosses steht eine riesige Platane, gepflanzt zu Zeiten des Erstbesitzers von Prittwitz. Wie in die Zukunft schauend, sprießen kleine junge Sprosse aus dem dicken Stamm des ehrwürdigen alten Baumes empor.

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In der Orangerie war für unsere inzwischen hungrige Gruppe festlich gedeckt worden. Schnell wurde aufgetischt. Die Speisen waren mit Pfiff angerichtet und recht schmackhaft. Dummerweise war bei unserem Tisch das Bierfass leer. Die Nachlieferung war dadurch stark verzögert. Das erinnerte ein wenig an vergangene Zeiten.

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Nach dem Essen folgte der obligatorische Verdauungsspaziergang durch den Park. Je nach Kondition erkundete man das weite Areal im kleinen oder großen Umfang.

Die Parkanlage wurde von den Herren Hermann von Pückler-Muskau und Peter Joseph Lenné gestaltet. Die leicht hügelige Landschaft ist durch die Eiszeit geprägt und ist von den Gartenbauern mit Sichtachsen und bogenförmigen Wegen aufgewertet worden.

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Zu Ehren Friedrichs des Großen thront ein Denkmal auf einer künstlich angelegten Insel.

Zwischen Götterfiguren aus der griechischen Antike, der Minerva und dem Mars, ist das Portrait des Monarchen versteckt eingebettet.

Schwer zu entdecken waren auch die Reste des Eiskellers. Sie wurden etwas verdeckt durch überlebensgroße Holzbilder der Prinzessinnen Luise und ihrer Schwester, angelehnt an die berühmte Figurengruppe des Bildhauers Schadow.

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Pünktlich zur Kaffeezeit setze ein kurzer aber heftiger Gewitterguss ein und machte damit jedem weiteren Rundganggedanken ein Ende.

Bis zur Abfahrt war noch etwas Zeit für weitere Erkundungen. So konnten der kleine Sommergarten neben der Orangerie und das elegante Hotel Schloß Neuhardenberg, untergebracht in den früheren Wirtschaftsgebäuden, in Augenschein genommen werden.

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Auf dem Schinkelplatz stehen junge Linden zweireihig in preußisch-akkurater Manier. Sie führen zu einem Obelisken mit Erinnerungsplaketten zur Historie des Ortes.

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Um 16:00 Uhr sammelte uns der Bus in der Karl-Marx-Allee wieder zur Rückfahrt ein. Netterweise wählte der Busfahrer eine etwas andere Route als bei der Hinfahrt. Nach gut einer Stunde waren wir schon wieder in Berlin.

Vielen Dank an das Organisationsteam für den historisch und landschaftlich sehr interessanten Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Unser Herz ist schon faszinierend

Die Herzfunktion und wie kann man sie diagnostizieren

Eine Zusammenfassung des Vortrages für die Gesundheitssportgruppe des VfL Lichtenrade vom 06.04.2016

 

Dieter Schewe hatte mich bereits 2015 gebeten doch noch mal einen Vortrag für die Gesundheitssportgruppe des VfL Lichtenrade zu halten. Erneut war ich beeindruckt, wie viele Menschen sich dem Thema Herzmedizin annähern wollen. Der Saal im Gemeinschaftshaus Lichtenrade war gut gefüllt, was sicherlich Dieter Schewe und dem von ihm organisierten Programm auch im Anschluss an den Vortrag zu verdanken ist.

Diesmal wollte ich nicht über Krankheiten erzählen, sondern einfach mal darüber berichten, wie ein Herz eigentlich so funktioniert. Und da das ja eigentlich, wenn man es nicht zu detailliert betrachtet, relativ einfach ist, dachte ich mir: „Auch die Bedeutung der ganzen Untersuchungen, die ein Kardiologe macht, könnte interessant sein.“

Vier „Sachen“ braucht ein Herz, um arbeiten zu können:

  1. Die Herzmuskulatur
  2. Herzklappen
  3. Herzkranzgefäße
  4. Elektrischer Taktgeber (Reizbildung und Reizleitung)

Übertragen auf einen Motor könnte man auch sagen: Motor, Ventile, Benzinleitungen und Zündkerzen…

Unsere Herzmuskulatur umgibt vier Herzhöhlen, die durch Scheidewände und Klappen voneinander getrennt werden. Da gibt es die Vorhöfe (Atrium) und die Kammern (Ventrikel) jeweils einmal rechts und einmal links. Die Vorhöfe haben die Aufgabe das Blut zu sammeln und an die Kammern weiter zu geben, die Kammern machen die eigentliche Pumparbeit. Das Herz ist der Motor unseres Kreislaufes. Fangen wir mal mit der linken Herzkammer an. Diese wurde gerade vom linken Vorhof über eine Herzklappe (Mitralklappe) mit sauerstoffangereichertem Blut gefüllt. Die linke Kammer pumpt (Systole) das Blut über die Aortenklappe in unsere Schlagadern, dehnt sich dann wieder, um sich dabei erneut zu füllen (Diastole). Durch dieses ständige Pumpen wird das sauerstoffreiche Blut zu unseren Organen transportiert, der Sauerstoff wird an die Zellen des Körpers abgegeben und dient der Gewinnung von Energie in unserem Körper. Dieses ist der elementare lebenswichtige Vorgang in unserem Körper. Gleichzeitig entsteht bei der Energiegewinnung Kohlendioxid (sozusagen als Abfallstoff), dieses Kohlendioxid wird über die Venen zum Herzen transportiert, gelangt in den rechten Vorhof, von dort über eine Klappe (Trikuspidalklappe) in die rechte Kammer und die pumpt das Blut über die sogenannte Pulmonalklappe wieder in die Lunge. Dort wird Kohlendioxid abgegeben und wieder Sauerstoff aufgenommen. Das Blut sammelt sich wieder im linken Vorhof… und das Ganze geht von vorne los. Die vier Herzklappen haben dabei die Aufgabe, dem Blut die richtige Richtung vorzugeben. Eigentlich muss man ja auch von zwei Kreisläufen sprechen und zwar vom Körper- und vom Lungenkreislauf. Deswegen ist unser Herz auch in eine rechte und eine linke Hälfte aufgeteilt.

 

Aber warum schlägt unser Herz überhaupt? Wie bekommt es den „Befehl“ dazu? Dieses ist ein Thema, über das Vielen nicht so viel bekannt ist. Der Vorgang ist sehr beeindruckend. Am Dach unseres rechten Vorhofes sitzt eine Ansammlung von spezialisierten Zellen, die wir Sinusknoten nennen. Diese Zellen sind tatsächlich in der Lage, einen elektrischen Strom zu produzieren. Dieser Strom fließt über dafür spezialisierte Bahnen sehr schnell zu unseren Herzmuskelzellen. Immer wenn der Strom fließt, ziehen sich unsere Herzmuskelzellen zusammen und das Herz pumpt. Man könnte es auch anders herum sagen. Sollte der Strom nicht fließen, schlägt unser Herz auch nicht… ein lebenswichtiger Vorgang also, der sich 100.000-mal am Tag, 36.000.000-mal im Jahr und in einem 80-jährigen Leben ungefähr 2.880.000.000-mal abspielt.

Kann man die Ströme die am Herzen fließen eigentlich sehen oder messen? Diese Frage wurde natürlich von diesen Zuhörern umgehend beantwortet… „In einem EKG (Elektrokardiogramm)“. Aber auch das wissen eben nicht alle. Viele denken, das EKG hat was mit der Bewegung des Herzens „oder so“ zu tun. Es zeigt allerdings nur die Stromflüsse an unserem Herzmuskel, die man von der Körperoberfläche ableiten kann. Dennoch hat das EKG dadurch eine hohe Aussagekraft bezüglich einer Herzschädigung und insbesondere bei Herzrhythmusstörungen. Dieses Thema war eine gute Überleitung zur Diagnostik des Herzens. Das EKG sagt ja auch etwas zur Herzdurchblutung aus. Dabei ist es allerdings ratsam, das EKG insbesondere unter körperlicher Belastung durchzuführen (Belastungs-EKG). Wenn man den Motor und seine Benzinleitungen testen will, dann muss man eben Gas geben. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft bezüglich eventueller Herzkranzgefäßprobleme. Ist ein Mensch von einer Herzkranzgefäßerkrankung betroffen, so sollte regelmäßig z.B. alle 6 Monate ein Belastungs-EKG durchgeführt werden, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Um Bilder von unserem Herzen zu erhalten, eignet sich besonders gut die Echokardiographie. Dabei werden mit Hilfe von harmlosem Ultraschallbildern des sich bewegenden Herzens gemacht. Die Echokardiographie sagt uns viel über die Funktion und Kraft unserer Herzkammern aus und stellt auch die Herzklappen sehr gut dar. Die Messung der Pumpleistung, insbesondere der linken Herzkammer, erfolgt über die sog. Ejektionsfraktion. Dieser Wert sagt aus, wie viel Prozent die vollgefüllte linke Herzkammer auswerfen kann. Das kann also niemals 100 % sein, da sich das Herz dann ja komplett leeren müsste. Der Normwert liegt bei > 55 %. Sie glauben ja gar nicht, wie viele erschreckte Gesichter ich schon gesehen habe, wenn ich Patienten gesagt habe, dass Ihre Pumpleistung bei 60% liegt. Dabei ist das ein hervorragender Wert. Eine Sache sieht man im Herzecho allerdings nicht, die Herzkranzgefäße. Zur Darstellung der Herzkranzgefäße wird daher eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig. 1929 hat Werner Forßmann sich selbst im Krankenhaus Eberswalde einen Katheter zum Herzen geschoben, um zu beweisen, dass man damit in Zukunft das Herz untersuchen und vielleicht auch behandeln kann. Keine 100 Jahre später ist ein Herzkathetereingriff eine Routineuntersuchung, bei der Verengungen oder sogar Verschlüsse der Herzkranzgefäße mit Gabe von Röntgenkontrastmittel in die Kranzgefäße festgestellt und dann auch gleich behandelt werden können. Auch moderne Verfahren wie die Kernspintomographie – auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt – und die Computertomographie des Herzens spielen dabei heute eine zunehmend Rolle. Dabei ist es auch möglich, Bilder von den Herzkranzgefäßen zu bekommen, ohne dass ein Herzkatheter eingeführt werden muss. Im Falle einer festgestellten relevanten Engstelle wäre aber auch im Gegensatz zu einer Herzkatheter-Untersuchung keine direkte Behandlung möglich.

Im Vortrag wurden viele Bilder zu den Untersuchungen gezeigt, die auf hohes Interesse gestoßen sind. Wie interessiert diese Gruppe ist, zeigte sich einmal mehr in der an den Vortrag anschließenden Fragerunde. Dabei war es mir wieder ein Vergnügen, die gut überlegten und auch durchaus komplizierten Fragen zu beantworten. Ich hoffe erneut, dass die Teilnehmer aus diesem Vortrag wichtige Informationen mitnehmen konnten. Ich habe bei diesem Vortrag selbst immer nur ein Ziel… unser Herz ist ein unglaublich faszinierendes und solides Organ, welches in einem langen Leben wie oben angegeben 3.000.000.000-mal schlägt. Wir sollten es respektvoll behandeln!

 

Dr. E. Langheim (Internist, Kardiologe, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen)

Oberarzt am Reha-Zentrum Seehof in Teltow

Herz

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Busfahrt nach Adlershof, Köpenick und Müggelsee des Gesundheitssportes im VfL am 03. und am 04.05.2016

Die Ankündigung der Fahrt klingt sehr vielversprechend. Doch genau genommen kurvten wir nur in einem einzigen, wenn auch dem flächenmäßig größten, Berliner Bezirk, umher: In Treptow-Köpenick.
Eingesammelt wurde die neugierige VfL-Schar wieder in Lichterade und pünktlich um 10:00 Uhr ging die Fahrt los. Mit von der Partie war unsere bekannte Stadtführerin Frau Wodke.
Die Fahrt führte erst einmal raus aus Berlin über die Autobahn vorbei an Schönefeld mit altem und zukünftigem Flughafen.
Von Süden her tauchten wir in die völlig neu gestaltete Berliner Stadtlandschaft Adlershof ein. In Erinnerung schwebt einem noch der erste Berliner Flughafen Johannisthal gleich nebenan vor. Dieser wurde auf Befehl von Kaiser Wilhelm II hier draußen angelegt. So entstand der zweite Motorflugplatz in Deutschland. Das Tempelhofer Feld wurde damals noch als Truppenübungsplatz gebraucht.
Unser Bus kreuzte nun durch das ehemalige Gelände des historischen  Aerodynamischen Parks, errichtet 1920 bis 1930, und den neu entstandenen Gebäuden des Universitätsquartiers der Humboldt-Universität.

Köpenick1

Bestaunt wurde der Trudelturm, der Windkanal, der Motorenprüfstand sowie die Isothermischen Kugellabore, alle aus den Anfängen des Areals. Zwischen den modernen Gebäuden waren noch alte Hallen zu entdecken. Aus den DDR-Zeiten stehen die Fernseh-Sende- und Studiogebäude, teils mit modernen Erweitungsbauten.

Originell waren die sich drehenden Köpfe auf dem Forum des Humboldt-Campus.

Köpenick2

Adlershof ist heute nicht mehr eine abgeschottete Forschungs- und Industriestätte, sondern zieht heute wieder junges Leben an. Die Anbindung an Berlins Mitte mit Straßenbahn und S-Bahn ist eine wichtige Voraussetzung dafür.

Köpenick3

Weiter ging es nach Oberschöneweide, einem weiteren Bezirksteil von Treptow-Köpenick. Vorbei ging die Fahrt an den ehemaligen AEG-Hallen und dem Kraftwerk Oberspree. Zum Teil sind hier Lehreinrichtungen der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) untergebracht.

Köpenick4

Ein wenig die Füße vertreten konnten wir uns am Ende der Wilhelminenhofstraße. Am Ufer der Spree begrüßte uns ein ausgedienter Kran, heute als Kranhauscafe eingerichtet. Das im Krieg teils zerstörte Gelände beherbergt wieder einige Industrie. Am Spreeufer liegt ein Neubau der HTW. Ganz versteckt zeigte sich die Rathenau-Villa. Walter Rathenau war nicht nur der Gründer des Industriegiganten AEG, sondern auch in der Politik sehr aktiv. 1922 wurde er Opfer eines politischen Attentates.

Köpenick5

Etwas mittagsmüde kutschierte uns der Bus an den erholsamen Müggelsee. Im Restaurant Rübezahl gab es die ersehnten Stärkungen.

Köpenick6

Ein wenig Zeit war noch, um sich kurz unter lautem Gezeter der Rohrammer im Schilf am Seeufer die Beine zu vertreten. Bald darauf steuerten wir das Endziel an, die Köpenicker Altstadt.

Köpenick7

In zwei Gruppen aufgeteilt, zeigte uns Frau Wodke einige interessante Ecken und Plätze mit historischem Hintergrund. Der Rundgang begann auf der Schloßinsel mit dem Schloß Köpenick, gebaut 1558.

Köpenick8

Der Weg führte vorbei am Denkmal für Henriette Lustig, der ersten Waschfrau des Ortes Köpenick. Sie betrieb ab 1835 die erste Lohnwäscherei und legte damit den Grundstein zur Waschküche Berlins.

Köpenick9

Früher wurde hier am Ufer der Dahme, einem Spreearm, die Wäsche im Flusswasser gewaschen. Daher wird diese Bucht der Frauentog genannt.

Dem legendären Waschdrang der Köpenickerinnen sind an den Hauseingängen der Häuser gegenüber an der Müggelheimer Straße, Ecke Amtsstraße, einige humorvolle Reliefs gewidmet.

 

Vom Kiez aus führte der Rundgang zum Alten Markt mit dem Heimatmuseum und der Gedenktafel für Henriette Lustig. Nach einem Blick zur Spree überquerten wir den Futranplatz und landeten schließlich am Rathaus. Dort begrüßte uns der Hauptmann von Köpenick, in Bronze gegossen. Ein Blick in das Rathaus lohnte sich der schönen Buntglasfenster im Treppenhaus und natürlich des leeren Tresorraumes wegen, aus dem damals der Schuster Wilhelm Voigt, als Hauptmann von Köpenick, der Inhalt der Stadtkasse ausgehändigt wurde.

Köpenick10

Nach all den vielen Eindrücken vom Besuch des großen Bezirkes Teltow-Köpenick brachte uns müde Ausflügler der Bus wieder nach Hause.

 

Die Ankündigung hatte also nicht zu viel versprochen. Vielen Dank an das Organisationsteam.

 

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Weihnachtsfeier des Gesundheitssportes am 05.12.2015

Sie kennen bestimmt den folgenden Weihnachtsliedanfang:

„Süßer die Glocken nie klingen, als zu der Weihnachtszeit.“

Diesmal musste es heißen: Süßer die Kehlen nie klingen… als von den zahlreichen Mitgliedern und Gästen des VfL-Gesundheitssportes.

Der Saal im Gemeinschaftshaus Lichtenrade war weihnachtlich festlich geschmückt, auch die Gäste gaben den entsprechenden Rahmen dazu.

Schlag 18:00 Uhr begann die Feier mit der Begrüßung durch Frau Wilking, der 1. Vorsitzenden der Gesundheitssportabteilung. Die Moderation des Abends übernahm dann Herr Schewe.

1

Die ausgelegten Naschereien auf den Tischen fanden schnell ihre Abnehmer. Dabei kreisten die Kaffeekannen für die noch anzufeuchtenden Kehlen.

Denn der eingeladene „Chor der Freude“ der Leo Kestenberg Musikschule unter der Leitung von Frau Claudia Mokri brachte nicht nur passende Lieder und Anekdoten zu Gehör. Er animierte auch zum kräftigen Mitsingen. Zwischendurch verkündete Herr Pfarrer Sehmsdorf eine vorweihnachtliche Botschaft zum Nachdenken aber auch ein wenig zum Schmunzeln.

2

Wie in den vergangenen Jahren schon wurden an die fleißigen ehrenamtlichen Helfer, Therapeuten und Ärzte hübsch verpackte Dankesgeschenke verteilt, denn nichts ist im Leben selbstverständlich!. Gesponsert wurden sie von Herrn Wolfgang Schrader aus seinem Edeka-Markt. Herzlichen Dank dafür!

Noch ein letztes Weihnachtslied und dann kam der, schon von allen hungrig erwartete, Schlachtruf: „Das Buffet ist eröffnet!“

Schnell bildete sich eine lange Schlange vor dem sehr ansprechenden und vielseitigen Buffet.

3

Es war an alles gedacht worden: Suppe, Brot, Brötchen, diverse warme und kalte Speisen. Das Team unter der Leitung von Oliver Lupp hatte sich viel Mühe gegeben, die erwartungsvollen Gäste zufrieden zu stellen. Es fehlten weder Kuchen noch leckere Desserts für den Abschluß der Gaumenfreuden.

Gut gesättigt und angetan von der rundherum gelungenen Weihnachtsfeier ging es dann gemächlich nach Hause. Und bestimmt heißt es dann in 12 Monaten:

„Alle Jahre wieder…“

4

Als Gast sage ich meinen herzlichen Dank für diesen schönen Abend.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Politische Tagesfahrt des Gesundheitssportes im VfL am 07.09.2015

Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch was dazu. So stand diesmal eine Bildungsreise an. Es ging zum Zentrum der Macht, dem Reichstag, weiter zu einem Ort diktatorischen Wahnsinns, dem Haus der Wannsee-Konferenz, als Abschluß nach Stadtmitte mit alten und neuen Berliner Sehenswürdigkeiten.

Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Luczak, gewählt in Lichtenrade, sammelte eine kleine Gesandtschaft der CDU die VfL-Mitglieder des Gesundheitssportes am schon gewohnten Treffpunkt in der Steinstraße per Bus ein. Das erste Ziel war der Reichstag.

Gut organisiert durften die wissenshungrigen Mitfahrer  ohne Anstehen das geschichtsträchtige Gebäude betreten. Im Plenarsaal bekam man erst einmal Nachhilfeunterricht über die Funktionen und Abläufe bei den Regierungsgeschäften.

Im Separee gab es eine Sprechstunde mit Herrn Dr.Luczak.  Er stellte sich vor, allerdings mit dick verbundenem Arm. Dabei versicherte er glaubhaft, die Blessur nicht aus einer Debatte mit der Opposition, sondern beim Kleinholz machen am Lagerfeuer im Urlaub davon getragen zu haben.


Es folgte ein lebendiger und interessanter Bericht über seinen Arbeitsalltag. Anschießend hatte er ein offenes Ohr für diverse Fragen aus der Gruppe. Leider war diese Sitzungszeit etwas zu knapp bemessen.

Schnell wurde noch im Gang ein Gruppenbild mit dem Gastgeber improvisiert. Nach  den Überblicken über die Regierungstätigkeiten ging es zur guten Übersicht über Berlins Mitte hinauf in die große Kuppel. Trotz verhangenem Himmel war die Aussicht beeindruckend. Besonders zu bestaunen war auch das moderne Lichtmanagement in diesem bereits 1894 eröffneten Gebäude. Zahlreiche Spiegel sorgen dafür, daß die Regierung und die Abgeordneten bei ihrer Arbeit im Plenarsaal nicht im Dunkeln tappen.


Zur Stärkung ging es am Potsdamer Platz zum Indisch Essen. Nach anfänglicher Vorfreude auf exotische Genüsse wurden die Gesichter etwas lang, als das Bedienpersonal freudestrahlend verkündete, daß die vorbestellten Gerichte vegetarisch seien. Und das bei einer gesundheits bewußten Truppe, die auch ein zünftiges Eisbeinessen zu schätzen weiß! Allerdings waren die Speisen recht lecker, dazu das indische Bier vom Faß.

Gut entspannt führte die anschließende Busfahrt nach Wannsee zum Haus der Wannseekonferenz.

Diese Villa im Alsenviertel, 1915 gebaut für einen Fabrikanten, steht heute als Symbol für die hier eingeleitete Judenvernichtung.

Ein anschaulicher Vortrag und der anschließende Rundgang durch die Ausstellungsräume machten den unfaßbaren Wahnsinn des NS-Regimes deutlich.

Bei einem kurzen Gang durch den Garten und der Aussicht auf die ruhige Havel konnten die Teilnehmer ein wenig die aufgekommene Beklemmung abbauen.
In unmittelbarer Nachbarschaft liegt auch die Liebermannvilla, ein sehr schöner Ausflugspunkt ganz anderer Art.

Wieder per Bus ging es zurück nach Mitte an die Spree. Dort wartete ein Dampfer auf die, von den verschieden Eindrücken schon etwas müden, Vfl-Mitglieder. Nun gab es etwas Handfestes: Kasseler mit Brot, dazu Bier vom Faß.

Die Dampferfahrt führte zuerst Spreeaufwärts, vorbei an der Museumsinsel mit dem Berliner Dom, dem Schloßneubau, bis zum Nikolaiviertel, Berlins historischem Mittelpunkt.

Dann wendete das Schiff, um Spreeabwärts an den Regierungsgebäuden in Moabit vorbei zu ziehen.

In Charlottenburg war bei Sonnenuntergang der Umkehrpunkt an der Einmündung des Hohenzollernkanals in die Spree erreicht. In der Dämmerung machte der Kapitän noch einen Abstecher in den Humboldthafen mit Ausblick auf den Hauptbahnhof, dem  einstigen Lehrter Bahnhof.

Am Anleger nahe dem Bahnhof Friedrichstraße endete die beschauliche Schiffrundfahrt. Fürsorglich brachte der Bus alle nun Politgebildeten wieder zurück nach Lichtenrade.

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle für die Einladung und das Erinnerungsfoto, das alle Teilnehmer inzwischen erhalten haben.
Dankeschön auch den Ausrichtern und den fleißigen Betreuern während der ganzen Tagesfahrt.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Fahrt über die Teupitzer Seen des Gesundheitssportes im VfL am 17.08.2015

Allen bekannt ist bestimmt die bald wieder aktuelle Verszeile: „Alle Jahre wieder…“. In Abwandlung hieß es zu diesmal: „Alle vier Jahre wieder…“.

So lud das immer aktive Veranstaltungsteam des Gesundheitssportes im VfL wieder zur Zehn-Seen-Rundfahrt nach Teupitz ein.

Bei guter Laune und auch gutem Wetter starteten wir auf die Minute genau um 13:45 Uhr in Lichtenrade. Schnell erreichten wir die Autobahn und ehe man es sich versah, hatte uns der Bus nach einer knappen Stunde in Teupitz abgesetzt.

Brav marschierten wir zum Anlegesteg Bohr’s Brücke. Doch es war kein Schiff zu sehen. Die aufkommende leichte Unruhe verschwand aber schnell, denn die MS Schenkenland legte kurz darauf an. So ging es dann ohne Drängeln an Bord.

 

 

Platz für alle war genügend vorhanden, im gemütlichen Unterdeck sowie auf dem Oberdeck. Unter Anweisung der freundlichen Besatzung verteilten wir uns, je nach Wetterfestigkeit, auf die beiden Decks.

Wenige Minuten später stachen wir in See, begleitet von den interessanten Erläuterungen des Kapitäns. Die Wiederholungsteilnehmer konnten dabei doch einige Veränderungen feststellen. So zeigte sich das einst stolze Schloß Teupitz inzwischen total zugewuchert.

 

 

Zu den zehn Seen gehören der Teupitzer See, hier begann unserer kleine Kreuzfahrt, der Schweriner See, der Zemminsee, der Schulzensee, der Große und der Kleine Moddersee, das hört sich nach Modderpampe an, der Klein Köriser See, der Hölzerne See, da war aber nur Wasser zu sehen, keine Baumstämme, der Schmöldesee und der Huschsee, hier war die große Wende der Rundfahrt.

Ein Höhepunkt war die Durchfahrt eines Kanals bei Groß Köris mit seiner etwas abenteuerlichen Klappbrücke. Dabei mussten auf einer Seite des Oberdecks die Plätze geräumt werden. Danach wurde die Reling herunter geklappt. Nur so passte unser Schiff unter der sehr eng bemessenen Klappbrücke hindurch.

 

 

Unterwegs mussten die Fahrgäste auf dem Oberdeck immer wieder die Köpfe einziehen, da einige Brücken sehr niedrig waren. Die Passage war dann nur im Sitzen erlaubt.

Auf dem Huschsee kam es noch fast zu einem Zusammenstoß mit einem Ruderboot.

Eine Gruppe junger Ruderanfänger geriet in unser Fahrwasser. Offenbar völlig unerfahren, versuchten sie mit panischen Ruderschlägen eine Kollision abzuwenden.

Letztendlich gelang das Ausweichmanöver, wenn auch sehr knapp.

 

 

Endlich in Prieros angekommen wurden unter den kritischen Augen unseres Veranstaltungsteams die gut verpackten Zutaten zum Buffet eingeladen. Auch der Kapitän packte mit an.

 

 

Nach dem Ablegen, nun schon auf Heimkurs, wurde das mit Spannung erwartete Buffet im Unterdeck liebevoll aufgebaut. Dann war es endlich soweit: Es wurde zum gesitteten Angriff auf die Köstlichkeiten aufgerufen. Drängeln war unnötig. Es war reichlich aufgetischt worden.

 

 

Satt und entspannt genossen die Teilnehmer die Rückfahrt durch die ruhigen Seen zum Anleger in Teupitz, wo der Bus schon auf die VfL-Heimkehrer wartete.

Wieder war ein schöner Ausflug, gut geplant vom Veranstaltungsteam, zu Ende gegangen. Dafür bedanke ich mich als Gast ganz herzlich.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

 

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Bericht zum Vortrag „Koronare Herzkrankheit: Behandeln und Vorbeugen“ beim VfL Lichtenrade am 20.04.2015

Zum 2. Mal wurde mir die Ehre zuteil, vor der Herzsportgruppe des VfL Lichtenrade einen medizinischen Vortrag zu halten. Für diesen Vortrag wurde mit Herrn Dieter Schewe diesmal das Thema der Herzkranzgefäßerkrankungen gewählt. Nicht zuletzt ist das die Erkrankung, die am häufigsten als Todesursache in Deutschland angegeben wird. Dieses ist zunächst insbesondere für betroffene Menschen eine beängstigende Tatsache.

Hier sollte aber nachgedacht werden. Warum ist denn diese Erkrankung so häufig Todesursache? Eine Statistik über Todesursachen sagt ja doch letztendlich über die Gefährlichkeit oder die Behandlungsmöglichkeiten gar nichts aus. Diese Erkrankung ist deswegen eine so häufige Todesursache, weil diese Krankheit einfach so häufig ist. Man kann tatsächlich von einer Volkskrankheit sprechen. Man muss leider dazu sagen, dass man durchaus an Durchblutungsstörungen des Herzens sterben kann – insbesondere dann, wenn ein akuter Herzinfarkt abläuft. Andererseits muss betont werden, dass man mit einer Herzkranzgefäßerkrankung – oder koronaren Herzkrankheit (KHK), wie wir Mediziner sagen – auch gut leben kann. Die Behandlungsmöglichkeiten sind immer besser geworden. Man möge sich nur vorstellen, dass noch vor 20 Jahren bei einem akuten Herzinfarkt doppelt so viele Menschen gestorben sind im Vergleich zu heute. Auch im langfristigen Verlauf hat eine gezielte und präzise medikamentöse Behandlung zu klaren Verbesserungen geführt.

Wir haben hier aber eine Erkrankung vor Augen, für die der betroffene Patient selbst sehr viel tun kann. Dieses sollte natürlich ein wichtiger Aspekt des Vortrages werden. Wenn man aber vor einer so „engagierten Truppe“ wie der Herzsportgruppe in Lichtenrade redet, trägt man eigentlich „Eulen nach Athen“. Hier merkt man deutlich, dass viele schon intensiv etwas für sich und ihre Gesundheit tun. Trotzdem bleibt das ein interessantes Thema.

Moderiert wurde der Vortrag wieder von meinem ehemaligen Oberarzt und kollegialem Freund Dr. Rudolf Henzgen, ehemaliger Chefarzt im Wenckebach-Krankenhaus.

Inhaltlich ging es zunächst um die Frage, wo die verursachende Erkrankung, die man medizinisch Arteriosklerose nennt, her kommt. Es liegt schon auch nicht nur an unseren Genen sondern auch daran, wie wir Menschen uns in einer Industrienation entwickelt haben. Vom aktiven „Jäger und Sammler“ sind wir eigentlich zu einem „Faultier“ geworden. Das Leben ist bequem, man muss keine Energie aufwenden, man geht – oder noch besser fährt einfach in den Supermarkt und kauft ein. Keiner sagt einem, was dabei gut oder schlecht für die Schlagadern und damit auch für die Herzkranzgefäße ist. Die klassischen vier Risikofaktoren für eine Herzkranzgefäßerkrankung und auch für Arteriosklerose anderer Lokalisation – Rauchen, erhöhtes Cholesterin, Bluthochdruck und die Zuckerkrankheit- sind allgegenwärtig, Stress und Übergewicht kommen als ergänzendes Risiko hinzu.

Die Verengung der Herzkranzgefäße führt zu Beschwerden im Brustkorbbereich. Typisch ist dabei eine Enge hinter dem Brustbein aber auch im Bereich des Magens und zwischen den Schulterblättern auch mit Ausstrahlung in beide Arme und den Unterkiefer. Treten diese Beschwerden nicht nur bei anstrengender körperlicher Belastung sondern auch aus Ruhe heraus auf ist Gefahr im Verzug. Dieses kann das Vorliegen eines Herzinfarktes bedeuten, bei dem lebensbedrohliche Komplikationen (z.B. durch Herzrhythmusstörungen u.a.) möglich sind. Ein Infarkt bedeutet, dass ein Herzkrankgefäß verschließt. Dadurch geht, wenn nichts passiert, unweigerlich Herzmuskelgewebe zugrunde. Der Herzmuskel kann einen solchen Zustand zwar 3 bis 6 Stunden aushalten, danach kann er sich auch bei Behandlung oft nicht erholen und eine Schwächung der Herzfunktion ist dann die Folge. „Zeit“ ist also bei einem akuten Herzinfarkt nicht „Geld“ sondern „Herzmuskel“!

Ein frisch in der Klinik diagnostizierter Infarkt wird heute umgehend in einem Herzkatheterlabor behandelt. Dabei wird ein Verschluss des Gefäßes mit einer Ballondehnung beseitigt und in aller Regel mit Einsetzen von kleinen Gefäßstützen sogenannte „Stents“ (wie ein kleines Maschendrahtröhrchen) gesichert. Wichtig bei Stents ist –ob nun mit oder ohne Herzinfarkt eingesetzt- die medikamentöse Nachbehandlung. Im Vordergrund stehen hier Medikamente, die die Blutplättchen am Verklumpen hindern und damit Blutgerinnseln im Stent vorbeugen. Diese Medikamente (sog. Thrombozytenaggregationshemmer), die wie vorgeschrieben eingenommen werden müssen, sind dann problematisch, wenn auch andere Gerinnungshemmer wie z.B. Marcumar u.ä. eingesetzt werden müssen. Dieses wäre z.B. bei künstlichen Herzklappen und/oder dem sog. Vorhofflimmern der Fall. Diesbezüglich müssen häufig fachlich schwierige individuelle Entscheidungen getroffen werden, die von Patient zu Patient unterschiedlich aussehen können. Die verschriebenen Blutplättchenhemmer, bei denen ASS (Acethylsalicylsäure) das häufigste Präparat ist, sollten genau wie angewiesen genommen werden und nicht ungefragt abgesetzt werden. ASS wird ohnehin bei einer Herzkranzgefäßerkrankung dauerhaft verschrieben.

Weitere wichtige Medikament sind die Cholesterinsenker, die sog. Statine. Diese haben an einer sehr großen Patientenzahl ihre positive Wirkung auf die Schlagadern erwiesen. Der Blutdruck und ggf. auch ein erhöhter Blutzucker sollten gut eingestellt sein. In den aktuellen Leitlinien sollte der Ruhe-Blutdruck unter 140/90 mmHg gesenkt werden. Nur bei Diabetikern und schweren Nierenerkrankung wird eine etwas intensivere Senkung gefordert. Der Merksatz „so niedrig wie möglich“ gilt bezogen auf den Blutdruck nicht mehr. Dennoch bleibt ein niedriger Blutdruck für das Herz ein „gute Sache“.

Was dem Herz jenseits der ärztlichen Behandlung aber am besten hilft ist das, was man selber tun kann. Bewegung im Ausdauerbereich, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die durchaus mediterran geprägt sein sollte, Nichtrauchen und Stressvermeidung sind hier wichtige Faktoren. Ein Glas (roter) Wein ist für den, der es mag und darf, auch nicht schlecht aber vorsicht…. wann bleibt es schon bei einem Glas und das kann wiederum problematisch sein, da Alkohol den Blutdruck erhöht, die Herzfrequenz ansteigen lässt und auch noch sehr kalorienreich ist.

Der Vortrag endete mit einer sehr intensiven Fragerunde. Die „engagierte Truppe“, wie ich alle Beteiligten oben schon mal genannt habe, stellte so gezielte und genaue Fragen, dass es für Dr. Henzgen und mich zu einer Herausforderung wurde, alles gut zu beantworten. Ich hoffe, dass es uns gelungen ist ausreichend über diese Volkskrankheit beraten zu haben, so das der Betroffene gut über die Behandlung informiert ist und der nicht Betroffene weiß, wie er einer Erkrankung vorbeugen kann.

Wie heißt es immer so schön…. „ Vorbeugung ist die beste Medizin“ und das gilt insbesondere für die Herzkranzgefäßerkrankung.

Ich danke allen Beteiligten für das Interesse am Thema, für die intensive Diskussion des Themas und vor allem danke ich Dieter Schewe für die Organisation. Mir bleibt nur zu sagen: „Vor einer solchen Zuhörerschaft immer wieder gerne“.

Dr. med. E. Langheim, Oberarzt Kardiologie Reha Zentrum Teltow, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen

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Busfahrt des Gesundheitssportes am 19.05.2015

Was haben der Bismarkhering und das Fürst-Pückler-Eis gemeinsam?

Beide verdanken ihren Namen dem Wohlgeschmack fürstlicher Genießer.

Während Otto von Bismark den besonders pikant eingelegten Hering lobte, ansonsten aber Wegweiser für Preußens Politik war, schuf der Namensgeber der Dreifach-Eis-Spezialität etwas für das Auge und die Seele: Den Schloßpark zu Muskau und den Branitzer Park bei Cottbus.

Unser Ausflug führte uns diesmal nach Bad Muskau, nicht um das schon erwähnte Eis zu naschen, sondern um einen großartig gestalteten Landschaftspark kennen zu lernen.

Zur Überbrückung der knapp zweistündigen Fahrt gab es von der Reisebegleiterin Frau Wodke Interessantes und Vergnügliches über Fürst Pückler und seinen mit Besessenheit betriebenen Gartengestaltungen.

1

Zuerst ging es dringend zur Besichtigung der „Keramik-Ausstellung“ in das Schloss. Streng nach guter alter Sitte getrennt, verteilten sich die Herren in den 1. Stock, die Damen dagegen in den 2. Stock.

So lernten alle schon ein wenig das Schloss von innen kennen. Nach dieser Erleichterung konnten wir dann viel besser den weiteren ausführlichen Erklärungen zum Park und seinen Besonderheiten lauschen.

2

Nun setzte sich die Gruppe gemächlich in Bewegung. Der Spaziergang begann im Unterpark, vorbei an großen alten Bäumen. Dieser Parkteil erstreckt sich hauptsächlich zwischen Bad Muskau und der Staaten abgrenzenden Neiße. Auffällig waren die Sumpfzypressen mit ihren zwergenähnlichen Luftwurzeln. Nach dem Durchqueren des Schlossvorwerkes mit seinen historischen Wirtschaftsgebäuden erreichten wir an der Doppelbrücke die Neiße.

3

Hier an der Grenze zum polnischen Nachbarn begrüßten uns zwei voll besetzte Kutschgespanne mit kräftigen Kaltblutpferden. Wir gingen aber zu Fuß weiter in den Oberpark auf der polnischen Seite. Die weiträumigen Wege erlaubten immer wieder herrliche Durchblicke zum stolzen Neuen Schloß Muskau.

Ein Gedenkstein für den Parkgestalter Fürst Pückler thronte auf einem kleinen Hügel. Es war als würde der Fürst seinen malerisch schön angelegten Park von hier aus für ewig genießen.

4

Mitten im Gelände an einer Senke betraten wir die Prinzenbrücke. Sie ist nach englischem Vorbild, so wie alle Bauwerke im Park, gestaltet worden.

Kurz darauf ergab sich wieder der Ausblick auf die Neiße mit einem weiteren Bauwerk, der Englischen Brücke.

Bei einer kurzen Verschnaufpause an den Grundmauern des ehemaligen Englischen Hauses gab es zusätzliche Erläuterungen zur Parkgestaltung.

Wieder bergab, über die schon erwähnte Englische Brücke hinweg, betraten wir im Unterpark den Eichgarten. Er ist verspielt gestaltet mit einem, von der Neiße abgezweigtem Bachlauf, Wasserfall und Teichen.

5

Ein Naturwunder konnte noch wie durch einen Tunnel unterquert werden: Es war eine, in ihren Ausmaßen einzigartige, riesige Strauchkastanie.

Am Ende des ausgedehnten Parkrundganges erfreuten prächtig blühende Rhododendronbüsche, sowie die auffällige blaue Fuchsbrücke über die Hermannsneiße, unsere nun schon langsam müde gewordenen Augen.

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Zur Stärkung konnten wir uns im Kulturhotel Fürst Pückler Park niederlassen. Die vorbestellten Essen waren durchweg lecker. Nur das Bezahlprozedere gestaltete sich etwas chaotisch.

Nach dieser Erholungspause machte sich eine kleine Schar nimmermüder Wanderer noch auf, um mit Frau Wodke den kleineren Teil der Muskauer Parklandschaft, den Bergpark, zu ergründen.

Belohnt wurde der Aufstieg über 100 Stufen mit einem herrlichen Blick auf das Neue Schloß und den Ort Muskau.

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Wir entdeckten noch im angrenzenden Badepark die alten Kuranlagen mit dem Hermannsbad. Zur Zeit werden auch hier aufwendige Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Der Rundgang endete an der Neiße mit der Staaten verbindenden modernen Postbrücke. Von dort aus ging es dann zurück zum Marktplatz, wo unser Bus schon bereit stand.

Bei wechselhaft sonnigem bis trübem Himmel war es wieder ein gelungener Ausflug, für den ich mich als Gast ganz herzlich bedanke.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

 

 

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Busfahrt des Gesundheitssportes im VfL am 31.03.2015

Nach dem Motto: Eine Sehfahrt, die ist lustig…, lud das Veranstaltungsteam zu einer Busrundfahrt durch unser altes und neues Berlin ein.

Beinahe wäre es eine Seefahrt geworden, denn es goss zum Treffzeitpunkt in Strömen. Bis zum Eintreffen des Busses kuschelte man sich in der kleinen BVG-Wartehalle im Kirchhainer Damm zusammen, um nicht nass zu werden.

1

Pünktlich um 9:00 Uhr ging es los. Die Tour führte uns erst einmal durch den eigenen Bezirk. Vorbei ging es auf dem Me-Te-Ma-Li-Damm (Mehring-Tempelhofer-Mariendorfer-Lichtenrader-Damm), der B96, am Tempelhofer Hafen, dem Tempelhofer Feld zum Kreuzberg. Hier sahen wir die Marheineke-Markthalle, die Bergmannstraße und den Prinzessinnen-Garten.

2

Die nächsten interessanten Punkte waren die Oranienstraße, das Kottbusser Tor, die Skalitzer Straße. Es folgte in Friedrichshain die Mühlenstraße mit der Mauergalerie und der O2-World. Vorbei am Ostbahnhof ging es über die Karl-Marx-Straße mit ihren russisch geprägten DDR-Prachtbauten über den Straußberger Platz nach Mitte. Hier wurden wir durch die Karl-Liebknecht-Straße und die Torstraße geführt.

3

Den Bezirk Prenzlauer Berg befuhren wir über die Schönhauser Allee, parallel mit der U-Bahn der Linie 2, hier als Hochbahn, und die Danziger Straße, zu DDR-Zeiten Dimitroffstraße benannt.

Nachdenklich wurden wir in der Bernauer Straße an der Bezirksgrenze zum Wedding. Hier steht die Gedenkstätte Berliner Mauer. An die gesprengte Versöhnungskirche, auch „Schrippen-Kirche“ genannt, erinnert ein kleiner Kirchen-Rundbau. Ein Rest des Grenzstreifens und der Mauer hält die Erinnerung an die Teilung in unserer Stadt wach.

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In der Chausseestraße bestaunten wir den Neubau des Bundes-Nachrichten-Dienstes in Mitte. Es ist schon ein seltsames Gefühl, dass gerade im Ostteil Berlins, wo einst der mächtiger Stasi-Apparat angesiedelt war, nun wieder eine deutsche Spionage-Einrichtung hingestellt wurde.

Über die Habersaathstraße (Erich Habersaath: Arbeiterführer, 1. Opfer der Novemberrevolution 1918 in Berlin), bis 1951 Kesselstraße, benannt nach dem Erbauer des Kasernengeländes an der Scharnhorststraße, fuhren wir zum Invalidenpark mit dem Mauerbrunnen. Nichts erinnert heute mehr an die Abfertigungseinrichtungen der DDR-Grenzorgane und dem Intershop.

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Auf der Invalidenstraße überquerten wir die Bezirksgrenze Mitte (Ostberlin) und Moabit (Westberlin) mit dem Spanndauer Schifffahrtskanal, sahen den ehemaligen Hamburger Bahnhof, heute Museum für Gegenwart, streiften den modernen Hauptbahnhof, einstiger Lehrter Bahnhof, und erreichten durch den neuen Tiergartentunnel die neue Potsdamer Straße in Tiergarten.

Hinter dem, wie früher wieder quirligen, Potsdamer Platz fuhren wir in die Niederkirchnerstraße zur kurzen Toilettenpause. Inzwischen riss der Himmel auf und ließ das Gebäude des Bundestages, dem ehemaligen Preußischen Landtag, mit dem Denkmal des Herrn vom Stein davor in der Sonne erstrahlen.

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Der zweite Teil der Rundfahrt führte vorbei am Gedenkort Topografie des Terrors in der Zimmerstraße. Von Kreuzberg ging die Fahrt noch einmal nach Mitte zur Mühlendammschleuse, vorbei an der Alten Münze und dem Stadthaus.

Danach erreichten wir den alten Kern von Berlin. Zeugen dafür sind u.a. die Marienkirche, der Lustgarten mit dem Berliner Dom, dem Alten Museum und gegenüber der Neubau des Stadtschlosses.

Unter den Linden blickten wir auf das Zeughaus, die Neue Wache und die Humboldtuniversität.

Von dort erreichten wir nach dem Spreebogenpark das neue Regierungsviertel mit dem Kanzleramt, vom Berliner scherzhaft „Waschmaschine“ genannt, dem Paul-Löbe-Haus und dem alt-ehrwürdigen Reichstagsgebäude gegenüber.

7

So langsam wurden die Augen müde von den vielen Eindrücken der teils bekannten und teils auch unbekannten Sehenswürdigkeiten unserer interessanten und lebendigen Stadt. Ermüdend wirkte auch das Wetter. Immer wieder sorgte zwischendurch der Himmel mit eine Dusche für ungemütliche Stimmungen.

Die Rückfahrt ging durch den Tiergarten, über Schöneberg mit dem Innsbrucker Platz, teils auf der Stadtautobahn nach Tempelhof.

Den Abschluss fand der Busausflug im Restaurant Zur Linde in Lichtenrade.

Vielen Dank an die fleißige Stadterklärerin Frau Wodke und den umsichtigen Busfahrer, der uns sicher durch den Berliner Verkehr kutschiert hatte.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Gesundheistsport: Weihnachtsfeier am 06.12.2014

Am Nikolaustag war es wieder einmal so weit: Der VfL Lichtenrade, Abteilung Gesundheitssport lud zur alljährlichen Weihnachtsfeier ein.

Wie es im Weihnachtslied „Oh, Du fröhliche…“ heißt, versammelten sich frohgelaunt die zahlreichen Mitglieder mit Partnern und Gäste zum letzten  Beisammensein in diesem Jahr im Saal des Lichtenrader Gemeinschaftshauses.

Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte Frau Wilking, die 1. Vorsitzende der Gesundheitsabteilung, die gespannt wartenden Gäste. Die Überleitung zum Unterhaltungsprogramm übernahm dann Herr Schewe.

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Es folgte Besinnliches und Humoriges zur Weihnachtszeit, vorgetragen von der Kabarettgruppe „Konfetti“.

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Dabei konnte man entspannt bei Kaffee, Tee und Knabbereien die musikalischen Darbietungen genießen.

Natürlich durfte der Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, Therapeuten und Ärzte auch diesmal nicht fehlen.

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Dazu gab es unter der Moderation von Herrn Kowalewski ansprechend verpackte Gaben, gestiftet von Herrn Wolfgang Schrader aus seinem Edeka-Markt. Herzlichen Dank dafür!

Im Hintergrund war bereits emsiges Treiben zu vernehmen. Das sah verdächtig nach der Vollendung des angekündigten Buffets aus. Und nicht lange nach dem offiziellen Teil kam die erwartete Ansage: „Das Buffet ist eröffnet!“

Nun konnte man staunen, wie schnell doch die gesundheitsbewußten Anwesenden lange Schlangen zum Zwecke der fälligen Nahrungsaufnahme bildeten.

Vorbei ging es dann im gemächlichen Schritt an Suppe, Brot und Geschirr zu den unterschiedlichsten warmen und kalten Köstlichkeiten.

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Die Küchenmannschaft unter der Leitung von Dierksen Lau hatte sich alle Mühe gegeben, uns zu verwöhnen. Auch an das Finale war mit einer Käseauswahl und verführerischen Desserts gedacht worden. Wer dabei nicht satt wurde, dem war nicht zu helfen.

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Nach dem genußvollen Schlemmen ergab sich noch die eine oder andere Gelegenheit, untereinander Gespräche zu führen.

So ging allmählich ein schöner Tag zu Ende. Was blieb, war die Vorfreude auf die zu erwartenden Aktivitäten im neuen Jahr und dann auch wieder auf die Weihnachtsfeier.

Als Gast sage ich meinen herzlichen Dank für diesen gelungenen Abend.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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