Busfahrt des Gesundheitssportes nach Halle am 09.10.2017

Das Veranstaltungsteam des VfL-Gesundheitssportes entführte uns per Bus nach Sachsen. Ziel war Halle, eine Stadt mit einer salzigen Vergangenheit und einer süßen Gegenwart.

Was heißt das? Der Name Halle deutet auf die Salzgewinnung im Mittelalter hin.
Die süße Gegenwart bezieht sich auf die Herstellung der, inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannten, Halloren-Kugeln, einer kleinen Cremegefüllten süßen Nascherei.

Die Hinfahrt verlief trotz einiger Großbaustellen auf der Autobahn ohne Hindernisse.
Kurz vor Halle gabelten wir unsere bekannte Ausflugsführerin, Frau Wodke, an der Zubringerstraße nach Halle auf.

Bei der Fahrt durch die Stadt zum Parkplatz des Busses gab es schon einige Erklärungen zu den historischen Bauten. Endpunkt der Fahrt war der Hallmarkt inmitten der schönen Altstadt.

Nach kurzen Erklärungen zum Platz mit seinem Göbelbrunnen und der mächtigen Marktkirche ging es erst einmal in das Restaurant Mönchshof Halle. Hier herrschte eine gemütliche Enge. Bei süffigem Bier ließen wir uns die ausgewählten Speisen gut schmecken.

Nach dem Essen teilte sich die Gruppe, um in zwei Durchgängen von Frau Wodke durch den historischen Stadtkern geführt zu werden.
Wer die Zeit ohne Stadtrundgang nutzen wollte, konnte sich die Gebäude in der Nähe des Marktplatzes z.B. die gewaltige Marktkirche, Unserer lieben Frauen, St. Marien, aus dem Jahr 1554 näher ansehen.

Ein Geheimtipp war die Aussicht von der Restaurantterrasse des Kaufhauses Galeria Kaufhof, direkt am Markt. Hier gab es einen herrlichen Blick auf den großen Marktplatz und die umliegenden Gebäude.

Der geführte Stadtrundgang begann am Händel-Denkmal auf dem Markplatz.
Auffallend protzig steht genau in der Mitte des Platzes der Rote Turm, als Glocken- und Uhrenturm 1506 erbaut. An seiner Fassade ist der Roland zu sehen, der die Stadtrechte symbolisiert.

Der Fußmarsch führte uns durch kleine Straßen zum Alten Markt mit dem Eselsbrunnen. Nach einigen Schlenkern, vorbei an geschichtsträchtigen Gebäuden, weiter durch die Straßen Großer Berlin und Kleiner Berlin.

Wir kreuzten wieder den Marktplatz, um dann in der Nikolaistraße das Händelhaus zu finden. Das nächste Ziel war die mächtige Moritzburg, errichtet 1503. Im Hof steht ein Ehrenmal für die Opfer des Faschismus, 1947 gestaltet von Waldemar Grzimek.

Über dem Domplatz mit dem Brühmann-Brunnen erreichten wir die Residenz und danach den Mühlengraben. An seinem Ufer, am Salzgrafenplatz, steht der moderne Bau des MDR, dem Mitteldeutschen Rundfunk.

Nach wenigen Schritten waren wir wieder zurück am Hallmarkt, wo schon unser Bus auf uns wartete.

Die Busfahrt führte uns aus der Stadt hinaus zum Vorort Giebichenstein. Hier gab es noch einen kurzen Halt, um einen Blick auf die Saale und die Burg Giebichenstein aus dem Jahre 1000 zu werfen.

Auch die Rückfahrt verlief ohne Hindernisse. Damit die Fahrt noch etwas abwechslungsreicher werden sollte, ging die Route bis kurz vor der Autobahnauffahrt nahe der Elbe über mehrere Landstraßen. Dabei durchfuhren wir u. A. die Konfitüren- und Zuckerrübenstadt Zörbig.

Vor Berlin, in Höhe Beelitz, gab es noch einen kräftigen Regenguss mit einem strahlend leuchtenden Regenbogen als besonderen Schlusspunkt des Ausfluges.

Was haben wir über die Einwohner der Stadt erfahren? Es gibt die Hallenser, das sind die Bürger von Halle. Einer der bekanntesten von ihnen ist der ehemalige Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Hans-Dietrich Genscher. Dann gab es die Halloren, das waren die Salzsieder im Mittelalter und heute Namensgeber der kleinen Pralinen, den Halloren-Kugeln. Und die Hallunken sind wohl die Auswanderer, denn diese Spezies sind inzwischen weltweit anzutreffen. Oder?

Mit dieser kleinen frechen Bemerkung möchte ich mich als Gast beim Veranstaltungsteam für diesen gelungenen und dazu lehrreichen Ausflug bedanken.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

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Veröffentlicht in Abteilungen, Gesundheitssport, Sportecho 247.