Weihnachtsfeier des VfL-Gesundheitssportes am 16.12.2017

Die vielen Wiederholungen im Fernsehen hat man ja langsam satt. Aber nicht so die alljährige Wiederholung der Weihnachtsfeier des VfL-Gesundheitssportes. Sie fand wieder im Saal des Lichtenrader Gemeinschaftshauses statt.

Stimmungsvoll waren die Tische und der Saal weihnachtlich geschmückt.

Zum Auftakt um 17:00 Uhr begrüßte Herr Schewe die zahlreichen Mitglieder und deren Gäste.

Weihnachtslieder satt gab es dann vom „Chor der Freude“ der Leo-Kestenberg Musikschule unter der Leitung von Frau Claudia-Maria Mokri.

Dabei gab es einen mutigen Auftritt eines jungen Musikschülers mit seiner Trompete, den er hervorragend meisterte. Auch beachtlich war ein Mundharmonika-Duo aus den älteren Reihen des Chores. Wer jemals in grauen Vorzeiten versucht hatte, einen Ton aus einer Mundharmonika hervorzubringen, konnte die Leistung gebührend würdigen.

Natürlich waren auch die Stimmen der Anwesenden gefordert. Textvorlagen waren vorab verteilt worden. Es gab also keine Ausreden zum Nichtmitsingen.

Zwischendurch wurden Kaffee geschlürft und Süßigkeiten genascht.

Nach diesen „Anstrengungen“ folgten Ansprachen von Frau Wilking, der 1. Vorsitzenden der Gesundheitssportabteilung, und Herrn Kowalewski.

Auch wurden Präsente als Dank an die fleißigen ehrenamtlichen Helfer, Therapeuten und Ärzte sowie Gestalter der zahlreichen Aktivitäten 2017 verteilt.

Herr Schewe führte dann weiter durch den Abend. In der Zwischenzeit wurde das sehnsüchtig erwartete Buffet aufgebaut.

Nach Inspektion durch die Veranstalter gab es gegen 19:00 Uhr den Startschuss zur Stürmung der warmen und kalten kulinarischen Köstlichkeiten. Die Ausstattung hatte wieder das Küchenteam unter der Leitung von Oliver Lupp.

Von Kartoffelsuppe mit Würstchen, über Fleischgerichte, dazu Gemüse, Salate, Räucherfisch, Käseauswahl, sowie Rote Grütze war für Alle etwas dabei.

An der anschließenden „gefräßigen Ruhe“ im Saal war zu erkennen, dass die Speisen gut angekommen waren.

So klang der schöne Abend langsam aus. Man darf gespannt sein, welche Veranstaltungen und Ausflüge sich die eifrigen Veranstalter des VfL-Gesundheitssportes 2018 einfallen lassen werden. Schon jetzt steht fest, dass zum 25-jährigen Jubiläum am 23. Juni eine Dampferfahrt stattfinden wird.

Als Gast bedanke ich mich herzlich für diesen gelungenen Abend.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Jahresabschlussgrüße des Vorstands

Liebe Mitglieder, Sponsoren und Freunde des VfL Lichtenrade!

 

Ich bedanke mich bei den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands und den Abteilungsleitern für die vorbildliche kommunikative Mitarbeit. Mit diesem Engagement, auch der vielen Übungsleiter, wird der VfL Lichtenrade im Jahr 2018 weiter sehr gut im Bezirk aufgestellt sein.

 

Glück, Zufriedenheit und Gesundheit, mit Spaß am Sport wünsche ich Euch/Ihnen im Namen des Vorstands für das Jahr 2018.

 

Guten Rutsch

Stefan Krai

2.Vorsitzender des VfL Lichtenrade 1894 e.V.

Busfahrt des Gesundheitssportes nach Halle am 09.10.2017

Das Veranstaltungsteam des VfL-Gesundheitssportes entführte uns per Bus nach Sachsen-Anhalt. Ziel war Halle, eine Stadt mit einer salzigen Vergangenheit und einer süßen Gegenwart.

Was heißt das? Der Name Halle deutet auf die Salzgewinnung im Mittelalter hin.
Die süße Gegenwart bezieht sich auf die Herstellung der, inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannten, Halloren-Kugeln, einer kleinen Cremegefüllten süßen Nascherei.

Die Hinfahrt verlief trotz einiger Großbaustellen auf der Autobahn ohne Hindernisse.
Kurz vor Halle gabelten wir unsere bekannte Ausflugsführerin, Frau Wodke, an der Zubringerstraße nach Halle auf.

Bei der Fahrt durch die Stadt zum Parkplatz des Busses gab es schon einige Erklärungen zu den historischen Bauten. Endpunkt der Fahrt war der Hallmarkt inmitten der schönen Altstadt.

Nach kurzen Erklärungen zum Platz mit seinem Göbelbrunnen und der mächtigen Marktkirche ging es erst einmal in das Restaurant Mönchshof Halle. Hier herrschte eine gemütliche Enge. Bei süffigem Bier ließen wir uns die ausgewählten Speisen gut schmecken.

Nach dem Essen teilte sich die Gruppe, um in zwei Durchgängen von Frau Wodke durch den historischen Stadtkern geführt zu werden.
Wer die Zeit ohne Stadtrundgang nutzen wollte, konnte sich die Gebäude in der Nähe des Marktplatzes z.B. die gewaltige Marktkirche, Unserer lieben Frauen, St. Marien, aus dem Jahr 1554 näher ansehen.

Ein Geheimtipp war die Aussicht von der Restaurantterrasse des Kaufhauses Galeria Kaufhof, direkt am Markt. Hier gab es einen herrlichen Blick auf den großen Marktplatz und die umliegenden Gebäude.

Der geführte Stadtrundgang begann am Händel-Denkmal auf dem Markplatz.
Auffallend protzig steht genau in der Mitte des Platzes der Rote Turm, als Glocken- und Uhrenturm 1506 erbaut. An seiner Fassade ist der Roland zu sehen, der die Stadtrechte symbolisiert.

Der Fußmarsch führte uns durch kleine Straßen zum Alten Markt mit dem Eselsbrunnen. Nach einigen Schlenkern, vorbei an geschichtsträchtigen Gebäuden, weiter durch die Straßen Großer Berlin und Kleiner Berlin.

Wir kreuzten wieder den Marktplatz, um dann in der Nikolaistraße das Händelhaus zu finden. Das nächste Ziel war die mächtige Moritzburg, errichtet 1503. Im Hof steht ein Ehrenmal für die Opfer des Faschismus, 1947 gestaltet von Waldemar Grzimek.

Über dem Domplatz mit dem Brühmann-Brunnen erreichten wir die Residenz und danach den Mühlengraben. An seinem Ufer, am Salzgrafenplatz, steht der moderne Bau des MDR, dem Mitteldeutschen Rundfunk.

Nach wenigen Schritten waren wir wieder zurück am Hallmarkt, wo schon unser Bus auf uns wartete.

Die Busfahrt führte uns aus der Stadt hinaus zum Vorort Giebichenstein. Hier gab es noch einen kurzen Halt, um einen Blick auf die Saale und die Burg Giebichenstein aus dem Jahre 1000 zu werfen.

Auch die Rückfahrt verlief ohne Hindernisse. Damit die Fahrt noch etwas abwechslungsreicher werden sollte, ging die Route bis kurz vor der Autobahnauffahrt nahe der Elbe über mehrere Landstraßen. Dabei durchfuhren wir u. A. die Konfitüren- und Zuckerrübenstadt Zörbig.

Vor Berlin, in Höhe Beelitz, gab es noch einen kräftigen Regenguss mit einem strahlend leuchtenden Regenbogen als besonderen Schlusspunkt des Ausfluges.

Was haben wir über die Einwohner der Stadt erfahren? Es gibt die Hallenser, das sind die Bürger von Halle. Einer der bekanntesten von ihnen ist der ehemalige Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Hans-Dietrich Genscher. Dann gab es die Halloren, das waren die Salzsieder im Mittelalter und heute Namensgeber der kleinen Pralinen, den Halloren-Kugeln. Und die Hallunken sind wohl die Auswanderer, denn diese Spezies sind inzwischen weltweit anzutreffen. Oder?

Mit dieser kleinen frechen Bemerkung möchte ich mich als Gast beim Veranstaltungsteam für diesen gelungenen und dazu lehrreichen Ausflug bedanken.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Neue syrische Familie

Liebe Mitglieder, wir suchen wieder ehrenamtliche Unterstützung.

In unserem Vereinshaus ist seit kurzem eine neue sechsköpfige Familie untergebracht. Diese besteht aus Vater, Mutter und vier Kindern (11 Jahre, 4 Jahre und 2 Jahre sind die Jungen und 9 Jahre ist das Mädchen).

Wir würden uns freuen, wenn sich aus unserer Mitgliedschaft heraus wieder Ehrenamtliche melden würden, die der Familie aus Syrien mit Rat und Tat zur Seite stehen würden.

Außerdem benötigen wir Spielzeug für die Familie – über Spenden würden wir uns sehr freuen.

Manuela Fritz-Dessau

Zufriedenheit in der Gymnastikabteilung

Es ist an der Zeit an Marlies Scheffler ein Lob auszusprechen.

Seit ca. zwei  Jahren nehme ich an der Wirbelsäulengymnastik bei Marlis Scheffler in der Sporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule teil. Die Übungen, die Marlies mit uns macht, sind nicht nur altersgerecht, sondern auch wohltuend. Ihre Ideen und ihr Einfallsreichtum scheinen unerschöpflich zu sein, denn ich kann mich nicht erinnern, dass Übungen sich wiederholt haben.

 

Vielen Dank sagt ein Teilnehmer der Donnerstag-Wirbelsäulengymnastik.

Was für eine Veranstaltung!

Die deutsche U18-Nationalmannschaft gewinnt ihr Länderspiel in der Hölle Süd gegen Polen mit 40:27!

Wir haben gezeigt, was wir mit ehrenamtlicher Kraft im Stande sind zu leisten und eine überragende Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Unser Dank gilt vor allem dem Nachwuchs Deutscher Handballbund und dem HV Berlin für das ausgesprochene Vertrauen und allen Zuschauern, die in der Halle waren.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Event, das wir ausrichten dürfen.

– Ein Verein, eine Liebe –

 

 

Liebe VfL‘er, liebe Unterstützer des Lichtenrader Handballsports, liebe Helfer!

Wir Handballer des VfL Lichtenrade haben am 07.11.2017 einen organisatorischen Meilenstein und sportlich internationalen Höhepunkt mit der Ausrichtung des U18-Länderspiels männlich Deutschland vs. Polen gesetzt.

Unser Dank gilt der Unterstützung durch den Handball-Verband Berlin und der Ulrich-von-Hutten Oberschule.

Mit Unterstützung der BVV Tempelhof-Schöneberg und des az-Gebietsgremiums wurde diese Veranstaltung zu einem herausragenden Event.

Der „Lichtenrader Männerchor“ sang die Hymnen, „Jazz Für Alle“ zelebrierte tolle Musik und die Grußworte des Vorstehers der BVV Tempelhof-Schöneberg Herr Stefan Böltes und des Präsidenten des HvB Herr Thomas Ludewig wurden polnisch übersetzt.

Die Wertschätzung unserer Gäste kam gut an und auch der I. Botschaftsrat der Botschaft der Republik Polen Herr Tomasz Badowski war sehr angetan.

Beim Einlaufen mit unseren weiblichen und männlichen E-Jugend Spielerinnen/Spielern zeigte sich schon die tolle Atmosphäre beim Lichtenrader Publikum.

Die Kinder liefen in neuen T-Shirts auf, die für die Veranstaltung passend zum Tassen-Gastgeschenk für beide Nationalmannschaften abgestimmt waren.

Auch Aaron Krai wurde in der Halbzeitpause interviewt. Aaron erlernte das Handballspielen in Lichtenrade, konnte wegen einer Verletzung leider am Länderspiel nicht teilnehmen.

Die Handballer des VfL Lichtenrade haben mit dieser Veranstaltung eine beeindruckende Visitenkarte über die Bezirksgrenzen hinaus abgegeben und eindrucksvoll gezeigt, mit welcher Kraft unsere ehrenamtlichen Helfer eine solche internationale Veranstaltung auf die Beine stellen können.

Für das Vertrauen diese Veranstaltung mit ausrichten zu dürfen bedankt sich der VfL Lichtenrade beim Deutschen Handballbund, der überreichte Wimpel des DHB wird einen Ehrenplatz erhalten.

Die Lichtenrader Handballgemeinde freut sich schon jetzt auf die nächsten Events und wünscht allen Beteiligten viele Erfolge, eine verletzungsfreie Zeit und Glück in allen Lebenslagen.

Spielbericht des DHB vom 07.11.17
Deutsche U18 feiert deutlichen Sieg im ersten Test gegen Polen
Berlin ist für DHB-Nationalmannschaften eine Reise wert: Neun Tage nach den Siegen der Bad Boys gegen Spanien und der Biegler-Ladies gegen die Niederlande hat auch die männliche U18 ihren ersten von zwei Tests gegen Polen in der Hauptstadt erfolgreich beendet. Am Dienstagabend setzte sich die Mannschaft von Jochen Beppler und Carsten Klavehn nach einer starken zweiten Halbzeit mit 40:27 (16:16) durch, bereits am Mittwoch (19 Uhr, Livestream auf www.sportdeutschland.tv) steht die zweite Partie im Sportforum Berlin an.
Das Länderspiel war die erste Partie dieser Mannschaft nach der Goldmedaille beim European Youth Olympic Festival in Györ, wo ein Großteil der Spieler auf der Platte standen, die auch in aufliefen. Beste Werfer am Dienstagabend waren Max Oehler, Veit Mävers und Alexander Weck mit je fünf Treffern. Alle DHB-Feldspieler und sogar Torwart Johannes Jepsen trugen sich in die Torschützenliste ein.
Insgesamt fünf Länderspiel-Debütanten hatten Beppler und Klavehn aufgeboten: Torwart Finn Zecher, Linksaußen Oehler, Kreisläufer Benedikt Damm sowie die Rückraumspieler Niklas Reißmann und Fynn Johannmeyer. „Es war uns wichtig, die Neulinge auch in den spielentscheidenden Phasen zu bringen, um zu sehen, wie sie sich schlagen“, sagte Beppler, der mit der ersten Hälfte nicht ganz zufrieden war: „Polen hat genau die Taktik gespielt, die wir uns eigentlich vorgenommen hatten, nämlich über Konter zu Toren zu kommen. Wir haben da nicht so gut in der Abwehr kooperiert.“
Nach der Pause wurde es dann aber deutlich besser gegen einen laut Beppler „richtig guten Gegner zur richtigen Zeit“: In der zweiten Hälfte kassierte die DHB-Auswahl nur noch elf Gegentore, und ab der 45. Minute lief eine Gegenstoßwelle nach der anderen auf das polnische Tor, was auch die Zahl von 40 Treffern erklärt.
Für das „Rückspiel“ am Mittwoch erhofft sich der DHB-Bundestrainer Nachwuchs männlich „einen besseren Start und eine bessere Kooperation in der Defensive“.
Statistik: Deutschland – Polen 40:27 (16:16)
Deutschland: Johannes Jepsen (SG Flensburg-Handewitt/1), Finn Zecher (TV Großwallstadt); Benedikt Damm (SG Kronau/Östringen/2), Yannik Danneberg (SC Magdeburg/2), Tolga Durmaz (Füchse Berlin/2), Axel Goller (VfL Pfullingen/3), Fynn Johannmeyer (TSV Bayer Dormagen/2), Juri Knorr (HSG Ostsee/3), Loris Kotte (Füchse Berlin), Veit Mävers (TSV Hannover-Burgdorf/5), Max Oehler (HBW Balingen Weilstetten/5), Alexander Reimann (SC Magdeburg/3), Niklas Reißmann (SC DHfK Leipzig/2), Ian Weber (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen), Alexander Weck (Bergischer HC/5), Lars Meereis (THW Kiel/1), Jaris Tobeler (SG Flensburg-Handewitt/4)
Beste Werfer Polen: Skraburski (7), Dadej (6) – Siebenmeter: Deutschland: 4/5, Polen 6/9, Strafminuten: Deutschland 10 Minuten/Polen: 14 Minuten

Wiedereröffnung der VfL-Vereinsgaststätte

Am 1. November 2017 geht es mit der Bewirtschaftung der Vereinsgaststätte wieder weiter, ab 16:00 Uhr öffnet der neue Pächter unsere Gaststätte im Kirchhainer Damm 68 in Lichtenrade.

 

Der neue Wirt bietet zunächst einmal Dienstag bis Samstag von 16:00 bis 21:00 Uhr Speisen aus der deutschen und serbischen Küche zu moderaten Preisen an.

 

Für Veranstaltungen der VfL-Mitglieder gibt es nach rechtzeitiger Absprache auch Gruppenveranstaltungen zu Sonderkonditionen (z.B. Weihnachtsgans mit Rotkohl und Klößen 14,90 € pro Person).

 

Bitte den Wirt Zoran Kutak bei Wünschen oder Anregungen unter der Handy-Nummer  0172-18 72 924  oder Festnetz  030-76 10 87 52  anrufen.

 

Auf eine gute Zusammenarbeit freut sich der Vorstand des VfL!

Nachruf für Klaus Bressem

Am 13. September 2017 hat uns unser langjähriger Übungsleiter nach kurzer schwerer Krankheit für immer verlassen.

Über einige Jahrzehnte stand er immer dienstags vor unserer Gruppe, um uns zu motivieren, etwas für die Gesundheit zu tun, um so fit zu bleiben.

Es waren zuerst auch Übungen an den Großgeräten wie Barren, Kasten, Reck usw. Unter seiner zupackenden Hilfestellung fühlten wir uns sicher und geborgen. Jahre später legte Klaus die Schwerpunkte in Richtung Gesundheitssport. Er bildete sich mit verschiedenen Medien fort, um uns auf interessante, humorvolle Art und Weise zu motivieren. So konnte die Gruppe auch mit zwei Trainern (Klaus u. Iska) immer wieder neue Übungen und neue didaktische Methoden kennenlernen.

Die letzten Jahre wollte Klaus mit seiner Frau und der Familie etwas mehr Freizeit genießen. Er war aber immer für seine Oldie-Gruppe da, wenn es galt, Andreas zu vertreten und zu beraten.

Wir verneigen uns vor einem beliebten, gütigen, humorvollen und fachlich kompetenten Sportskameraden.

Lieber Klaus, Du wirst im 7. Sportlerhimmel Deinen Platz finden. Für die vielen schönen gemeinsamen Jahre mit Dir bedanken sich die Ü50er.

Wir werden Dich vermissen!

Detlef Gärtner für die Gruppe

Busfahrt des Gesundheitssportes im VfL zum Wörlitzer Park am 21. und 28.06.2017

Der Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 28.06.2017.

„Franz heißt die Kanaillie“. So steht es in Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“.

Einem anderen Franz, nämlich Fürst Franz (1740 – 1817), dem damaligen Landesherrn Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, ist es zu verdanken, dass im 18. Jahrhundert aus einer Sumpfbrache zwischen Elbe und dem Ort Wörlitz, dem Standort seines Schlosses, ein fast verwunschener Landschaftspark entstand.

Zwei, zu seiner Zeit bekannten Gartenbaumeister, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, zuständig für die Bauten, und Hofgärtner Johann Friedrich Eyserbeck, zuständig für die Landschaft, waren die Gestalter der Anlagen nach Italienischen und Englischen Vorbildern.

Die Busfahrt führte über die Autobahn A9, mit Fahrt über die Elbe, direkt in den Wörlitzer Park. Einladend empfing uns der prächtige Torbau des historischen Gästehauses „Zum Eichenkranz“, 1787 fertiggestellt.

Wie immer nach einer längeren Fahrt waren als erstes Ziel die Toiletten. Dann ging es aber schnurstracks an den Wörlitzer See zur Gondelstation.

Während die Mitfahrer der ersten Busfahrt noch ungehindert mit den Gondeln durch die See- und Kanallandschaft gondeln konnten, war für uns bei der zweiten Fahrt nur ein stark eingeschränktes Areal zu befahren. Grund war ein vorangegangener Gewittersturm, bei dem ca. 30 z. T. sehr alte Bäume, darunter eine 350 Jahre alte Eiche, abgebrochen oder entwurzelt worden waren.

Nur aus der Ferne waren das filigrane Palmenhaus sowie das Englisch-Italienische Gotische Haus zu sehen. Trotzdem war die Bootsfahrt bei strahlender Sonne ein Genuss. Erholsame Aussichten gab es auf den Schlosspark mit dem Schloss, den Weinberg , die Synagoge und die Rosenlaube auf dem Kleinen Heger. Vom Ufer aus grüßte die steinerne Muschelnymphe herüber. Zwischendurch zeigte sich mehrmals der schlanke, fremdartige Turm der Petrikirche.

Nach der Gondelfahrt war noch Zeit, einen kurzen Blick auf des Schloss, erbaut 1773, zu werfen.

Zum Essen ging es in das „Cafe Zum Eichenkranz“. Zügig wurden Getränke und Speisen aufgetischt. Der Nachmittag stand zur individuellen Gestaltung zur Verfügung.

Ein Spaziergang im weitläufigen Park wurde von einigen Mitgliedern in Erwägung gezogen. Doch ein rasch aufziehendes Gewitter machte einen dunklen Strich durch die Rechnung. So blieb nur der Besuch der Petrikirche aus dem 12. Jahrhundert, dessen Turm schon bei der Gondelfahrt entdeckt wurde, oder eine Schlossbesichtigung übrig. Im nahe gelegenen Küchenhaus, 1771 errichtet, konnte man auf der überdachten Terrasse auf das Regenende bei aufwärmendem Kaffee warten.

Kein Gewitter dauert ewig. So war es möglich, noch einige Schritte auf den aufgeweichten Parkwegen zu unternehmen. Umso schöner strahlten die zarten hellrosa Blüten der Seerosen.

Kurz vor 16:00 Uhr wurde zur Rückfahrt geblasen. Unterwegs trübte wieder so mancher Regenschauer die Aussicht.

Trotz des wetterbedingten, eingeschränkten Aktionsradius konnte man einen guten Eindruck von dieser herrlich romantischen Landschaft gewinnen.

Vielen Dank an das Organisationsteam für die Einblicke in ein kleines grünes Paradies.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Aaron Krai holt mit der Handballnationalmannschaft männliche Jugend die Goldmedaille bei den EYOF-Spielen

Nachdem Aaron Krai bei der letzten Mitgliederversammlung mit der goldenen Leistungsnadel des VfL Lichtenrade ausgezeichnet wurde, spielte er mit der Handball-Jugendnationalmannschaft beim 14. European Youth Olympic Festival (EYOF), das am Samstag im ungarischen Györ zu Ende gegangen ist.

Die Mannschaft gewann die Goldmedaille!

Vom 23. bis zum 29. Juli trafen sich dort Nachwuchssportler/innen aus ganz Europa, um sich in zehn verschiedenen Sportarten miteinander zu messen.

Für 96 deutsche Athletinnen und Athleten war es die bislang wohl größte Zwischenstation auf dem Weg, sich irgendwann den Traum von den Olympischen Spielen zu erfüllen. In Györ trat die deutsche Mannschaft in allen zehn Sportarten an. Egal ob im Basketball, beim Handball oder Volleyball, in der Leichtathletik oder beim Turnen, beim Radfahren oder mit dem Kanu.

Die deutschen Handballer gewannen erstmalig die als Jugendolympiade bezeichneten Titelkämpfe.

Der VfL Lichtenrade gratuliert Aaron zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und wünscht ihm weiter verletzungsfreie Jahre und viele weitere nationale und internationale Erfolge.

Der Vorstand

Wanderung am 8. Juli 2017 – Kolpin See über Binnendüne nach Storkow

Um 9:10 Uhr trafen wir uns am S-Bahnhof Lichtenrade. Mit dem Busersatzverkehr hat alles pünktlich geklappt und Friedrichstraße waren wir mit 14 Personen komplett.
In Fürstenwalde nahm uns der Bus alle mit. Ich hatte schon die Befürchtung, dass der Busfahrer uns nicht alle mitnimmt und ich dann in Fürstenwalde eine Ersatzwanderung mir ausdenken muss. Am Samstag und Sonntag fahren nur zwei Busse, was sind wir doch in Berlin verwöhnt.
Die Fahrt hat uns allen sehr gut gefallen, rechts und links eine hüglige Landschaft mit gelben Kornfeldern und grünen Wäldern.
Meine Wanderung führte uns durch den Wald zum Kolpinsee. Ich hatte eine Schwimmpause eingeplant, aber keiner hatte Lust in den warmen und klaren See zu springen. Na, die Sonne war hinter den Wolken versteckt. Wir wanderten immer durch den Wald und umrundeten den See. Wir hatten schnelle Wanderer dabei und ich musste sie immer wieder zur Umkehr rufen, das nervt.
Für mich der wichtigste Punkt der Wanderung die Binnendüne Waltersberge, wo auch unser Gruppenfoto entstand. Zur Entstehung der Binnendüne:
Die Schmelzwasser des tauenden Eises lagerten die Sedimente ab. Da der Boden noch längere Zeit ohne eine geschlossene Pflanzendecke blieb, wurde der feinkörnige Sand aufgeblasen und es entstand eine der größten Binnendünen Deutschlands. Zu Beginn der 2000er Jahre war nur noch weniger als ein Viertel des Gebietes offene Sandfläche. Am 3. Juni 2010 anlässlich des Tages der Umwelt begann eine erste Ausholzaktion. Wehrpflichtige des Bundeswehrstandorts Storkow und die Naturwacht Dahme-Heidesee, Mitarbeiter der Sielmannstiftung und Schüler des Königswalder Gymnasiums haben Schafe auf die Düne geschickt, die mit dem Sandtrockenrasen sehr gut zurecht kommen. Viele seltene Pflanzen und Tiere sind auf der Düne zu beobachten.
Noch eine kleine Anhöhe und dann ein Stück durch den Wald. Dann erreichten wir das Argentinische Steakhaus mit Blick auf den Storkower See und jeder bestellte aus dem Angebot der reichhaltigen Speisekarte. Irene hatte sogar noch Lust zu einer Schwimmrunde im See. Dann ging es wieder Richtung Heimat und jeder hatte noch viel zu erzählen auf der langen Rückfahrt. Ich freue mich, dass ich euch ein schönes Stückchen Natur zeigen konnte und werde im nächsten Jahr wieder was für euch entdecken, eure Rosemarie.

Busfahrt des Gesundheitssportes nach Bernau und an den Gorinsee am 02. und 04.05.2017

Der Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 04.05.2017.

Im Programm stand der Besuch der Stadt Bernau bei Berlin. Auf diesen Zusatz sind die Bernauer besonders stolz.

Bei dem Namen Bernau kommt man auf die Idee, mal bei Zickenschulze vorbeischauen zu können. Die bekannte Ballade „Zickenschulzes Hochzeit“ von Fredy Sieg beginnt mit den Zeilen:

            Zickenschulze aus Bernau
            nahm sich schon de vierte Frau,
            und nun ham wer dann de Nacht
            ooch de Hochzeit mitjemacht.

Die Stadt aber auch einiges an Historie zu bieten. Das galt es zu erkunden.

Bei feuchtem Wetter brachte uns der Bus schnell an unser Ziel. Vom trockenen Bus aus war das Bauhausdenkmal aus den 1930-er Jahren vor den Toren der Stadt zu entdecken.

Es folgte eine Rundfahrt kreuz und quer durch die kleine Stadt. Am Einkaufscenter teilte sich die Gruppe.

Der wetterfeste Teil begann einen Rundgang zu Fuß in Bernau bei unaufhörlichem Regen. Der andere Teil wurde mit dem Bus zum Restaurant Schwarzer Adler, einem ehemaligen Bethaus der Kalandsbrüder aus dem 15. Jahrhundert, gebracht.

Immer an der Mauer entlang erkundete die wackere Fußgängergruppe, unter bewährter Führung von Frau Wodke, die Altstadt. Zu der Stadtmauer gehören imposante Stadttore, wie das Steintor aus dem 12. Jahrhundert und das 2013 nachgebaute Mühlentor.

Hier befindet sich nicht nur ein Kriegerdenkmal (1890), sondern auch ein Deserteurdenkmal (1998).

Dass die Stadtväter auf Sauberkeit bedacht sind, sah man an einer extra angelegten Hundetoilette direkt an der Stadtmauer. Fehlt hier eigentlich auch eine öffentliche Bedürfnisanstalt für die Besucher.

Historisch interessante Bauten, wie die Marienkirche (1519), das Rathaus (1805), der Pulverturm (12. Jahrhundert) und das berühmt-berüchtigte Henkerhaus (17. Jahrhundert), waren zu sehen. In der Nähe dieses etwas unheimlich anmutenden Hauses, heute ein Museum, steht ein Hexendenkmal (2005). Weniger grausig nimmt sich dagegen eine uralte Wasserpumpe an der Stadtmauer aus.

Nach dieser Exkursion trafen sich die Gruppen wieder und marschierten gemeinsam, am Goethepark vorbei, zum Bahnhof. Hier steht das Denkmal des VEB Schichtpressstoffwerkes in Form einer Digitaluhr (1988).

Wieder am Einkaufscenter angelangt, konnte endlich der trockene Bus bestiegen werden.

Zum Aufwärmen und zum Hungerstillen erreichte der Bus nach kurzer Fahrt durch die grüne regennasse Bernauer Heide das Gasthaus am Gorinsee.

Die vorbestellten leckeren Gerichte und die ersehnten, teils kühlen, teils warmen, Getränke sorgten schnell für eine behagliche Stimmung.

Wer nach dem Essen noch etwas Bewegung brauchte, folgte Frau Wodke zum Rundgang um den kleinen Gorinsee, einem Überbleibsel aus der jüngsten Eiszeit.

Als ortskundiger Führer begleitete uns der Wirt des Restaurants, zusammen mit seinem munteren Jagdhund. So konnten wir uns nicht verlaufen und erfuhren ganz nebenbei einige interessante Dinge rund um dieses Waldgebiet. Als Kuriosum sahen wir die ehemalige Pferdebadestelle, heute ein kleiner Badestrand und Angelplatz für die Einheimischen. Das Alles bei nur noch leichtem Nieselregen. Aber pünktlich zum Ende der Wanderung hörte der Regen auf. Die Rückfahrt wurde dann doch wieder vom Regen begleitet!

Nun hatten wir Zickenschulze doch nicht besucht, wie anfangs in Erwägung gezogen.

Nicht so schlimm. Wie das Ende der Hochzeit ausging, schildern die letzten Zeilen:

            Doch bald herrschte wieder Einigkeit im Saal
            und nu freu‘n sich alle schon auf‘s nächste Mal.
            Wenn sich Zickenschulze nu wieder scheiden lässt –
            Kinnerkins, dann jibt‘s noch mal so‘n schönes Fest.

Ein schöner Ausflug war es auch für uns trotz des vielen Regens.

Vielen Dank an das Organisationsteam für den historisch wertvollen Ausflug.

Fazit von Herrn Gebell vom Organisationsteam:

                                    Das Wetter war ja großer Mist.

                                    Aber man kann es auch positiv ausdrücken:

                                    Es war ein schöner Mist!

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

125-jähriges Vereinsjubiläum

Im Jahr 2019 hat der VfL 125-jähriges Vereinsjubiläum.
Der Vorstand sucht für mögliche Aktivitäten Vorschläge zur Gestaltung und Interessierte, die sich konkret an Vorbereitungen und Planungen beteiligen!
Da es gar nicht mehr so lange hin ist, müssen entsprechende Schritte bereits jetzt eingeleitet werden. In welcher Form sich die einzelnen Abteilungen beteiligen, ist noch völlig offen und kann nach den einzelnen Bedürfnissen individuell gestaltet werden.
Wegen ihrer persönlichen Interessen sind aus dem Geschäftsführenden Vorstand Axel Stanske, Stefan Krai und Dieter Tormann bereit, an der Planung und Umsetzung mitzuarbeiten. Wir brauchen aber eine Gruppe von Interessierten aus allen Abteilungen und allen Altersgruppen, die sich auch dieser Aufgabe stellen. Diese Organisationsmitarbeiter können auch gerne aus den Bereichen Übungsleiter, Helfer oder engagierte Eltern kommen!
Meldungen und Hinweise bitte direkt an unsere beiden Vorsitzenden Axel Stanske (Mail axelstanske@t-online.de) und Stefan Krai (Fon 0170-545 88 02, Mail krai@gmx.de) bis zum 01.04.2017!
Der Geschäftsführende Vorstand des VfL Lichtenrade 1894 e.V.
 
Handzettel

Gemeinsamer Silvesterlauf SSVL – VfL ? ? ?

Wie in den Jahren zuvor wurde der diesjährige Silvesterlauf zum Jahreswechsel vom SSVL und dem VfL angeboten.

Hier stellt sich die Frage: „Warum waren nur drei VfL-Mitglieder anwesend?“ Bei schönen Sonnenschein und einer Raureif gepuderte Laufstrecke machte sich eine fröhliche Laufgemeinschaft auf die Stecke. Nach ca. einer Stunde traf man sich nach dem Lauf, um mit Pfannkuchen, Glühwein und anderen Köstlichkeiten das Jahr 2016 gemütlich und unterhaltsam verabschiedet.

Solche Veranstaltungen sollten dazu beitragen, sich sportlich und freundschaftlich auszutauschen, zumal beide Vereine in einem Haus beheimatet sind.

Trotz allem wurde nach dem Lauf mit Pfannkuchen, Glühwein und anderen Köstlichkeiten das Jahr 2016 gemütlich und unterhaltsam verabschiedet.

Wir sagen Danke den SSVL-Mitgliedern für das reichlich ausgerichtete Büfett.

Mit gegenseitigen Glückwünschen ging man frohen Mutes ins neue Jahr 2017.

 

Aaron Krai zur Handball Jugendnationalmannschaft eingeladen

Er ist in Lichtenrade geboren und seit der Geburt Mitglied beim VfL Lichtenrade.

In den Minis trainierte er kurz für den TSV Rudow und den SV Buckow, ehe dann in der Handballabteilung des VfL Lichtenrade eine Mannschaft für den 2000 Jahrgang eröffnet werden konnte.

Schnell wurde das Talent von Aaron entdeckt und dann in der männlichen E- bis C-Jugend beim VfL Lichtenrade entwickelt. Mit der Aufnahme an die Eliteschule des Sports (Schul-und Leistungssportzentrum Berlin) war dann der Vereinswechsel zu den Füchsen Berlin nur konsequent und folgerichtig.

Hier wurde Aaron von Bob Hanning zum Jugendnationalspieler entwickelt. Er wurde 2015 Länderpokalsieger und 2016 Deutscher B-Jugend Meister sowie jetzt im Dezember zweiter des Länderpokals 2016 und spielte sein erstes Pflichtspiel als 15-Jähriger schon in der A-Jugend Bundesliga!

Dieser Länderpokal brachte für Aaron den Durchbruch und die Jugendnationaltrainer haben ihn zum

XIV. Mediterranian Handball Championship 2017 in Frankreich mJgd. 2000 / 2001

eingeladen.

Die Handballabteilung freut sich mit Aaron zur Berufung in die Jugendnationalmannschaft, wünscht ihm eine verletzungsfreie Zeit und viel Spaß sowie Erfolg bei den internationalen Spielen.

Aarons Berufung ist auch Ansporn für unsere 5! weiteren Sportschüler des Schul- und Leistungssportzentrum Berlin, diesen Weg konsequent weiter zu gehen. Auch diesen Jungs stehen alle Perspektiven offen.

Die Handballabteilung des VfL Lichtenrade wird die Entwicklung aller Jugendhandballer und natürlich der Leistungssportler weiter vorantreiben und mit allen Mitteln unterstützen.

Es zeigt aber auch, dass der VfL Lichtenrade mit all seinen Abteilungen ein toller Verein für alle sportlichen Entwicklungen ist und vor allen mit seinem familiären Umfeld bei den Eltern, Trainern, Helfer, Sponsoren und den Abteilungsleitungen vieles möglich macht!

Allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2017.

Mit sportlichen Grüßen

Stefan Krai

VfL Lichtenrade vs Bad Doberan: 23:20

Unsere erste Männermannschaft schafft in der ausverkauften Hölle Süd einen ganz wichtigen Erfolg und damit den Anschluss an die wichtigen einstelligen Tabellenplätze.

Vorab:

Was war das für ein tolles Erlebnis bei diesem Heimspiel. Emotionen pur, alle VfL’er und viele Gäste kamen, um unsere Mannschaft zu unterstützen. Spiele wurden verlegt (Danke an die Ü32 des OSF).

In dieser tollen Atmosphäre und mit viel Euphorie begann das Spiel zunächst ausgeglichen. Kleinere Unsicherheiten im Torabschluss und im Timing beim VfL konnten jedoch die Gäste geschickt nutzen. Beim 6:9-Rückstand sollte dann aber die Neuausrichtung der Spielstruktur erfolgreich sein. Schöne Kombinationen und eine gute bewegliche Abwehr ließen den VfL in Führung gehen. Die Gäste hatten nun viele Probleme, sich mit ihrem Angriffsspiel erfolgreich durchzusetzen. So wurde beim 13:11 für den VfL zum Pausentee geladen.

Das Ziel war nun klar definiert: über die tolle Deckung, ohne die Konzentration bei den langen Angriffen der Gäste zu verlieren, das Spiel nach Hause bringen. Die Umsetzung sah super aus. Der VfL konnte sich auf 17:14 absetzen. Nun begann eine schwierige Phase in diesem Spiel, die nervenaufreibender nicht sein könnte. Beide Mannschaften brauchten acht Angriffsversuche und schafften keinen Torerfolg. Unsere Mannschaft warf mehrmals gegen das Gebälk und die Gäste konnten dann zum 17:17 ausgleichen.

Nun brodelte es richtig in der Zescher. Durch diese Unterstützung schaffte es die Mannschaft mit dem sehenswertesten Angriff mit 18:17 in Führung zu gehen. Das Spiel blieb knapp, aber der VfL konnte sich nun auf zwei Tore absetzen. Beim 22:20 und dem Ballgewinn kurz vor dem Ende war alles entschieden. Alle lagen sich in den Armen, sicher in dem Wissen ein Vierpunktespiel für sich entschieden zu haben.

Nun heißt es in Brandenburg auswärts den Coup der letzten Saison zu wiederholen. Diesen Erfolg mitzunehmen. Auch wenn die Gastgeber sehr gut drauf sind, können wir mit den gezeigten Leistungen positiv in dieses Spiel gehen. Mit dem Erfolg im letzten Jahr sicherte sich die Mannschaft die entscheidenden Punkte zum Klassenerhalt!

Vielleicht lässt sich das ja wiederholen!

Eure erste Männermannschaft

Busfahrt des Gesundheitssportes im VfL nach Leipzig am 05.10.2016

Jeder kennt bestimmt das leckere Gericht: Leipziger Allerlei. Die Zutaten sind sicher bekannt. Sie bestehen aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln. Weniger publik ist die originale Beigabe von Lorcheln, eines Pilzes, der bei unsachgemäßer Zubereitung giftig ist.

Bei dieser Busfahrt der Herzsportgruppe ging es aber nicht um einen Kochkurs, sondern um einen kurzweiligen Ausflug in die geschichts- und literaturträchtige Großstadt im Herzen des Bundeslandes Sachsen.

Bei bester Laune und sehr pünktlich, trotz der Frühe, diesmal schon um 8:00 Uhr, startete der Bus der Fa. Palm gen Süden. Mit an Bord war auch Frau Wodke, die uns ihren früheren Studienort näherbringen wollte.

Nach etwa zwei Stunden gemütlicher Fahrt erreichten wir das erste Ziel in Leipzig, den Parkplatz direkt am großen Hauptbahnhof.

Die gewaltige Architektur des Bauwerkes war weniger von Interesse, sondern die Möglichkeit, bequeme Toiletten aufzusuchen. Wer sich außerdem im Inneren des Bahnhofes umsah, konnte eine Parade alter AEG-Elektrolokomotiven, eine Güterzug-Dampflokomotive und den legendären Dieselschnell-Triebzug der Baureihe 137 aus den 30-iger Jahren entdecken. Wem der Sinn weniger nach Technik stand, stöberte in den „Promenaden“, einer bunten Einkaufsmeile im Untergeschoß des Bahnhofes.

1

Bald hieß es dann Einsteigen zur Rundfahrt. Wir durchfuhren die Stadtteile Gohlis, das Waldviertel, Plagwitz, Messe und landeten zum Schluss wieder im Zentrum.

Wir fuhren vorbei am Zoo mit dem eindrucksvollen Gondwanaland, einer frei begehbaren Urwaldlandschaft. In Gohlis sahen wir im Poetenweg das kleine Gohliser Schlösschen aus dem Jahre 1756, einst als Landhaus erbaut. Darin ist heute ein Restaurant untergebracht. Die nächste Sehenswürdigkeit stellte das Haus des ehemaligen Schokoladenfabrikanten Wilhelm Felsche in der Menckestraße 33 dar. An seinem Giebel prangt stolz der Schriftzug „VEB Goldeck“.

In der selben Straße hielten wir kurz vor dem Haus Nr. 42 an. Es ist das Schillerhaus, gebaut 1717. Der bekannte Dichter wohnte hier viele Jahre und schrieb 1785 das Lied an die Freude. Eine Kuriosität ist die ehemalige Drogerie, Ecke Schillerweg. Die Nashornköpfe über den Schaufenstern zieren heute die Fassade eines Kunsthauses mit Cafe.

2

Bei der Fahrt durch das Waldviertel überquerten wir das Elsterbecken und erreichten den Industriebezirk Plagwitz. Hier stehen noch Fabrikgebäude aus der Anfangszeit der Industrialisierung. Nach dem Großindustriellen Heine ist ein von ihm erbauten Kanal benannt.

3

Die Fahrt ging weiter durch die Szene-, Schlemm- und Trinkmeile, der Karl-Liebknecht-Straße. Hier reiht sich ein originelles Restaurant an das andere.

4

Es folgte die MDR-City. Auch das 91 Meter hohe Völkerschlachtdenkmal, errichtet 1913, wurde nicht ausgelassen. Es soll an die Völkerschlacht 1813 vor den Toren von Leipzig erinnern. Sie führte während der Befreiungskriege zur Niederlage Napoleons gegen die Truppen Österreichs, Preußens, Russlands und Schwedens.

5

Große Bedeutung erlangte Leipzig als Messestadt. Der Bus durchquerte das alte Messegelände mit dem markanten Doppel-M über der Einfahrt. Gleich darauf gelangten wir zur Deutschen Nationalbibliothek, gebaut 1912. Hier lagert von jedem Buch, dass jemals in Deutschland erschienen ist, ein Exemplar. Dieses Haus ist für jeden offen, zum Lesen bzw. Studieren.

6

Auf dem Weg in das Zentrum streiften wir noch den Bayerischen Bahnhof. Er wurde 1842 von der Saechsischen Bayerschen Staats-Eisenbahn gebaut. Heute beherbergt er unterirdisch eine hochmoderne S-Bahn-Station.

7

Über den Tröndlinring drehten wir noch eine Innerstadtrunde. Zu sehen waren das Reichsgericht, die Thomaskirche, der Augustusplatz mit dem Gewandhaus, das Augusteum, das Theater und das Krochhochhaus in der Goethestraße.

Nun war unser Wissensdurst ausreichend gestillt, inzwischen aber der Hunger umso größer. Zu Fuß erreichten wir in der Altstadt den berühmten Auerbachs Keller, in dem schon der große Deutsche Dichter Goethe getafelt hatte. Es ist die zweitälteste Gaststätte Leipzigs. Hier ersann er die Geschichten rund um den Professor Faust und Teufel Mephisto. Für uns war in dem stets gut besuchten Lokal reserviert worden und die ausgewählten Speisen kamen zügig auf die Tische. Beeindruckend waren die Wandbilder rund um das Thema Faust. Es war, als schauten uns die illustren Gestalten beim Essen zu. Wer etwas Kleingeld übrig hatte, konnte den Mephisto als Glasfigur für einige Hundert Euro erwerben.

8

Nach der Mittagspause wanderte Frau Wodke mit zwei Gruppen nacheinander zu einigen interessanten Sehenswürdigkeiten durch die Altstadt. Der enge Stadtkern misst nur etwa 1 km im Quadrat. So war der Weg gut zu bewältigen. Leider gab es zwischendurch so manchen Regenschauer. Trockenen Fußes wurden die diversen Passagen erkundet, angefangen mit der Mädler-Passage. Gegenüber von Auerbachs Keller befindet sich der Markt mit dem historischen Rathaus aus dem Jahre 1558. Gleich dahinter liegt der Naschmarkt mit der alten Börse.

9

Des Weiteren begrüßten wir Herrn Bach auf seinem Denkmalsockel vor der Thomaskirche. Neben der Kirche steht das Goldverzierte Haus der Commerzbank.

10

Das als Messehaus 1894 erbaute Städtische Kaufhaus, heute das älteste Kaufhaus der Stadt, steht am Neumarkt. Im Hof winkt sein Förderer, Kaiser Maximilian I, von der Hauswand herab.

11

Es folgte der Besuch des Neuen Augusteums, der über die Grenzen Sachsens hinaus bekannten Universität. In die moderne Architektur wurden Teile aus den, im 2.Weltkrieg zerstörten, alten Gebäuden eingebaut.

12

Am Ende ging es noch zur Nikolaikirche mit der imposanten Nikolaisäule davor. 1989 begann hier die friedliche Revolution in der DDR.

So pünktlich wie die Fahrt begann, folgte um 16:00 Uhr die Rückfahrt. Müde, aber zufrieden mit dem heutigen Tage, ließen wir noch einmal die vielen Eindrücke dieses Ausfluges im Geiste Revue passieren.

13

Vielen Dank an das Organisationsteam für den vielseitigen und interessanten Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Dagur Sigurdsson beim VfL Lichtenrade

Die Handballabteilung des VfL Lichtenrade bedankt sich beim Bundestrainer Dagur Sigurdsson für das Training mit unseren Minis!

Bilderalbum

Die Kinder waren mit Freude dabei und hatten ganz viel Spaß. Dieses Training wird für alle Kinder unvergessen bleiben.

Dagur gab nach dem Training noch viele Autogramme. Es ist toll, dass sich der Bundestrainer die Zeit für den Handball in Lichtenrade genommen hat.

Danke für das tolle Event!

Stefan Krai

Sportlicher Leiter Handballabteilung VfL Lichtenrade
2. Vorsitzender des VfL Lichtenrade

Handball-Highlight mit Stadträtin Frau Kaddatz

Die Handballer des VfL spielen in der 4. Liga am 03.09.16 um 18:00 Uhr in der Zescher Str. das Derby gegen die Füchse Reserve.
Es ist das erste Heimspiel der Saison 2016/2017. Die Vorbereitung war hart, doch die junge Lichtenrader Mannschaft freut sich auf diese Saison.
Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Unterstützen Sie die Mannschaft und freuen sich mit der Bezirksbürgermeisterkandidatin Frau Kaddatz auf ein spannendes Spiel.

Stefan Krai

Busfahrt nach Sacrow und Potsdam am 03. und am 04.08.2016

Dieser Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 04.08.2016.

Wenn Engel reisen, lacht der Himmel. Doch offenbar waren nicht nur Engel in der Gruppe, denn nach anfänglichem Sonnenschein gegrüßte uns der Ort Sacrow mit unfreundlichem Schauerwetter.

Während der Busfahrt wurde eine Programmänderung verkündet: Es geht nicht durch die Stadt über Charlottenburg und Kladow ans Ziel, sondern die Anfahrt erfolgt über den Berliner Ring und Potsdam. Das war eine kluge Entscheidung. Denn einerseits wären wir im Berliner Verkehrsgewühl kaum termingerecht in Sacrow angekommen. Andererseits ist die Fahrt über Potsdam viel abwechslungsreicher.

Kurz vor 11:00 Uhr entließ uns der Busfahrer in den Schloßpark.

Pech hatte nur, wer seinen Regenschirm im Bus ließ. So konnte zwar der Schirm nicht nass werden, dafür sein Besitzer umso mehr. So kam es dann auch. Kaum, dass wir das Schloß Sacrow, eigentlich ein Gutshaus, und die 1000-jährige Eiche bewundert hatten, bescherte uns Petrus seinen nassen Segen.

Sacrow1

Der nächste Besichtigungshöhepunkt war die kleine Heilandskirche am Ufer des Jungfernsees, einem Teil der Havel. Hier wurden wir vom Besucherbetreuer Herrn Drozd empfangen. Er führte uns in die Geschichte des Schlosses, des Parks dazu und der Kirche ein.

Sacrow2

Die Heilandskirche wurde 1841-1844 vom Preußischen Hofbaumeister Persius erbaut.

Die Kirche liegt wie ein Schiff halb im Wasser. Der Bauherr König Friedrich Wilhelm IV besuchte sie regelmäßig von Potsdam aus. Der einzeln stehende Glockenturm diente 1897 den Physikern und Technikpionieren Adolf Slaby und Georg Graf von Arco für die ersten Funkversuche in Preußen. Eine Asphalttafel am Turm würdigt dieses Ereignis.

Nichts erinnert mehr an die Aussperrung zu DDR-Zeiten. Die Kirche lag ab 1961 nach dem Mauerbau im Sperrgebiet und konnte daher nicht mehr betreten werden. Allmählich zerfiel das einzigartige Gebäude. Erst 1985 konnte mit Mitteln der Bundesrepublik auf Betreiben des damaligen Berliner Bürgermeisters Richard von Weizäcker das Äußere der Kirche zur Substanzsicherung wiederhergestellt werden. Doch bis zur Wende 1989 dämmerte sie ungenutzt vor sich hin.

Sacrow3

Heute erstrahlt das Innere wieder im alten schlichten Gewand. Beachtlich ist die Kirchendecke. Sie ist mit einem Sternenhimmel aus Stoff ausgekleidet. Dadurch wirkt die Kirche innen viel höher als sie in Wirklichkeit ist. Auch die Adler an den Lesepulten täuschen den Besucher. Sie sehen aus, als wären sie aus Holz geschnitzt. Doch sie sind aus bemaltem Zinkguss.

Sacrow4

Nach der Kirchenbesichtung teilte sich die Gruppe. Wer gut beschirmt war, folgte Frau Wodke, unserer bekannten Reiseleiterin, zur Halbinsel Medehorn. Der Rest wanderte auf kurzem Weg durch den Schloßpark zum Bus.

Der Park wurde nach dem Muster aller Potsdamer Gärten vom Gartengenie Peter Joseph Lenné angelegt. Immer wieder öffnen sich Sichtachsen zu markanten Potsdamer Punkten wie Schloß Babelsberg, Marmorpalais, Pfingstberg und Nikolaikirche. Schade nur, dass der Regen die Sicht etwas vernebelte.

Sacrow5

Auch der Gang über die Halbinsel Medehorn war ein feuchtes Vergnügen. Diese Halbinsel lag zu DDR-Zeiten ebenfalls im Sperrgebiet und konnte nur mit Sondergenehmigung von ausgesuchten Bewohnern betreten werden. An der Verbindungsstraße zwischen Potsdam und Kladow erinnert ein Wegweiser am heutigen Mauerweg an die Teilung Deutschlands.

Sacrow6

Gemeinsamer Treffpunkt war zwecks Mittagsessen das Restaurant zum Sacrower See in Sacrow, inzwischen ein Ortsteil von Potsdam. Hier war es richtig gemütlich. Die Stimmung, die wie die Temperaturen nach dem Regenabenteuer langsam im Keller angekommen war, hob sich merklich. Die Getränke kamen genauso zügig wie die vorbestellten Essen. Der Mittagsschlaf konnte dann während der Busfahrt nach Potsdam abgehalten werden.

Sacrow7

Mitten auf dem Alten Markt wurde die Busfuhre auf historischem Boden abgeladen. Auch hier ergab sich eine Gruppenteilung. Die inzwischen Wettererprobten folgten Frau Wodke zum wieder aufgebauten Stadtschloß, dem heutigen Sitz des Brandenburger Landtages. Die anderen Gruppenmitglieder erkundeten die Cafes in der Nähe.

Sacrow8

Die Stadtführung ging vom Alten Markt aus hinüber zum Neuen Markt. Mitten darin steht die alte Stadtwaage, heute ein Italienisches Restaurant. Weiter zogen wir zum Kutschstall. Über seinem Portal thront ein steinernes Kutschgespann in Erinnerung an den etwas waghalsigen Leibkutscher Friedrichs des Großen.

Vorbei am Marstall, in dem das Filmmuseum untergebracht ist, erreichten wir den Lustgarten. Bei Nieselregen begrüßte uns Neptun mit seinen Gefährten und angedeuteter Barke im Bassin des ehemaligen Festplatzes, einst angelegt für die Verlustierung der Preußischen Untertanen. Nach dem 2. Weltkrieg war diese Figurengruppe zugeschüttet worden. An Stelle des Lustgartens wurde das Ernst-Thälmann-Stadion gebaut, das nun wieder verschwunden ist. So ändern sich die Zeiten!

Sacrow9

Der Rückweg erfolgte an der Havel entlang, der Alten Fahrt, über die Freundschaftsinsel.

Balsam für das Auge waren die zahlreichen schönen Blumenbeete. Unter anderem entdeckten wir ein Bronze-Pärchen mit Regenschirm, passend zum Wetter.

Sacrow10

Gegen 16:30 Uhr wurde zur Rückfahrt geblasen. Wieder auf dem Alten Markt wartete schon der Bus der Firma Palm. Er stand zwischen dem preußisch klassisch gestalteten Wiederaufbau des Stadtschloßes und der modernen, nun aber unansehnlich gewordenen Universitätsbibliothek in DDR-Architektur. Größer kann ein Kontrast nicht sein.

Sacrow11

Trotz des teilweise sehr feuchten Klimas war es ein gelungener Ausflug zu einigen Prachtstücken aus der Preußischen Vergangenheit.

Sacrow12

Vielen Dank an das Organisationsteam. Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Bericht des Vorstands zum Planungsstand für eine neue eigene Sporthalle

Nach dem Auftrag der letzten Mitgliederversammlung am 26.4.2016 wurden vom Vorstand in der 27. Kalenderwoche weitere informelle Gespräche geführt mit Erfahrungen im Hallenbau (Bauingenieur, Architekt, Bezirksamt), ob überhaupt auf in der Diskussion stehenden öffentlichen Flächen eine Baumöglichkeit realistisch besteht und ob dieses im Bezirk politisch auch gewollt und unterstützt wird.

 

Es zeichnen sich Möglichkeiten ab, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg die benötigten Flächen als Sportgelände ausweist und dann zum Hallenbau bereitstellt. Der angedachte Kita-Bau ist dabei jedoch rechtlich nicht mehr zu verwirklichen.

 

Um eine qualifizierte Diskussion zu dem Vorhaben zu ermöglichen, ist ein Auftrag zur Erstellung einer differenzierten Kostenzusammenstellung zu einem Vorzugspreis gemäß dem Beschluss der Mitgliederversammlung erteilt.

 

Die Idee des Grundstückserwerbs durch den VfL ist vom Tisch, es ist nur eine Erbpacht über 99 Jahre möglich. Alle Beteiligten versichern weiterhin ein großes Interesse an der Verwirklichung unseres Projektes!

 

Die weitere Vorgehensweise:

Zeitnah müssen noch vor der anstehenden Wahl in Berlin Gespräche mit der zuständigen Senatsverwaltung geführt werden. Zusätzlich ist ein weiteres Gespräch mit der zuständigen Bezirksstadträtin Kaddatz im September 2016 vereinbart.

 

Die beauftragten Kostenanalysen sind für eine Halle in der Größe und Struktur der Reinhold-Meyerhof-Sporthalle in der Zescher Straße entsprechend. Besondere Parkplatzanforderun-gen müssen außer einigen wenigen Behindertenparkplätzen nicht mehr erfüllt werden.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der stellvertretenen Bezirksbürgermeisterin und der Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Frau Kaddatz für die bisherigen konstruktiven Gespräche, die unser 2. Vorsitzender Stefan Krai federführend geführt hat.

Der Vorstand D.T.

Bericht von der 33. Lichtenrader Meile am 5. Juni 2016

Die Lichtenrader Meile war wieder einmal sehr erfolgreich.
Der großen Hitze (beim ersten Start um 8:30 Uhr herrschten schon gemütlich mollige 24 Grad, die sich im Laufe des Vormittags auf 28 Grad im Schatten steigerte) trotzten insgesamt 627 kleine und große Läuferinnen und Läufer.
Diese Athletinnen und Athleten verteilten sich mit 163 Teilnehmern auf den 15 km langen Hauptlauf. 157 Läuferinnen und Läufer begnügten sich mit den 7,5 km. 269 Kinder liefen die 500 m, 1000 m und 2000 m und 38 Walker/Nordic Walker komplettierten das Teilnehmerfeld.
Bei den 15 km gab es einen Doppelsieg. Dominik Pick und Alex Dautel (beide LG Nord Ultrateam) liefen einträchtig und zeitgleich in 54:32 min ins Ziel, den dritten Platz sicherte sich der Amerikaner Michael Schach, der erst am Vorabend aus den Staaten für einen Berlin-Besuch anreiste, in 57:10 min.
Bei den Frauen siegte die Jugendliche Emilia Lehmeyer vom PSV Berlin in 1:00:58 h vor Almut Dreßler von Die Laufpartner, die in 1:06:11 h ins Ziel kam und vor Antonia Maecker (PSB24), die mit 1:06:58 h den dritten Platz belegte.
Stärkste Teilnehmergruppe war erneut der LBC Lichtenrade.
Aus der Kinderleichtathletik nahmen 19 Kinder an den 500 m, 1000 m und 2 km Läufen teil.
Die Handballabteilung des VfL-Lichtenrade ist mit 21 Teilnehmern erfolgreich zum 2- und 7,5- km-Lauf angetreten. Der schnellste Handballer auf der 7,5 km Strecke erreichte mit einer tollen Zeit von 34:09 min den 14. Platz im Gesamtfeld und den 1. Platz in seiner Altersklasse.
Mit einer Zeit von 46:36 min erreichte Jutta Schulz zum 11. Mail in Folge den 1. Platz in ihrer Altersklasse.
Gratulation an alle Teilnehmer!
Einen besonderen Dank an alle Helferinnen und Helfer des VfL Lichtenrade und des SSV Lichtenrade. Ohne Eure unermüdliche und tatkräftige Unterstützung könnte diese Traditionsveranstaltung im Süden Berlins nicht stattfinden!

Alle Ergebnisse können auf unserer Ergebnisseite eingesehen werden. Dort gibt es ebenfalls die Möglichkeit mit einem Klick auf seinen Namen sich seine persönliche Urkunde mit einem Foto des eigenen Zieleinlaufes anzuschauen bzw. auszudrucken!

Babette Plitz

Busfahrt nach Neuhardenberg am 14. und 15.06.2016

Dieser Bericht bezieht sich auf die Fahrt am 14.06.2016.

Zu diesem Ausflug hätte es eigentlich einer Anreise hoch zu edlem Ross bedurft. Denn der Besuch galt einem hochherrschaftlichem Orte, der eng mit der Geschichte Preußens verbunden ist: dem Schloß Neuhardenberg.

Aber eine bequeme Beförderung im gemütlichen modernen Reisebus, der schon oft gebuchten Reisebusfirma Palm, tat es schließlich auch. So ging die Fahrt durch die Mark Brandenburg über Autobahn und Landstraßen in weniger als zwei Stunden zum Zielort.

Neuhardenberg1

Dort gab es erst einmal den wichtigen Gang zu den Toiletten. Herr Schewe versprach zur Beruhigung der Businsassen, er werde dort zeigen, wie es geht.
Mit dieser ungewollten Humoreinlage war das gute Gelingen des Tages eingeleitet.

Das Gut Neuhardenberg hieß einst Herrensitz Quilitz und war ursprünglich ein Geschenk Friedrichs des Großen an seinen Rittmeister von Prittwitz als Dank für die Rettung Friedrichs in der Schlacht bei Kunersdorf 1759.
1811 wurde Quilitz wieder an die königliche Krone zurückverkauft. Es ging im selben Jahr als königliche Dotation vom König Friedrich Wilhelm III an den Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg. Dann erst erhielt es den heutigen Namen Neuhardenberg. Er ist vom Stammsitz der Fürstenfamilie, Burg Hardenberg in Niedersachsen, abgeleitet.

In der Zeit von 1949 bis 1990 hieß der Ort Marxwalde. Die Umbenennung sollte die Abkehr von allen früheren preußischen Feudalgedanken demonstrieren. Ab 1954 wurde Marxwalde zu einem sozialistischen Musterdorf entwickelt. Ein Relikt aus dieser Zeit ist der ehemalige Militärflugplatz der NVA im Norden des Ortes, heute ein Zivilflughafen.

Im würdevollen schwarzen Anzug empfingen uns zwei Schlossführer. Wegen der großen Gruppenstärke gab es eine Aufteilung: Ein Teil begann mit der Schinkelkirche, der andere Teil besuchte zuerst das Schloss.

Neuhardenberg2

Beginnen wir mit der Schinkelkirche, 1809 gebaut auf dem Fundament einer abgebrannten Kirche aus dem 14.Jahrhundert. Sie trägt, nach teilweiser Entstellung zu DDR-Zeiten, wieder die eindeutigen Züge des genialen und fleißigen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel.

Neuhardenberg3

Sparsam und wirkungsvoll zugleich ist die Gestaltung des Innenraumes. Säulen und Ornamente nach antikem Vorbild sind nur aufgemalt, nicht real vorhanden. Das handwerklich aufwendig gefertigte, mehrteilige Taufbecken aus Eisenguss verdient besondere Beachtung.

Neuhardenberg4

Als Kuriosität ist das mumifizierte Herz des Erstbesitzers Joachim Bernhard von Prittwitz in einem Glasgefäß unter dem Altar zu besichtigen.

Im zweiten Teil der Führung kam das stolze Schloss an die Reihe. Nach einleitenden Worten im Vestibül besichtigten wir die schmuck hergerichteten Räume.

Neuhardenberg5

Während der Schlossbau Schinkels Handschrift trägt, wurden die Innenräume von Carl Gotthard Langhans gestaltet. Besonders einladend hergerichtet zeigte sich der Gartensaal, in dem auch Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder andere große Feiern, durchgeführt werden.

Neuhardenberg6

Das originale Mobiliar des Schlosses war im Laufe der volkseigenen Nutzung während der DDR-Zeit abhanden gekommen.

Die heutigen Einrichtungsgegenstände wurden im zeitgemäßen Stil nachgekauft. Im Ahnenzimmer hingen früher die Portraits der einstigen Schlossbewohner. Heute ist nur noch als Besonderheit ein altes Landschaftsbild zu bestaunen, das aus winzigen Mosaiksteinchen geschaffen wurde.

Neuhardenberg7

An der Parkseite des Schlosses steht eine riesige Platane, gepflanzt zu Zeiten des Erstbesitzers von Prittwitz. Wie in die Zukunft schauend, sprießen kleine junge Sprosse aus dem dicken Stamm des ehrwürdigen alten Baumes empor.

Neuhardenberg8

In der Orangerie war für unsere inzwischen hungrige Gruppe festlich gedeckt worden. Schnell wurde aufgetischt. Die Speisen waren mit Pfiff angerichtet und recht schmackhaft. Dummerweise war bei unserem Tisch das Bierfass leer. Die Nachlieferung war dadurch stark verzögert. Das erinnerte ein wenig an vergangene Zeiten.

Neuhardenberg9

Nach dem Essen folgte der obligatorische Verdauungsspaziergang durch den Park. Je nach Kondition erkundete man das weite Areal im kleinen oder großen Umfang.

Die Parkanlage wurde von den Herren Hermann von Pückler-Muskau und Peter Joseph Lenné gestaltet. Die leicht hügelige Landschaft ist durch die Eiszeit geprägt und ist von den Gartenbauern mit Sichtachsen und bogenförmigen Wegen aufgewertet worden.

Neuhardenberg10

Zu Ehren Friedrichs des Großen thront ein Denkmal auf einer künstlich angelegten Insel.

Zwischen Götterfiguren aus der griechischen Antike, der Minerva und dem Mars, ist das Portrait des Monarchen versteckt eingebettet.

Schwer zu entdecken waren auch die Reste des Eiskellers. Sie wurden etwas verdeckt durch überlebensgroße Holzbilder der Prinzessinnen Luise und ihrer Schwester, angelehnt an die berühmte Figurengruppe des Bildhauers Schadow.

Neuhardenberg11

Pünktlich zur Kaffeezeit setze ein kurzer aber heftiger Gewitterguss ein und machte damit jedem weiteren Rundganggedanken ein Ende.

Bis zur Abfahrt war noch etwas Zeit für weitere Erkundungen. So konnten der kleine Sommergarten neben der Orangerie und das elegante Hotel Schloß Neuhardenberg, untergebracht in den früheren Wirtschaftsgebäuden, in Augenschein genommen werden.

Neuhardenberg12

Auf dem Schinkelplatz stehen junge Linden zweireihig in preußisch-akkurater Manier. Sie führen zu einem Obelisken mit Erinnerungsplaketten zur Historie des Ortes.

Neuhardenberg13

Um 16:00 Uhr sammelte uns der Bus in der Karl-Marx-Allee wieder zur Rückfahrt ein. Netterweise wählte der Busfahrer eine etwas andere Route als bei der Hinfahrt. Nach gut einer Stunde waren wir schon wieder in Berlin.

Vielen Dank an das Organisationsteam für den historisch und landschaftlich sehr interessanten Ausflug.

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.

Unser Herz ist schon faszinierend

Die Herzfunktion und wie kann man sie diagnostizieren

Eine Zusammenfassung des Vortrages für die Gesundheitssportgruppe des VfL Lichtenrade vom 06.04.2016

 

Dieter Schewe hatte mich bereits 2015 gebeten doch noch mal einen Vortrag für die Gesundheitssportgruppe des VfL Lichtenrade zu halten. Erneut war ich beeindruckt, wie viele Menschen sich dem Thema Herzmedizin annähern wollen. Der Saal im Gemeinschaftshaus Lichtenrade war gut gefüllt, was sicherlich Dieter Schewe und dem von ihm organisierten Programm auch im Anschluss an den Vortrag zu verdanken ist.

Diesmal wollte ich nicht über Krankheiten erzählen, sondern einfach mal darüber berichten, wie ein Herz eigentlich so funktioniert. Und da das ja eigentlich, wenn man es nicht zu detailliert betrachtet, relativ einfach ist, dachte ich mir: „Auch die Bedeutung der ganzen Untersuchungen, die ein Kardiologe macht, könnte interessant sein.“

Vier „Sachen“ braucht ein Herz, um arbeiten zu können:

  1. Die Herzmuskulatur
  2. Herzklappen
  3. Herzkranzgefäße
  4. Elektrischer Taktgeber (Reizbildung und Reizleitung)

Übertragen auf einen Motor könnte man auch sagen: Motor, Ventile, Benzinleitungen und Zündkerzen…

Unsere Herzmuskulatur umgibt vier Herzhöhlen, die durch Scheidewände und Klappen voneinander getrennt werden. Da gibt es die Vorhöfe (Atrium) und die Kammern (Ventrikel) jeweils einmal rechts und einmal links. Die Vorhöfe haben die Aufgabe das Blut zu sammeln und an die Kammern weiter zu geben, die Kammern machen die eigentliche Pumparbeit. Das Herz ist der Motor unseres Kreislaufes. Fangen wir mal mit der linken Herzkammer an. Diese wurde gerade vom linken Vorhof über eine Herzklappe (Mitralklappe) mit sauerstoffangereichertem Blut gefüllt. Die linke Kammer pumpt (Systole) das Blut über die Aortenklappe in unsere Schlagadern, dehnt sich dann wieder, um sich dabei erneut zu füllen (Diastole). Durch dieses ständige Pumpen wird das sauerstoffreiche Blut zu unseren Organen transportiert, der Sauerstoff wird an die Zellen des Körpers abgegeben und dient der Gewinnung von Energie in unserem Körper. Dieses ist der elementare lebenswichtige Vorgang in unserem Körper. Gleichzeitig entsteht bei der Energiegewinnung Kohlendioxid (sozusagen als Abfallstoff), dieses Kohlendioxid wird über die Venen zum Herzen transportiert, gelangt in den rechten Vorhof, von dort über eine Klappe (Trikuspidalklappe) in die rechte Kammer und die pumpt das Blut über die sogenannte Pulmonalklappe wieder in die Lunge. Dort wird Kohlendioxid abgegeben und wieder Sauerstoff aufgenommen. Das Blut sammelt sich wieder im linken Vorhof… und das Ganze geht von vorne los. Die vier Herzklappen haben dabei die Aufgabe, dem Blut die richtige Richtung vorzugeben. Eigentlich muss man ja auch von zwei Kreisläufen sprechen und zwar vom Körper- und vom Lungenkreislauf. Deswegen ist unser Herz auch in eine rechte und eine linke Hälfte aufgeteilt.

 

Aber warum schlägt unser Herz überhaupt? Wie bekommt es den „Befehl“ dazu? Dieses ist ein Thema, über das Vielen nicht so viel bekannt ist. Der Vorgang ist sehr beeindruckend. Am Dach unseres rechten Vorhofes sitzt eine Ansammlung von spezialisierten Zellen, die wir Sinusknoten nennen. Diese Zellen sind tatsächlich in der Lage, einen elektrischen Strom zu produzieren. Dieser Strom fließt über dafür spezialisierte Bahnen sehr schnell zu unseren Herzmuskelzellen. Immer wenn der Strom fließt, ziehen sich unsere Herzmuskelzellen zusammen und das Herz pumpt. Man könnte es auch anders herum sagen. Sollte der Strom nicht fließen, schlägt unser Herz auch nicht… ein lebenswichtiger Vorgang also, der sich 100.000-mal am Tag, 36.000.000-mal im Jahr und in einem 80-jährigen Leben ungefähr 2.880.000.000-mal abspielt.

Kann man die Ströme die am Herzen fließen eigentlich sehen oder messen? Diese Frage wurde natürlich von diesen Zuhörern umgehend beantwortet… „In einem EKG (Elektrokardiogramm)“. Aber auch das wissen eben nicht alle. Viele denken, das EKG hat was mit der Bewegung des Herzens „oder so“ zu tun. Es zeigt allerdings nur die Stromflüsse an unserem Herzmuskel, die man von der Körperoberfläche ableiten kann. Dennoch hat das EKG dadurch eine hohe Aussagekraft bezüglich einer Herzschädigung und insbesondere bei Herzrhythmusstörungen. Dieses Thema war eine gute Überleitung zur Diagnostik des Herzens. Das EKG sagt ja auch etwas zur Herzdurchblutung aus. Dabei ist es allerdings ratsam, das EKG insbesondere unter körperlicher Belastung durchzuführen (Belastungs-EKG). Wenn man den Motor und seine Benzinleitungen testen will, dann muss man eben Gas geben. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft bezüglich eventueller Herzkranzgefäßprobleme. Ist ein Mensch von einer Herzkranzgefäßerkrankung betroffen, so sollte regelmäßig z.B. alle 6 Monate ein Belastungs-EKG durchgeführt werden, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Um Bilder von unserem Herzen zu erhalten, eignet sich besonders gut die Echokardiographie. Dabei werden mit Hilfe von harmlosem Ultraschallbildern des sich bewegenden Herzens gemacht. Die Echokardiographie sagt uns viel über die Funktion und Kraft unserer Herzkammern aus und stellt auch die Herzklappen sehr gut dar. Die Messung der Pumpleistung, insbesondere der linken Herzkammer, erfolgt über die sog. Ejektionsfraktion. Dieser Wert sagt aus, wie viel Prozent die vollgefüllte linke Herzkammer auswerfen kann. Das kann also niemals 100 % sein, da sich das Herz dann ja komplett leeren müsste. Der Normwert liegt bei > 55 %. Sie glauben ja gar nicht, wie viele erschreckte Gesichter ich schon gesehen habe, wenn ich Patienten gesagt habe, dass Ihre Pumpleistung bei 60% liegt. Dabei ist das ein hervorragender Wert. Eine Sache sieht man im Herzecho allerdings nicht, die Herzkranzgefäße. Zur Darstellung der Herzkranzgefäße wird daher eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig. 1929 hat Werner Forßmann sich selbst im Krankenhaus Eberswalde einen Katheter zum Herzen geschoben, um zu beweisen, dass man damit in Zukunft das Herz untersuchen und vielleicht auch behandeln kann. Keine 100 Jahre später ist ein Herzkathetereingriff eine Routineuntersuchung, bei der Verengungen oder sogar Verschlüsse der Herzkranzgefäße mit Gabe von Röntgenkontrastmittel in die Kranzgefäße festgestellt und dann auch gleich behandelt werden können. Auch moderne Verfahren wie die Kernspintomographie – auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt – und die Computertomographie des Herzens spielen dabei heute eine zunehmend Rolle. Dabei ist es auch möglich, Bilder von den Herzkranzgefäßen zu bekommen, ohne dass ein Herzkatheter eingeführt werden muss. Im Falle einer festgestellten relevanten Engstelle wäre aber auch im Gegensatz zu einer Herzkatheter-Untersuchung keine direkte Behandlung möglich.

Im Vortrag wurden viele Bilder zu den Untersuchungen gezeigt, die auf hohes Interesse gestoßen sind. Wie interessiert diese Gruppe ist, zeigte sich einmal mehr in der an den Vortrag anschließenden Fragerunde. Dabei war es mir wieder ein Vergnügen, die gut überlegten und auch durchaus komplizierten Fragen zu beantworten. Ich hoffe erneut, dass die Teilnehmer aus diesem Vortrag wichtige Informationen mitnehmen konnten. Ich habe bei diesem Vortrag selbst immer nur ein Ziel… unser Herz ist ein unglaublich faszinierendes und solides Organ, welches in einem langen Leben wie oben angegeben 3.000.000.000-mal schlägt. Wir sollten es respektvoll behandeln!

 

Dr. E. Langheim (Internist, Kardiologe, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen)

Oberarzt am Reha-Zentrum Seehof in Teltow

Herz

Busfahrt nach Adlershof, Köpenick und Müggelsee des Gesundheitssportes im VfL am 03. und am 04.05.2016

Die Ankündigung der Fahrt klingt sehr vielversprechend. Doch genau genommen kurvten wir nur in einem einzigen, wenn auch dem flächenmäßig größten, Berliner Bezirk, umher: In Treptow-Köpenick.
Eingesammelt wurde die neugierige VfL-Schar wieder in Lichterade und pünktlich um 10:00 Uhr ging die Fahrt los. Mit von der Partie war unsere bekannte Stadtführerin Frau Wodke.
Die Fahrt führte erst einmal raus aus Berlin über die Autobahn vorbei an Schönefeld mit altem und zukünftigem Flughafen.
Von Süden her tauchten wir in die völlig neu gestaltete Berliner Stadtlandschaft Adlershof ein. In Erinnerung schwebt einem noch der erste Berliner Flughafen Johannisthal gleich nebenan vor. Dieser wurde auf Befehl von Kaiser Wilhelm II hier draußen angelegt. So entstand der zweite Motorflugplatz in Deutschland. Das Tempelhofer Feld wurde damals noch als Truppenübungsplatz gebraucht.
Unser Bus kreuzte nun durch das ehemalige Gelände des historischen  Aerodynamischen Parks, errichtet 1920 bis 1930, und den neu entstandenen Gebäuden des Universitätsquartiers der Humboldt-Universität.

Köpenick1

Bestaunt wurde der Trudelturm, der Windkanal, der Motorenprüfstand sowie die Isothermischen Kugellabore, alle aus den Anfängen des Areals. Zwischen den modernen Gebäuden waren noch alte Hallen zu entdecken. Aus den DDR-Zeiten stehen die Fernseh-Sende- und Studiogebäude, teils mit modernen Erweitungsbauten.

Originell waren die sich drehenden Köpfe auf dem Forum des Humboldt-Campus.

Köpenick2

Adlershof ist heute nicht mehr eine abgeschottete Forschungs- und Industriestätte, sondern zieht heute wieder junges Leben an. Die Anbindung an Berlins Mitte mit Straßenbahn und S-Bahn ist eine wichtige Voraussetzung dafür.

Köpenick3

Weiter ging es nach Oberschöneweide, einem weiteren Bezirksteil von Treptow-Köpenick. Vorbei ging die Fahrt an den ehemaligen AEG-Hallen und dem Kraftwerk Oberspree. Zum Teil sind hier Lehreinrichtungen der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) untergebracht.

Köpenick4

Ein wenig die Füße vertreten konnten wir uns am Ende der Wilhelminenhofstraße. Am Ufer der Spree begrüßte uns ein ausgedienter Kran, heute als Kranhauscafe eingerichtet. Das im Krieg teils zerstörte Gelände beherbergt wieder einige Industrie. Am Spreeufer liegt ein Neubau der HTW. Ganz versteckt zeigte sich die Rathenau-Villa. Walter Rathenau war nicht nur der Gründer des Industriegiganten AEG, sondern auch in der Politik sehr aktiv. 1922 wurde er Opfer eines politischen Attentates.

Köpenick5

Etwas mittagsmüde kutschierte uns der Bus an den erholsamen Müggelsee. Im Restaurant Rübezahl gab es die ersehnten Stärkungen.

Köpenick6

Ein wenig Zeit war noch, um sich kurz unter lautem Gezeter der Rohrammer im Schilf am Seeufer die Beine zu vertreten. Bald darauf steuerten wir das Endziel an, die Köpenicker Altstadt.

Köpenick7

In zwei Gruppen aufgeteilt, zeigte uns Frau Wodke einige interessante Ecken und Plätze mit historischem Hintergrund. Der Rundgang begann auf der Schloßinsel mit dem Schloß Köpenick, gebaut 1558.

Köpenick8

Der Weg führte vorbei am Denkmal für Henriette Lustig, der ersten Waschfrau des Ortes Köpenick. Sie betrieb ab 1835 die erste Lohnwäscherei und legte damit den Grundstein zur Waschküche Berlins.

Köpenick9

Früher wurde hier am Ufer der Dahme, einem Spreearm, die Wäsche im Flusswasser gewaschen. Daher wird diese Bucht der Frauentog genannt.

Dem legendären Waschdrang der Köpenickerinnen sind an den Hauseingängen der Häuser gegenüber an der Müggelheimer Straße, Ecke Amtsstraße, einige humorvolle Reliefs gewidmet.

 

Vom Kiez aus führte der Rundgang zum Alten Markt mit dem Heimatmuseum und der Gedenktafel für Henriette Lustig. Nach einem Blick zur Spree überquerten wir den Futranplatz und landeten schließlich am Rathaus. Dort begrüßte uns der Hauptmann von Köpenick, in Bronze gegossen. Ein Blick in das Rathaus lohnte sich der schönen Buntglasfenster im Treppenhaus und natürlich des leeren Tresorraumes wegen, aus dem damals der Schuster Wilhelm Voigt, als Hauptmann von Köpenick, der Inhalt der Stadtkasse ausgehändigt wurde.

Köpenick10

Nach all den vielen Eindrücken vom Besuch des großen Bezirkes Teltow-Köpenick brachte uns müde Ausflügler der Bus wieder nach Hause.

 

Die Ankündigung hatte also nicht zu viel versprochen. Vielen Dank an das Organisationsteam.

 

Bericht und Fotos von Jürgen Fritsche.